Palästinensische Pfadfinder erneut in der Kritik...

Gemäß einer Meldung der „Berliner Zeitung“ soll die Weltpfadfinderorganisation WOSM „Ermittlungen“ gegen ihre Mitgliedsorganisation aus Palästina aufgenommen haben. Hintergrund ist die Beschwerde einer israelischen Nichtregierungsorganisation, die palästinensischen Pfadfinder hätten eine ihrer Trainingseinheiten nach dem Attentäter Bahaa Aljan ( بهاء عليان) benannt. Dieser hatte  am 13. Oktober 2015 in einem Bus einen Messer-Angriff im Jerusalemer Stadtteil Armon HaNatziv verübt, bei dem drei Israelis getötet und er selbst erschossen worden war. Ein enger Angehöriger eines der Opfer forderte jetzt die Auflösung der palästinensischen Pfadfinderorganisation. WOSM distanzierte sich ausdrücklich von Terrorismus und teilte mit, die Vorwürfe zu prüfen. Es ist nicht das erste mal, dass palästinensische Pfadfinderorganisationen und dortige Jugendorganisationen, die pfadfinderähnliches Erscheinen an den Tag legen, scharf kritisiert werden. In der Vergangenheit wurden Vorwürfe erhoben, dass ihre Trainingslager militärischen Ausbildungscharakter hätten, es würde der Umgang mit Waffen geübt und gegen Israel gehetzt. Allerdings waren auch die Lager der israelischen Pfadfinder in der Vergangenheit nicht gänzlich frei von der Ausbildung an Waffen. Der Palästinensische Pfadfinder Verband „Palestinian Scout Organisation“, gegen den sich die Vorwürfe richten, ist seit 1996 eingeschränktes WOSM Mitglied (ohne Stimmrecht) und wurde erst im Februar diesen Jahres als stimmberechtigtes Vollmitglied aufgenommen. Damit erkannte WOSM indirekt den palästinensischen Staat als eben solches an – keine Selbstverständlichkeit. Nur 136 Mitgliedsstatten der Vereinten Nationen haben dies bislang getan, Deutschland ist nicht darunter. Auf der Homepage des kritisierten Verbandes Palestinian Scout Organisation wird derzeit direkt auf der Startseite auf folgende Meldung verlinkt. Die mangelnden Arabischkenntnisse der Scouting-Redaktion seien nachzusehen. In der Überschrift des Artikels wird Bahaa Aljan als „Pfadfinderführer“ bezeichnet, im Text selbst dann wiederholt als „Märtyrer“ bezeichnet. Auf dem dazugehörigen Foto tragen junge Pfadfinder eine mit der Fahne Palästinas bedeckte weiße Kiste, die einen Sarg darstellt, auf der zweifelsfrei neben Pfadfinderzeichen ein Porträt des Attentäters abgebildet ist. Im...

Dudelsäcke und palästinensische Pfadfinder...

In ihrem Videobeitrag berichtet die Pforzheimer Zeitung über die Proben der Dudelsack-Formationen der palästinensischen Pfadfinder in Ramallah. Die Dudelsäcke wurden in Palästina durch die Briten eingeführt, gehören heute aber ganz selbstverständlich zur Kultur der Palästinenser selbst, nicht nur der dortigen Pfadfinder. Quelle (mit Video): Pforzheimer Zeitung...

90 Pfadfinder aus aller Welt in Bensberg...

Bensberg, gelegen in der Nähe von Bergisch-Gladbach, ist wohl kaum bundesweit bekannt. Wären da nicht die Bensberger Pfadfinder vom Stamm Ommerborn der DPSG, die alle neun Jahre ein internationales Pfadfindertreffen organisiert. Mitte August fand turnusgemäß das „5. International Scout Meeting“ statt. Insgesamt 90 Teilnehmer, schwerpunktmäßig aus den Niederlanden, Südafrika und England waren der Einladung gefolgt, aber auch eine Gruppe aus der Partnerstadt Beit Jala in Palästina. „Amtlicher“ Höhepunkt des zweiwöchigen Aufenthaltes war der Empfang im Rathaus, wo sich die Besucher im Goldenen Buch der Stadt eintragen dürften. Die erste Woche verbrachten die Pfadfinder artgerecht in Zelten an der Steinbachtalsperre bei Euskirchen, wo man die Gelegenheit zum intensiven Austausch und Kennenlernen nutzte und das Freilichtmuseum Kommern besuchte. Daran schloss sich eine „Familienwoche“ in den Gastfamilien aus dem Stamm Ommerborn in Bensberg selbst mit vielen Ausflügen in die Umgebung an. Am 16. bzw. 17. August flogen die Gäste dann zurück in ihre Heimatländer. Und ganz sicher wissen diese jetzt auch, wo Bensberg liegt. Quelle: Kölner Stadt-Anzeiger 12.08.2014...

Messengers of Peace: Palästinensische Pfadfinder betreuen Pilger...

Das vor einem Jahr initiierte Projekt „Messengers of Peace“ (scouting 02-12) veröffentlichte erste konkrete Ergebnisse. Wie WOSM auf seiner Internetseite berichtete, haben im Rahmen des Programmes die Palästinensischen Pfadfinder mit 600 Teilnehmern im Laufe des Monats Ramadan (20 Juli bis 17-18 August) die Pilger an der Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem betreut. Sie koordinierten das Fastenbrechen und die Gebete, kühlten mit Wasser und bewahrten die Fastenden nach Möglichkeit vor Dehydration. Den Schwerpunkt bildete die Betreuung und Unterstützung der älteren, behinderten und kranken Besucher. „Messengers of Peace“ unterstützte die palästinensischen Pfadfinder hierfür bei ihrer Vorbereitung (z.B. durch Erste-Hilfe-Kurse), aber auch durch die Ausstattung mit einheitlichen T-Shirts, Broschüren und Promotionmaterial für die Pfadfinderidee. Die Al-Aqsa-Moschee in Jerusalem ist die drittwichtigste religiöse Stätte der Muslime. Nicht-Muslimen ist der Aufenthalt in der Al-Aqsa-Moschee nur mit Sondergenehmigung der Waqf-Administration gestattet. Quelle:...