An Fred Joseph erinnert nun auch ein Denkmal...

Fred Joseph entstammte einer christlich- jüdischen Mischehe. Er besuchte in Würzburg die Volksschule und das Realgymnasium, wo er 1930 das Abitur ablegte und anschließend als Praktikant und Assistent in der Adler-Apotheke von Max Mandelbaum arbeite, woran sich ein Pharmaziestudium an der Universität Würzburg anschloss. Ende 1934 trat er in die Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), Bezirk St. Kilian, Würzburg, ein. Schon 1935 wurde er Vorsitzender (Stammesfeldmeister) des Pfadfinderstammes Eiseneck der Dompfarrei, der damals 45-50 Mitglieder zwischen 14 und 18 Jahren zählte. Er führte als Gruppenleiter mit seinen Gruppenkindern Lager, Geländespiele, sportliche Veranstaltungen wie Klettern und Fahrten durch, die ihn nach Finnland und auf Main und Rhein bis Holland führten. Die illegalen Treffen und das verbotene Engagement führten zu mehreren Verhaftungen durch die Gestapo, den Verlust der Anstellung und die Verweigerung der Approbation. Als er 1937 nach Pforzheim zog, gründete er auch dort eine Pfadfindergruppe. Trotz massiven Konflikts mit dem dortigen Pfarrer setzte er die Pfadfinderarbeit fort, veranstaltete Lager und Fahrten und hielt Kontakt zu anderen Pfadfindern. Im Sommer 1940 wurde er bei einer Fahrt in Bayern von der Gendarmerie entdeckt. Den Fahrtteilnehmern konnte jedoch nicht nachgewiesen werden, dass sie als Pfadfinder unterwegs waren. Im Juli 1941 wurde jedoch einer seiner Rundbriefe gefunden und Fred denunziert. Ab Ende Oktober 1941 war er nach Gestapo-Ermittlungen in „Schutz-“ und Untersuchungshaft. Im Januar 1942 wurde er vom Sondergericht Mannheim zu einem Jahr Gefängnis verurteilt, weil er „einen Zusammenschluss von Jugendlichen mit den Zielen der … DPSG durch Verbreitung von Rundbriefen, Veranstaltung von Zusammenkünften und Ausflügen, Beschaffung von Geräten und mündlicher Beeinflussung der Jugendlichen aufrecht erhalten und gefördert“ habe. Ende Oktober 1942 kam er frei. Er besuchte zwei Wochen darauf Pfadfinderfreunde in Würzburg. Dort wurde er am 13.11.1942 wieder verhaftet und im Dezember 1942 mit einem Sammeltransport deutscher Juden...

Vereinsmeier 2010

Was haben ein Bier und die Würzburger Pfadfinder des DPB gemeinsam? Richtig, das Engagement. Die Brauerei des Würzburger Hofbräus hat den „Vereinsmeier 2010“ ausgerufen und stellt insgesamt 30000 € an Preisgeld für die Vereine mit der höchsten Zustimmung beim Internet-Voting zur Verfügung. Mit dabei eben auch die Gruppen des Deutschen Pfadfinderbundes, die mit eine Film über ihre Fahrten und das im Vergleich dazu doch etwas triste Heim berichten. Derzeit auf Platz vier der Kategorie Brauchtum. Wir wünschen viel Erfolg! www.wuerzburger-hofbraeu-vereinsmeier.de Quelle: scouting...

Deutsches Pfadfindermuseum

Im Mai wurde in Würzburg der Verein Deutsches Pfadfindermuseum e.V. mit Sitz in Baunach gegründet. Die Gründungsmitglieder bestehen aus Vertretern des Fördervereines St. Georg e.V. Baunach, der Pfadfinder-Geschichtswerkstatt und der Sammlergemeinschaft der Pfadfinderinnen und Pfadfinder. Zweck des Vereines ist die Unterhaltung und der Ausbau des Deutschen Pfadfindermuseums, die wissenschaftliche Dokumentation und Forschung, die Finanzierung von Wanderausstellungen sowie der Aufbau einer Stiftung. Zur namentlichen Abgrenzung des neuen Vereines verkürzt die Vereinigung Deutsches Pfadfindermuseum e.V. – Pfadfinder-Geschichtswerkstatt ihren Namen auf „Pfadfinder-Geschichtswerkstatt“ (PGW). Quelle: scouting...