2021: HaSiWe in Elbphilarmonie!

Wie das Vorbereitungsteam des Hamburger Singwettstreites noch nicht offiziell verkündete, findet die traditionsreiche Veranstaltung kommendes Jahr in der Elbphilarmonie statt. Die prägnante Konzerthalle wird von der gleichen Betreibergesellschaft wie die Laeiszhalle verwaltet, wo der Wettstreit vor zwei Jahren stattgefunden hatte. Vorausgegangen waren zähe mehrjährige Verhandlungen. Doch da der Bau der Elbphilarmonie wesentlich von der Hamburger Bürgerschaft mitfinanziert wurde, sind die Betreiber vertraglich verpflichtet, auch sozial diesem Umstand Rechnung zu tragen und entsprechende Veranstaltungen in ihren Räumen zu ermöglichen. Die Elbphilharmonie wurde nach erheblicher Bauverzögerung im November 2016 fertiggestellt. Wie der Postillon berichtete, hatten aufgrund eines Orkans im Winter 2013 beide Bauarbeiter für zwei Tage nach Hause geschickt werden müssen, was den Bau nach ersten vorsichtigen Schätzungen um 1,3 Millionen Euro verteuert hatte. Das zentral im Hamburger Hafen befindliche Konzerthaus wurde mit dem Ziel geplant, ein neues Wahrzeichen der Stadt und ein „Kulturdenkmal für alle“ zu schaffen. „Für alle“ heißt 2021 auch für Pfadfinder. Von der Neuigkeit wurden das überbündische Vorbereitungsteam des HaSiWe völlig überrascht, ist auch noch nicht dazu gekommen, seine Homepage entsprechend zu überarbeiten. „Machen wir bestimmt noch, jetzt wird erstmal gefeiert.“ Sicher ist jedoch jetzt schon: Die Pfadfinder werden es in der Elbphilarmonie so richtig krachen lassen, die Wandverkleidung des großen Saals besteht aus 10.000 minutiös gefrästen Gipsfaserplatten, die den Klang in jeden Winkel reflektieren. 2100 Plätze sind zu vergeben. Fraglich, ob die für den Ansturm ausreichen werden. Bildnachweis: Hackercatxxy auf Wikipedia,...

Fotoausstellung Helmut Kalle

Vom 20.03. (Start 19 Uhr) bis zum 26.4.2020 präsentiert die Studio-Galerie Othmarschen (Ansorgestraße 19 in 22605 Hamburg) Fotografien von Helmut „Till“ Kalle mit schwarz-weiß Bildern, die auf Reisen in Europa, Nahost und Zentralasien entstanden: „Helmut Kalles Fotografie spiegelt seine Leidenschaften – sein Fernweh, seine Neugier auf Menschen und ihren Lebensraum. Mit einer Jugendgruppe ist er 1955 ein erstes Mal in Griechenland. Dorthin kehrt er auch in den nächsten Jahren immer wieder zurück. 1960 umrundet er Island. 1962 ist er in der Türkei und Bulgarien unterwegs. Von den späten 70ern an wird der Radius größer. Vor allem der Nahe Osten lockt ihn: Iran, Israel, Jemen, Zypern. In den späten 80ern fesseln ihn Albanien, Ungarn und Tschechien. Nach der Grenzöffnung 1989 erschließt er sich die DDR. In den 90ern bereist er Russland und Zentralasien: Jakutsien im Norden, Georgien, Tadschikistan, Usbekistan und in die Mongolei. Im Westen locken Portugal und Kuba. Er ist unterwegs mit dem Auto, dem Fahrrad und zu Fuß.    In seiner Fotografie sucht Helmut Kalle nicht das Spektakuläre, sondern den Alltag. Fast immer zeigt er Menschen, scheinbar unbemerkt bei typischen Tätigkeiten fotografiert. In die frühen Jahre fallen zahlreiche Porträts von Charakterköpfen, alte Gesichter, zerfurcht wie Landschaften; Kindergesichter, glatt, mit glänzenden, fragenden Augen. Seine Bilder sind leise, beobachtend; sie erzählen: Der Lichteinfall in einen Raum, gleißendes Licht über einer Landschaft und die Schlagschatten eines Gebäudes. Sie sind ausschließlich schwarz-weiß fotografiert. Helmut Kalle (1938-2019) wuchs in Hamburg auf und studierte an der Staatlichen Höheren Fachschule für Fotografie in Köln. Zunächst fotografierte er für Industrie, Medizin und Forschung, von 1982 an arbeitete er als freiberuflicher Bildjournalist mit Veröffentlichungen in Tageszeitungen und Zeitschriften.“ (Text aus der Ausstellungankündigung) Helmut Kalle  Fotografie Europa Nahost Zentralasien  20. März bis 26. April 2020 Ausstellungseröffnung am 20.03.2020 um 19 Uhr. Öffnungszeiten sind...

Nach Auszug Polizei gerufen

Die Auseinandersetzungen zwischen dem freien Pfadfinderstamm Sankt Andreas und der Kirchengemeinde in Harvestehude, bei der er seit 60 Jahren ansässig war, gehen in weitere Eskalation. Nach dem Auszug des freien Pfadfinderstammes musste von der Kirchengemeinde Anzeige bei der Polizei erstattet werden – es geht um Diebstahl und Sachbeschädigung. Es häuften sich bereits zuvor die Anzeichen dafür, dass der Stamm eine recht einseitige Sicht der Dinge hat und zu keinen Kompromissen bereit ist. In der Chronologie der Zerwürfnisse muss man genaugenommen einige Jahre zurückgehen. Ursprünglich hatte der Stamm Sankt Andreas zum Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) gehört. Sein vor einigen Jahren erfolgte „Wechsel“ des Stammes in die Selbständigkeit (allerdings mit einer Kluft, welche aussieht, wie die der CPD) fußte, wie Andeutungen zu entnehmen war, bereits auf Auseinandersetzungen, die auf einen hohen Grad auf Individualismus auch in Hinblick auf die religiöse Ausrichtung des Stammes hinwiesen. Offenbar bewegte sich der Stamm mit seiner religiösen Arbeit nicht mehr im Kanon der großen evangelischen Kirchen, sondern wies eine erhebliche Tendenz zu einer Freikirchenbewegung auf. Seinen Niederschlag fand dieser Individualismus dann auch in den aktuellen Auseinandersetzungen mit der beherbergenden Kirchengemeinde. Diese stellte mit zunehmenden Nachdruck Forderungen an den Stamm, welche dieser nicht bereit war, zu erfüllen. Die Kirchengemeinde drängte den Stamm zu Transparenz, wollte Auskunft und Darlegung der Finanzen, des Versicherungsschutzes, der Präventionskonzepte. Es ging ihr darum, dass die Jugendarbeit so organisiert werde, dass die Gemeinde sie in jeder Hinsicht verantworten könne. Nachdem der Stamm über einen längeren Zeitraum hatte erkennen lassen, dass er auch einfachste Grundzüge des Prinzipes Wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing nicht umzusetzen bereit war, kam es zum Krach. Die Kirchengemeinde drohte im November den Rauswurf des 200-Köpfe starken Stammes an. Der ging seinerseits auf die Barrikaden und vielleicht auch weil die Kinder von Ulrich...

Stamm kann wohl bleiben

Dieser Fall sorgte bundesweit für Schlagzeilen: Eine Kirchengemeinde in Hamburg-Harvestehude hatte vor, einen großen Pfadfinderstamm mit gut 200 Mitgliedern nach über 60 Jahren Zugehörigkeit zur Gemeinde vor die Tür zu setzen. Schließlich schaltete sich sogar Ulrich Wickert (Mr. Tagesthemen) ein, dessen Kinder auch unter den Mitgliedern des Stammes Sankt Andreas sind. Von den betroffenen Pfadfindern selbst wurden wohl versicherungstechnische Fragen als Begründung genannt, andere wussten mehr und deuteten an, dass der einige Jahre zuvor erfolgte „Wechsel“ des Stammes aus dem Verband christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) in die Selbständigkeit (allerdings mit einer Kluft, welche aussieht, wie die der CPD) wohl nicht ganz freiwillig erfolgt sei und dass die Kirchengemeinde wohl ihre Gründe habe. Es läge eventuell an der intensiven religiösen Arbeit des Stammes. Wohl nicht zuletzt durch den enormen öffentlichen Druck (es fand sich auch nach längerer Recherche kein Online-Artikel, der sich auf die Seite der Kirchengemeinde stellte) entschied die Gemeinde, dass die Pfadfinder bleiben könnten. Ob die eigentlichen Gründe der Auseinandersetzungen aber ausgeräumt werden konnten, wurde bislang nicht bekannt. Bildnachweis: Stamm Sankt Andreas,...

HaSiWe 2020

Der 43. Hamburger Singewettstreit wird am 15. Februar 2020 im Audimax der Uni Hamburg stattfinden. Die Veranstalter rufen mit Mitsingen und zur Unterstützung des Orgateams hinsichtlich der Nachfeier auf. Tickets können ab Dezember bestellt werden. 1674 Plätze sind verfügbar – 352 weniger als in der Laeiszhalle, die ausverkauft war....