Zweite Auflage „Wir pfeifen auf den ganzen Schwindel“

Am 5. Januar wäre Berry Westenburger 100 Jahre alt geworden. Anlass genug, noch einmal das Buch seiner Lebensgeschichte zur Hand zu nehmen und eine zweite Auflage auf den Weg zu bringen.
Zunächst war Berry Mitglied eines bundesunmittelbaren Fähnleins des Nerother Wandervogels. Dann, nach dem Verbot sämtlicher Jugendorganisationen außer der Hitlerjugend 1933, gründeten etwa 20 Jugendliche, die sich der Hitlerjugend (HJ) nicht anschließen wollten, die »autonome Jungenschaft Frankfurt«. Sie machten Fahrten und veranstalteten gemeinsam Sing- und Leseabende. Dabei verfolgten sie keine politischen Ziele. Dennoch gerieten sie immer wieder in handgreifliche Auseinandersetzungen mit der HJ, die einen eigenen Streifendienst eingerichtet hatte. 1938 wurden sie entdeckt und landeten in Gestapohaft. Berry blieb unter Beobachtung. Erst nach dem Ende des Krieges erfuhr er, dass seine Mutter im KZ Auschwitz ermordet worden war.

Die Jugendbewegung war für ihn Halt und Lebensausrichtung. Mit der Herausgabe dieses Buches im Jahr 2008 widmete er sich vor allem seiner Berufung, Zeugnis über die Nazi-Zeit abzulegen. Noch in hohem Alter berichtete er vor allem Jugendgruppen über seine leidvollen Erfahrungen. Seine reflektierten, lebendig geschilderten Berichte zeugen von seiner Wahrhaftigkeit und aufrechten Haltung in dieser unseligen Zeit.

Gerade deswegen ist er uns heute ein würdiges Vorbild, auch als Mahner gegen Antisemitismus und Unmenschlichkeit.

Autor: Herbert Westenburger
ISBN 978-3-88778-327-3
304 Seiten
Format: 18×25
Sprache: deutsch
Auflage / Hardcover
Erscheinungstermin: März 2020
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