Unendliche Diskussion um die Traufkante...

Anlässlich der Pfingstlager war wieder zu beobachten, dass hinsichtlich der Abspannung von Jurtendächern mit Traufkante zwei unterschiedliche Varianten existieren, die von ihren Anhängern auch jeweils als „die einzig richtige“ angesehen werden. So wurde meine wunderbar abgespannte Jurte wieder (einmal) demontiert und neu abgespannt, weil ich es gewagt hatte, die Abspannschnüre am D-Ring der Traufkante anzubringen, statt an der Seitenstange. Seitenstangen-Anhänger sind der Ansicht, dass die Ösen der Seitenstangen eher ausreissen, wenn man am D-Ding der Traufkante abspannt. Lustigerweise sind die Anhänger der Traufkanten-Abspannung exakt gegenteiliger Ansicht. Und schon ist man mitten in einer Diskussion, statt das Ding endlich hochziehen zu können. Glücklicherweise hat Ralph Fröhlich von „Jurtenland“ dazu ein Video verfasst, in welchem er erläutert, weshalb nach seiner Ansicht die Abspannung am D-Ring der Traufkante die richtige ist: https://www.youtube.com/watch?v=jnkthjZ_l2E Sie verteilt die Last nämlich über die verstärkten Nähte, sofern der Abspannungswinkel optimal ist, gleichmäßig und die Seitenstangen haben dann fast nur noch die Funktion, das Dach oben zu halten. Ein „Ab-knicken“ der Ösen wird nach seiner Ansicht eher durch eine zu schmale Auflagefläche auf den Seitenstangen getriggert, insbesondere, wenn es sich um eine Dachvariante oder „Baujahr“ handelt, die vom Hersteller an der Öse (noch) nicht mit Leder verstärkt wurde. Manche empfehlen, bei solchen Seitenstangen einen solchen Lederschutz auf die Stangenspitze nachzurüsten und darauf das Dach zu setzen. Solche Ösenschoner kann man kaufen....

FAZ-Bericht über Schwarzzelte

Na, wenn der Bericht mal nicht von Pfadfindern in die Frankfurter Allgemeine Zeitung genracht worden war… Am 12. September berichtete die FAZ, zumindest in ihrer Online-Ausgabe über die spezielle Kultur des „Schwarz-Zeltens“ mit Kohten und Jurten. Wer statt Zelten auch Pfadfinderliteratur sucht, ist beim Spurbuchverlag bestens aufgehoben. Das Programm Pfadfinder- und Jugendbewegung umfaßt mittlerweile mehr als 140 Bücher und...

Harry Potter lässt grüßen

Aufmerksame und einschlägig beschlagene Tatort-Zuschauer merkten interessiert auf, als beim Tatort „Der höllische Heinz“ der Polizist auf eine (weiße) Kohte zusteuert, sie öffnet und plötzlich in einer großräumigen Jurte steht. Definitv witzig: Zum Facebook-Beitrag von Markus....

Lese ich da „Jurte“?

in unserer heutigen, vernetzten Welt mit den 1000+ Informationen die ständig auf einen einbrechen muss man selektiv lesen. Man scrollt durch die Tweets oder den Facebook-feed und schaut was einen interessiert, einem ins Auge sticht um dann auf einen weiterfolgenden Link zu lesen. Ist man in der Pfadfinderei oder Bündischen Jugend verwurzelt dann horcht man bei so Stichwörtern wie „Jurte“ auf. Immerhin sind außerhalb des Schwarzzeltvolkes Jurten weniger verbreitet (zumindest in der westlichen Welt). Umso erstaunter sah ich diesen Tweet von einem großen deutschen Magazin: Quelle: twitter von Spiegel Online Ganz im Sinne des Marketings ist die Neugierde geweckt und ich klicke auf den Link. Worum geht es in dem Artikel? Um Wandervögel, Pfadfinder oder andere Jugendgruppen, die als Ausgleich auf Fahrt gehen? Es kommt jedoch ganz anders. Der Titel liest sich plötzlich: „Luxus-Einsiedler: Daheim in der Highend-Hütte“ … das habe ich nicht erwartet. Die Jurte wie sie für uns auf Lagern als Heimat und Treffpunkt für die Gruppe dient wird hier für den einleitenden Satz verwendet, die auf die neuste Trend-Welle des Urlaubs zu erklären: Hütten als Ferienhäuser weit ab vom Schuss. Danach wird sie nicht mehr erwähnt, übrigens auch nicht was es eigentlich mit Jurten auf sich hat oder wer sie benutzt. Trotzdem lässt mich der erste Satz vermuten, dass die Autorin selbst Erfahrungen mit „unseren“ Jurten gemacht hat. Interessant ist dieser Urlaubstrend, der allerdings ähnlich wie  „Glamping“ (Glamour Camping) mir nur ein amüsiertes Lächeln entlockt. Und die Moral von der Geschichte? Ein weiteres mal wurde etwas entdeckt, dass schon vielen in der bündischen und pfadfinderischen Szene bekannt ist und in Deutschland kaum umzusetzen für Privatleute (und ich bin auf den Spiegel herein gefallen)...

Baunacher Pfadfinder beim Weihnachtsmarkt 2014...

Jedes Jahr am zweiten Adventswochenende findet in Baunach (bei Bamberg) ein Weihnachtsmarkt statt. Wie jedes Jahr waren auch diesmal die Pfadfinder dabei, wie schon in den gut 40 Jahren davor. Immerhin hatten die Mitglieder des Stammes damals den Weihnachtsmarkt mitbegründet. In der Mitte des Marktes steht eine Jurtenburg in der nicht nur ein gemütliches Feuer brennt, sondern auch Kaffee und Kuchen verkauft werden. Außerhalb der Jurte gab es eine Losbude mit bunt verpackten Lospreisen. Mehr Bilder gibt es hier:...