Ich will Whydah segeln gehen!

Vierter und letzter Teil des Interviews mit Yanni, Yann-Aretin Eggert, Mitglied des Brigantine Falado von Rhodos e.V. und Mitinitiator der jetzt laufenden Crowdfunding-Kampagne für den Erwerb des Segelschoners “Whydah”. Den ersten Teil des Interviews findet ihr hier.

Scouting: Sind organisatorische Veränderungen im Verein selbst geplant? Der Verlust der Falado wird ja vermutlich bei einigen Mitgliedern Verstimmungen ausgelöst haben?

Yanni: Wie bisher auch, sollen die stimmberechtigten Mitglieder im Verein die aktiven Gruppen (der Mitgliederjahresbeitrag ist übrigens nur zweistellig) und die Gründungsmitglieder bleiben. Hier wollen wir aber für mehr Transparenz im Procedere der Stimmberechtigung sorgen. Außerdem wünschen wir uns eine breitere Basis. Wir möchten hiermit ausdrücklich alle Gruppen, egal ob aus der pfadfinderischen oder der bündischen Ecke, dazu einladen, Teil des Vereines zu werden. Wir sind kein verschlossenes Grüppchen. Wer auf der Whydah segeln gehen will, muss jedoch auch künftig selbst oder über seine Gruppe Mitglied im Verein sein. Das hat steuerrechtliche Gründe und wir wollen kein Charterbetrieb werden.

Scouting: Wie funktioniert das mit der Törnplanung?

Yanni: Die Mitgliederversammlung beschließt, wo es hingehen soll und die einzelnen Mitgliedsgruppen können dann ihre Terminwünsche äußern. Der Vorstand versucht dann eine Verteilung zu finden, die den Bedürfnissen möglichst vieler entspricht. Natürlich kann man es nicht immer jedem Recht machen, aber das behält man dann für das Folgejahr im Hinterkopf.

Scouting: Was gehört noch zu den Aufgaben der Gruppen?

Yanni: Diejenigen, die sich aktiv einbringen, gehen mit auf die Werft und tragen durch ihre Hände Arbeit zur Pflege des Schiffes bei. Auch bringen sie sich mit Beiträgen zum jährlichen Überlebensfest ein. Für dieses Jahr wird z.B. noch eine Küchencrew gesucht. Schön ist es natürlich auch, wenn sich das Verhältnis Bootsführer und Gruppen weiterhin in einem gesunden Verhältnis bewegt. Der Verein unterstützt die Ausbildung von Skippern, indem er ihnen entsprechende Möglichkeiten zur Praxisgewinnung einräumt. Das wurde gerade in den letzten Jahren sehr aktiv angegangen. Wir haben z.B. am Ende der Bootsmannstörns schon verschiedene Prüfungen abgelegt. Zum einen ist das auf dem eigenen Schiff kostengünstiger und das zusammen lernen macht viel mehr Spaß.

Scouting: Wie ist der Status hinsichtlich des Kaufes der Whydah?

Yanni: Der Kaufvertrag und die Darlehensverträge sind gerade geprüft worden. Die Bezahlung soll in zwei Raten erfolgen. Die Kaution auf den Kauf wurde bereits zum Probesegeln hinterlegt, das Schiff ist also verbindlich für uns reserviert.

Scouting: Wie geht es nach dem Kauf weiter?

Yanni: Das Schiff liegt derzeit in Bristol. Vielleicht überführen wir es schon vor dem Winter in die Ostsee. Derzeit halten wir nach einem geeigneten Liegeplatz Ausschau, der günstig ist und sich in räumlicher Nähe zu aktiven Vereinsmitgliedern befindet. Nächstes Jahr wollen wir dann auf der Ostsee segeln, im Sommer vielleicht Richtung Schweden, in die Schären oder in die Baltischen Staaten.

Scouting: Vielen Dank für das Gespräch. Möchtest du noch etwas sagen?

Yanni: Ich will Whydah segeln gehen!

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Die Spendenaktion unter startnext geht in die letzte Woche!

Das Spendenbarometer stand am Freitag Abend, am 06.11.2014 um 19:21 Uhr, bei 18.477,27 €.
Das Interview wurde am 16.10.2014 geführt.

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