„Holz war ein Ausschlusskriterium“...

Erster Teil des Interviews mit Yanni, Yann-Aretin Eggert, Mitglied des Brigantine Falado von Rhodos e.V. und Mitinitiator der jetzt laufenden Crowdfunding-Kampagne für den Erwerb des Segelschoners „Whydah“. Den zweiten Teil des Interviews findet ihr hier. Scouting: Vor etwas über einem Jahr ist die Falado unwiederbringlich gesunken. Inzwischen läuft für den Erwerb der „Whydah“ durch den Brigantine Falado von Rhodos e.V. eine Crowdfunding-Kampagne auf startnext.de. Wie seid ihr auf die Whydah aufmerksam geworden? Yanni: Zunächst haben wir uns gemeinsam Gedanken darüber gemacht, welche Anforderungen das neue Schiff erfüllen sollte. So gab es den Beschluss, dass der Rumpf aus Stahl sein soll. Auch Traditionssegler (echte alte Schiffe) schieden aus, weil diese einen erheblichen Erhaltungsaufwand haben. Natürlich musste auch die Größe stimmen, der Pflegezustand und nicht zuletzt ein hoher Sicherheitsstandard vorhanden sein. Denn wir wollen ja schließlich mit dem neuen Schiff noch viele Jahrzehnte zu See fahren. Aber zurück zur eigentlichen Frage. Für Segelschiffe gibt es einschlägige Verkaufswege, sowohl über Anzeigen in Fachzeitschriften, als auch über Internetplattformen. Da haben wir uns umgesehen und die Anzahl der in Frage kommenden Angebote hielt sich, nicht zuletzt wegen unserer Ausschlusskriterien letztlich in engen Grenzen. Scouting: Welche Schiffe kamen also in die engere Wahl und wodurch unterschieden sie sich? Yanni: In die engere Wahl kamen die St. Helena (liegt derzeit in Norditalien) und die Whydah (Bristol, England). Die St. Helena hat ein klassisches Erscheinungsbild für eine Segelyacht, ist etwas größer als die Falado, aber bereits 40 Jahre alt, und dafür recht teuer. Die Whydah ist etwas kürzer als die Falado, aber erst 14 Jahre alt und aus erster Hand. Baulich spricht die Whydah uns emotional sofort an, so wie man sich halt ein Segelschiff der bündischen Jugend vorstellt. Es handelt sich bei ihr um den Nachbau der Gewinneryacht des ersten America‘s...