Ernst Jünger – Der Waldgang

In dem 1951 erschienenen Essay von Ernst Jünger geht es um die Frage, wie sich der Mensch angesichts und innerhalb der Katastrophe verhält. Als „Waldgänger“ beschreibt Jünger einen Menschen, der sich gedanklich unabhängig von der umgebenden Gesellschaft hält und zum Widerstand fähig ist, falls der jeweilige Staat ein verbrecherischer ist oder wird. Der WaldgangAusgangspunkt ist eine Betrachtung von Wahlen, die so gelenkt sind, dass keine wirkliche Alternative mehr besteht und 98 Prozent Zustimmung erzielt werden. Das Audiobook wird ansprechend vorgetragen von dem Sprecher Thomas Arnold. Einzig problematisch ist, dass man im Unterschied zum Buch bei Bedarf nicht einfach kurz innehalten kann, um die Gesamtheit eines Gedanken vor dem Weiterhören zu erfassen. Die „Pause“-Taste wird trotz der langsamen Vortragsweise arg strapaziert. Ernst Jünger wurde 1895 in Heidelberg geboren und kam im Alter von 16 Jahren zum Wandervogel. Große Verbreitung erfuhr seine Schilderung des Ersten Weltkrieges „In Stahlgewittern“. Obgleich als Anhänger einer „Nationalen Revolution“ bis heute kritisiert, distanzierte er sich von der aufkommenden Nationalsozialistischen Bewegung und war aufgrund seiner Kontakte zu Oppositionellen Repressialien durch die Gestapo ausgesetzt. Jünger starb im hohen Alter von 102 Jahren. Neben seiner regen Tätigkeit als Autor war er besonders der Insektenforschung zugetan.

Ernst Jünger
Der Waldgang
3 CDs mit 8seitigem Booklet
Gesamtlaufzeit 200 Min.
gelesen von Thomas Arnold
Edition Appolon
ISBN 978-3-941940-08-6
UVP 23,99 €
www.edition-apollon.com

Quelle: scouting 04-11

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