Minderjährige Gruppenführer?

Oft reagieren Eltern mit Überraschung auf die Feststellung, dass der Gruppenführer, dem ihr Kind anvertraut ist, noch nicht volljährig ist. „Ist das denn erlaubt?“ ist eine ebenso gängige Frage wie „Was sagt denn die Versicherung dazu?“ Manche Pfadfinderverbände fordern die generelle Volljährigkeit ihrer Gruppenführer, sehen sich aber dann mit dem Problem konfrontiert, dann möglicherweise unter einem gewissen Gruppenleitermangel zu leiden. Aber was sagt denn nun eigentlich „das Gesetz“ dazu?Die Aufsicht ist weder an das Geschlecht noch an das Alter gebunden. Ist der aufsichtsführende Gruppenleiter selbst noch minderjährig, bedarf er zur Übernahme bestimmter Rechte und Pflichten jedoch immer der Genehmigung seines gesetzlichen Vertreters (zumeist die Eltern). Hier bietet die verbreitete Methode des stillschweigenden Einverständnisses (frei nach dem Motto „Die Eltern wissen, dass ihr Kind alleinverantwortlich eine Gruppe führt; sie haben nicht protestiert, also sind sie einverstanden“) keine stabile Basis. Ebenso sollte den Eltern der Gruppenmitglieder das Alter der Gruppenführer bekannt sein oder zumindest die gängige Praxis, dass auch Minderjährige Aufsichtspflichten in der Gruppe übernehmen. Ein allgemeiner Infozettel, der an alle Eltern gegeben wird, und in dem dieser Umstand (Jugend führt Jugend) erläutert wird, kann dieser Informationspflicht hinsichtlich einfachen Veranstaltungen (Gruppenstunden) genüge tun. Doch die allerwichtigste Feststellung ist: Die Aufsicht über Minderjährige erfordert Vernunft, Sachverstand, Erfahrung sowie überlegtes Denken und Handeln. Das sollte jedem bewusst sein, der die Führung einer Gruppe einer Person anvertraut – unabhängig davon, ob diese Person volljährig oder eben noch nicht volljährig ist. Es müssen Voraussetzungen erfüllt sein, damit jemand mit der Leitung einer Gruppe betraut werden darf. Neben seiner Persönlichkeit und Reife zählt auch seine Schulung dazu: In Gruppenführerkursen muss er auf seine Tätigkeit ausreichend vorbereitet worden sein, hierzu gehört ein Kurs in Erster Hilfe ebenso wie rechtliche Aspekte der Aufsichtspflicht. Erst nach einer intensiven Phase der Einarbeitung kann er verantwortungsbewusst...

Theorien über Ursachen der Zersplitterung...

Mit der Weltpfadfinderbewegung befasst sich eine interessante Ausarbeitung im Internet unter https://www.troop97.net/intscout.htm. Nach einer Darlegung der Historie wendet sich der Text gezielt dem Zersplitterungsphänomen (dem Fakt, dass es Pfadfindergruppen gibt, welche nicht den Weltverbänden angehören) und seinen Hintergründen zu, um anschließend die verschiedenen Pfadfinderverbände der Welt vorzustellen. Die im Text genannten Gründe für den „Spaltpilz“ bieten eine interessante Einleitung zu einem Roverabend zur Thematik, (gerade wegen ihrer Unvollständigkeit): “Why isn’t everybody in WOSM or WAGGGS? Those associations that prefer not to belong to WOSM or WAGGGS tend to share several viewpoints: Some believe that WOSM and its national associations have strayed from Baden-Powell’s concepts of Scouting. Some object to WOSM’s one-national-Scouting-association-per-country policy (which forces multiple national Scouting associations either to merge, or to create an umbrella federation to represent them in WOSM). Some desire to use B-P’s Scouting for Boys and his original 1908 program and uniform to the maximum extent possible, making only those minimal changes required by modern safety, health, or environmental concerns. Some are strongly church-focused, and some have a Christian-only membership policy.” Quelle: scouting 03-09...

Nur den Winter verbringt die Heilerin im Haus...

Da staunen selbst Pfadfinder: Seit vier Jahren verbringt die Mittfünfzigerin Barbara Greiner-Bechert das vollständige Sommerhalbjahr in Lauscha in einer handelsüblichen Pfadfinder-Jurte. Nur im Winter ist sie wegen der Witterung gezwungen, in einem Haus von Freunden unterzukommen. Die ehemalige Direktorin für Außenwirtschaft und Absatz wandte sich vor einigen Jahren der alternativen Medizin zu. Beginnend mit Qi-Gong über Akupressur bis zur Tuina-Anmo-Massage, einer Technik aus der TCM, belegte sie über 20 Kurse und bezeichnet sich heute als seelische Lebensberaterin. In der Jurte fühlt sich Barbara Greiner-Bechert wohl. Was anderen Angst mache, nämlich allein in der freien Natur zu leben, macht sie nach eigenem Bekunden stark. „Dazu gehört, dass man mit sich und seiner Umwelt im Reinen ist. Und bis dahin ist es ein Stück Arbeit, um die Erkenntnis zu gewinnen, dass das für einen selbst das Richtige, Wahre und Einzige ist, um zufrieden zu sein“, sagt Barbara Greiner-Bechert, die am liebsten barfuß geht. Sie gibt gern ihre Überzeugung weiter, dass Oberflächlichkeit, Schönheit, Reichtum und viele anderen Dinge der zivilisierten Welt nicht das sind, was sich die Menschen insgeheim erhoffen und wünschen. „Bei mir merken die Leute, wie sie unter Druck stehen und das nicht ausleben können, was sie vom Inneren her in Wirklichkeit möchten“, erklärt sie. „Das habe ich gefunden und bin dankbar dafür, dass ich in dieser Richtung weitergemacht habe. Anders denken ist ein Prozess, über den man nicht sagen kann, wie lange er dauert. Das ist eine Entwicklung“, so das Statement der Aussteigerin in einem Zeitungsinterview für „Freies Wort“. Für Freunde und Gäste steht neben ihrer Jurte übrigens eine Kohte – als Gästezimmer sozusagen. Quelle: scouting...

Funkkontakt zur ISS

Nur 10 Minuten Zeit blieb den Mauremer Pfadis, um den Funkkontakt zur Raumstation ISS herzustellen, danach war diese wieder hinter dem Horizont verschwunden. Im Rahmen des „Astrocamps“ bei dem die Schweizer Pfadfinder verschiedene Themen rund um die Astronomie kennen lernen und praktisch bearbeiteten, bildete der Kontakt zu den echten Astronauten den öffentlichkeitswirksamen Höhepunkt. Gegen ihr Lampenfieber waren an die 20 ausgewählten Kinder im Alter zwischen 7 und 14 Jahren Sonnenblumen verteilt worden. Sie hatten Fragen an die Astronauten vorbereitet, natürlich auf englisch, von den jüngerern Kindern geschrieben in Lautschrift. Die erste war: „Häve you been ä scaut?“ Der belgische Astronaut Frank de Winne von der Europäischen Raumfahrtagentur (ESA) antwortete schnell und konzentriert. «Yes, and I’ve been, too, in a lot of scout camps.» Quelle: scouting...

DPSG warnt vor Spendenabzocke

Unter dem Vorwand, für die örtlichen Pfadfinder Geld zu sammeln, war in den Sommermonaten ein Unbekannter in Bergisch-Gladbach unterwegs. Als die ansässigen DPSGer davon erfuhren, sahen sie sich zu einer Warnung an die Bevölkerung gezwungen, denn das Geld sei niemals bei ihnen angekommen, von daher sei von einem Betrugsdelikt auszugehen. Außerdem schalteten sie die Polizei ein. Die echten Pfadfinder seien an ihrer Kluft zu erkennen, hieß es in ihrer Warnung. Quelle: scouting...