Bericht vom Schmeckenbecher-Konzert...

Ich war vierzehn, mein Musikgeschmack war noch nicht klar definiert und so lieh ich mir in der Stadtbücherei querbeet Kassetten aus. Irgendwo zwischen den knalligen Covern von Madonna und Michael Jackson stieß ich auf die „Jiddischen Lieder“ von der Gruppe Zupfgeigenhansel. Ich war direkt nach dem ersten Anhören hingerissen. Es sollte die einzige Kassette bleiben, bei der ich die Frist zur Ausleihe mehrfach verlängerte und sie mir schließlich überspielte. Und im Rückblick , jetzt nach dem Konzert von Erich Schmeckenbecher, dem beizuwohnen ich die Freude hatte, wurde mir erst wirklich bewusst, dass nahezu jedes der Lieder in meiner 36jährigen „Pfadfinderkarriere“, die mir direkt beim ersten Hören gefielen und mich fesselten und nicht mehr aus dem Kopf gingen, einen direkten oder indirekten Bezug zu Erich Schmeckenbecher beziehungsweise dem Duo Zupfgeigenhansel (Erich Schmeckenbecher und Thomas Friz) aufwiesen. „Andre, die das Land so sehr nicht liebten“, „Der Krampenschlag“, „Trinklied vorm Abgang“, „An der Allee“… die Liste lässt sich fortsetzen, ganz zu schweigen von der Wiederbelebung so manchen Volksliedes.  Die Freie Jugendherberge Schloss Martinfeld, deren Trägerverein aus Angehörigen insbesondere der Pfadfinderbewegung besteht, hatte den Konzertabend ausgerichtet. Um die 80 Personen waren der Einladung gefolgt, sehr viel mehr passen auch nicht in den dortigen Gewölbekeller. Dieser war dann auch Grund für einen besonders stimmungsvollen Abend, denn die hohe Luftfeuchtigkeit und schlagartig ansteigende Temperatur machten es den Gitarren schwer; zugegebenermaßen ist andererseits der Klang in diesem Gewölbe besonders gut. Was soll ich nur sagen, ich war mit dem Anschlagen der ersten Seite  sofort gebannt und schwer sentimental, lag vielleicht auch daran, dass Erich Schmeckenbecher mit einer Neuvertonung von „An der Allee“ startete. Der Schwerpunkt des Abends lag jedoch bei seinen neueren Liedern, die hier rein mit Gitarre begleitet dem ein oder anderen Puristiker besser gefallen haben könnten, als auf seinen...

„Zupfgeigenhansel“ Erich Schmeckenbecher in Martinfeld...

Eine Mitteilung von Brutus: „Die freie Jugendherberge Schloss Martinfeld veranstaltet am 23. September 2017 um 20 Uhr im Gewölbekeller der Jugendherberge in Martinfeld ein Konzert mit dem „Zupfgeigenhansel“. Herbergsvater Jens Schrader lädt alle ein, die Freude an exzellenter Musik haben. Im Anschluss an das Konzert wird es eine überbündische Singerunde geben. Erich Schmeckenbecher hat sich schon vor knapp 4 Jahrzehnten als Teil des Duos Zupfgeigenhansel ein kantig scharfes Profil erworben. Ein Künstler, der immer wieder für Überraschungen sorgt, ein Künstler, der sich kontinuierlich in all den Jahren weiterentwickelt hat. Ein Schwergewicht in der Folk- und Liedermacherszene und Legende zugleich. Sein brandneues Album „Der Vogel Sehnsucht“ zum Thema Romantik wird diesem Ruf mehr als gerecht. Seine Melodien und Lieder, seine Vertonungen historischerTexte, sind legendär, werden bis heute „gecovered“ und gesungen und finden sich in zahllosen Liederbüchern. „Romantik ist kein abgeschlossenes Sammelgebiet. Sie lebt. Und wie! Das kann man zum Beispiel bemerken, wenn man dem „Zupfgeigenhansel” Erich Schmeckenbecher zuhört. Hier ist Romantik frisch auf Fahrt.“   Rüdiger Safranski Karten für dieses Konzerterlebnis gibt es für 14 Euro in der Jugendherberge in Martinfeld (036082/90834, info@schloss-martinfeld.de).“ Bildnachweis: Hubert Minsch, Wikipedia Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...