Das Tragen von Messern gerät immer stärker in die Kritik...

Ein sechsjähriger amerikanischer Pfadfinder wurde für 45 Tage in eine Sonderschule eingewiesen, weil er zur Schule sein Campingbesteck mitgebracht hatte, um damit sein Essen in der Schulkantine zu sich zu nehmen. Das integrierte Klappmesser wurde jedoch ein Fall für die Disziplinarkommission seiner Grundschule. Null Toleranz bei Waffenbesitz, so die drakonische Lehre. Der öffentliche Druck gegen Waffen jeder Art bei Kindern und Jugendlichen macht jedoch auch vor Europa nicht halt. Der britische Pfadfinder-Verband rief vor kurzem dazu auf, Messer „nur dann mitzuführen, wenn sie wirklich benötigt werden“. Im „Scout Magazine“ waren die Richtlinien zum korrekten Umgang mit dem Schneidwerkzeug nachzulesen. Nur aus „religiösen Gründen“ dürfe ein Messer zur Uniform getragen werden und weiter: „Es ist wahrscheinlich das sicherste, wenn jede Art von Messer auch bei internen Treffen oder im Pfadfinderlager von niemandem herumgetragen wird.“ „Messer sind gefährlich. Man kann sich mit ihnen schneiden“, bemerkte daraufhin die „Times“ spitz. Der Britische Pfadfinderverband versteht die Kritik nicht und kontert: „Messer gehören bereits seit 1968 nicht mehr zur Uniform.“ Quelle: scouting...

Schweiz: Nur Pfadi dürfen Waffen tragen...

Ein Messer mit Sägezähnen gilt in der Schweiz als Waffe, wer damit erwischt wird, riskiert eine Anzeige. Ausnahme: der Pfadidolch. Er darf mitgeführt werden, aber nur im Zusammenhang mit den Pfadfindern. Es handelt sich hier um eine Ausnahmeregelung. Mit dem Dolch ausgerüstete Pfadfinder auf dem Weg zum wöchentlichen Treffen verstoßen also nicht gegen das Waffengesetz. Als Nachweis für den Einsatz des Dolches im Pfadfinderzusammenhang gilt das Tragen der Uniform, manche Pfadfinder legen auch einen inoffiziellen Pfadfinderausweis vor, auch das wird von der Polizei akzeptiert. Quelle: scouting...