Natürliche Feinde der Pfadfinder…...

Wie die meisten Lebewesen haben auch Pfadfinder natürliche Feinde. Manche denken dabei vielleicht an Jagdpächter, aber hier soll die Rede sein vom gefährlichsten aller Kleinsttiere: Der Zecke. Und wie man sie wieder los wird. Denn Pfadfinder laufen im allgemeinen nicht mit Zeckenhalsbändern durchs Unterholz, dafür aber gern in luftiger Kleidung (Abbildung ähnlich). Und Zecken übertragen Krankheiten. Einen „frischen“ Zeckenbiss erkennt man an einem 1-2 Millimeter großen, schwarzen Punkt, der über Beine verfügt und sich in der Haut festgebissen hat. Bisweilen liegt bereits eine Hautrötung vor und es juckt ein wenig. Zecken entfernt man möglichst bald, gern binnen 24 Stunden. Das reduziert die Infektionsgefahr erheblich! Deshalb nach entsprechenden Aktivitäten im Freien stets gründlich auf Zecken untersuchen („im Freien“ bezieht sich auf die Aktivitäten, nicht das Untersuchen!). Gegenseitiges Absuchen könnte in Intimzonen erhebliche Missverständnisse hervorrufen. Deshalb lieber unterlassen. Die Zecken sitzen gern (aber nicht nur) an der Lende, in Arm- und Kniekehlen. Bevor sie da gelandet sind, saßen sie vorrangig im hohen Gras oder im Farn. Keinesfalls darf die Zecke mit Öl o.ä. zum Ersticken gebracht werden, da dann das Risiko einer Infektion deutlich steigt. Zecken werden mit einer Pinzette oder Zeckenzange (Könner schaffen es auch mit den Fingernägeln) direkt über der Haut gefasst und ohne Drehung (sie haben kein Gewinde) herausgezogen. „Frische“ Zecken erkennt man daran, dass diese beim „zukneifen“ mit der Zange das vorderste Beinpaar sichtlich abspreizen. Ihre Entfernung ist leichter, als bei da-schon-länger-saugenden Exemplaren. Sollte beim Entfernen der Kopf der Zecke abreißen und in der Wunde verbleiben, so ist dies hinsichtlich einer Borreliose – oder FSME-Infektion völlig egal, da diese Infektionen im wesentlichen nicht vom Kopf der Zecken ausgehen (sondern vom Magen). Also einfach drin lassen, nicht in der Wunde herumbohren. Wunde desinfizieren und Stelle des Zeckenstiches markieren. Die Zecke zerdrückt man nach...

Landarztpraxis im Pfadfinderlager...

Unter der Überschrift „Landarztpraxis im Pfadfinderlager“ berichtete eine Ärztezeitung über das Bundeslager des BdP ganz aus ärztlicher Sicht. Denn in so einem Pfadfinderlager mit mehr als 4000 Pfadfindern kann schließlich viel passieren. Jedoch hätte es diesmal weniger Verletzungen als noch vor vier Jahren gegeben, resümierte der Lagerarzt. Beim letzten Bundeslager musste er sich während der zehn Tage mit seinen Kollegen um mehr als 900 Patienten kümmern. „Es gab die üblichen Schnittwunden, Anaphylaxie, Zeckenbisse, Polytrauma, Herzinfarktverdacht, alles dabei“, erzählt er im Gespräch mit der „Ärzte Zeitung“.  Im Vorfeld hatte es Bedenken aus seuchenhygienischer Sicht hinsichtlich der Schweinegrippe gegeben, die für den Notfall angeschafften Vorräte an Mundschutz seien jedoch nicht benötigt worden. Quelle: scouting...