Kölner Ausstellung „Jugend im Gleichschritt“...

In der Ausstellung „Jugend im Gleichschritt? Die Hitlerjugend zwischen Anspruch und Wirklichkeit“ im NS-Dokumentationszentrum Köln wird die Geschichte der HJ in breiter sozial- und jugendgeschichtlicher Rahmung mit regionalem Bezug auf Rheinland und Westfalen dargestellt. Die Ausstellung beeindruckt  durch material- und aspektreiche Darstellung. Das Dokumentationszentrum, eines der bundesweit besten lokal- und regionalgeschichtlichen Dokumentations-, Forschungs- und Bildungseinrichtungen zur NS-Geschichte, ist von Hauptbahnhof Köln sowohl zu Fuß, als auch mit öffentlichem Nahverkehr in ein paar Minuten zu erreichen. Für den Besuch werden 2-3 Stunden empfohlen. Die Ausstellung läuft noch bis zum 12. März ist ist täglich außer dienstags geöffnet. Nähere Informationen hierzu unter www.museenkoeln.de/ns-dokumentationszentrum Die gesamte Ausstellung steht dort zudem als Web-App zur Verfügung mit allen Texten, Bildern und Dokumenten sowie dem Inhalt der 15 Medienstationen. Bildquelle: NS-Dokumentationszentrum Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Anbändeleien zwischen HJ und Baden-Powell?...

Als die Nachrichtenagentur AFP und die Zeitungen „Welt“, „Süddeutsche“ und „Rheinische Post“ im März auf Grundlagen von offengelegten Geheimdienstakten des MI 5 die Information verbreiteten, dass der Gründer der Pfadfinder Baden-Powell im November 1937 den Nationalsozialisten und späteren Reichsaußenminister Joachim von Ribbentrop, der zu dem Zeitpunkt Botschafter in London war, traf, um mit diesem über eine engere Zusammenarbeit der Pfadfinderbewegung mit der Hitler-Jugend (HJ) zu sprechen, war die Aufregung nicht nur bei den deutschen Pfadfinder – Ringverbänden groß. Dem Treffen soll sich dann auch eines mit dem HJ-Führer Hartmann Lauterbacher angeschlossen haben. Dokumente, deren Echtheit jedoch noch zweifelhaft ist, sollen zudem belegen, dass Baden-Powell „dankbar“ für das Treffen mit den Männern gewesen sei. Auch zu einem Treffen mit Hitler persönlich sei er gemäß dieser Dokumente gegenüber aufgeschlossen gewesen, um zu einem „besseren Verständnis“ zwischen beiden Nationen beizutragen. Die Ringverbände reagierten schnell und wiesen die unterstellte Sympathie der damaligen Pfadfinder für die Hitlerjugend zurück. Zwar habe es mehrmalige Versuche durch die HJ-Führung gegeben, Kontakte zu der Pfadfinderorganisation herzustellen, diese seien aber an der Ablehnung der Pfadfinder und ihres Internationalen Büros gescheitert. Quelle: scouting...