WOSM: 300 Vertreter tafelten mit König Carl Gustaf von Schweden in Berlin...

König Carl-Gustaf von Schweden ist Ehrenvorsitzender des Weltverbandes der Pfadfinder (WOSM). Und dieser traf sich gemäß eines Berichtes zu seiner diesjährigen Jahresversammlung in der vergangenen Woche in Berlin. So richtig viele Infos drangen davon bislang nicht an die Allgemeinheit (es lebe fundierte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) und so begrenzen sich die recherchierbaren Veröffentlichungen in der Presse bislang auf einen einzigen Artikel in der BZ, der von „Berliner Kartoffelsuppe, Königsberger Klopse in Champagner-Rahm, mit Mini-Rote-Bete, Beelitzer Spargel und Zanderfilet, Rote Grütze mit Vanillesoße“ und von durch einen Künstler vorgetragene Lieder „aus den Goldenen 1920ern und den1930er-Jahren“ zu berichten weiß. Garniert wird der BZ-Artikel von unscharfen Bildern, welche deutlich zeigen, dass der Journalist wohl kaum, wie im Artikel behauptet, „mit feierte“, sondern aus dem Hintergrund agierte.   „Zu der englischen Variante von „Wochenend und Sonnenschein“ von den Comedian Harmonists gab’s bei den Gästen kein Halten mehr, alle sangen mit.“ Das ist fein. Was soll man denn auch als Pfadfinder bei so einer Gelegenheit groß eine Pressemitteilung herausgeben, in welcher über Sinn und Zweck gesprochen wird oder auch richtige Pressevertreter zum Essen (und Gespräch) einladen, von denen man aus der Vergangenheit weiß, dass sie mit dem Thema Pfadfinder umzugehen wissen. Aber was will man machen, die letzte Pressemitteilung der rdp („pfadfinden-in-deutschland.de) stammt aus Februar 2015. Schade! Quelle: BZ 23.04.2017 Bild: World Scout Organisation...

Palästinensische Pfadfinder erneut in der Kritik...

Gemäß einer Meldung der „Berliner Zeitung“ soll die Weltpfadfinderorganisation WOSM „Ermittlungen“ gegen ihre Mitgliedsorganisation aus Palästina aufgenommen haben. Hintergrund ist die Beschwerde einer israelischen Nichtregierungsorganisation, die palästinensischen Pfadfinder hätten eine ihrer Trainingseinheiten nach dem Attentäter Bahaa Aljan ( بهاء عليان) benannt. Dieser hatte  am 13. Oktober 2015 in einem Bus einen Messer-Angriff im Jerusalemer Stadtteil Armon HaNatziv verübt, bei dem drei Israelis getötet und er selbst erschossen worden war. Ein enger Angehöriger eines der Opfer forderte jetzt die Auflösung der palästinensischen Pfadfinderorganisation. WOSM distanzierte sich ausdrücklich von Terrorismus und teilte mit, die Vorwürfe zu prüfen. Es ist nicht das erste mal, dass palästinensische Pfadfinderorganisationen und dortige Jugendorganisationen, die pfadfinderähnliches Erscheinen an den Tag legen, scharf kritisiert werden. In der Vergangenheit wurden Vorwürfe erhoben, dass ihre Trainingslager militärischen Ausbildungscharakter hätten, es würde der Umgang mit Waffen geübt und gegen Israel gehetzt. Allerdings waren auch die Lager der israelischen Pfadfinder in der Vergangenheit nicht gänzlich frei von der Ausbildung an Waffen. Der Palästinensische Pfadfinder Verband „Palestinian Scout Organisation“, gegen den sich die Vorwürfe richten, ist seit 1996 eingeschränktes WOSM Mitglied (ohne Stimmrecht) und wurde erst im Februar diesen Jahres als stimmberechtigtes Vollmitglied aufgenommen. Damit erkannte WOSM indirekt den palästinensischen Staat als eben solches an – keine Selbstverständlichkeit. Nur 136 Mitgliedsstatten der Vereinten Nationen haben dies bislang getan, Deutschland ist nicht darunter. Auf der Homepage des kritisierten Verbandes Palestinian Scout Organisation wird derzeit direkt auf der Startseite auf folgende Meldung verlinkt. Die mangelnden Arabischkenntnisse der Scouting-Redaktion seien nachzusehen. In der Überschrift des Artikels wird Bahaa Aljan als „Pfadfinderführer“ bezeichnet, im Text selbst dann wiederholt als „Märtyrer“ bezeichnet. Auf dem dazugehörigen Foto tragen junge Pfadfinder eine mit der Fahne Palästinas bedeckte weiße Kiste, die einen Sarg darstellt, auf der zweifelsfrei neben Pfadfinderzeichen ein Porträt des Attentäters abgebildet ist. Im...

#wsj2015 Closing ceremony

Am letzten Abend des Jamborees, dem 7.8.2015, fand in der Dämmerung die closing ceremony in der Arena statt. Mit vielen Gastredner, die das Jamboree emotional und mit Nachdruck ausklingen ließen. Zwei musikalische Einlagen waren auch dabei. Eine musikalische Einlage passte nicht ganz ins gesamt Bild des Jamborees, auch wenn sie von der Qualität gut war. Dies minderte aber nicht den Gesamteindruck des 23. World Scout Jamborees 2015 in Japan, das mit einem sehr schönem Programm, netten Leuten und einer durchwegs positiven Atmosphäre glänzen konnte. Camp Chief Takayasu Okushima verabschiedete die Teilnehmer mit einem Feuerwerk. Bei der Schlusszeremonie wurde auch die exakte Teilnehmerzahl mit 33.838 Pfadfinderinnen und Pfadfindern aus 152 Ländern der Erde. Dieses Jamboree wird ohne Frage den Teilnehmern für immer in Erinnerung bleiben. (scouting...

Global Development Village

Am 31.07.2015 fand auf dem World Scout Jamboree 2015 in Japan das Global Development Village statt, bei dem man über die globale Entwicklung mit Berücksichtigung der Vor- und Nachteile nach verschiedenen Ländern, Geschlecht oder Personengruppen etc. lernen konnte. In einer Station, dem Trade Game, musste man mit dem Material das zur Verfügung stand verschiedene Sachen produzieren und versuchen am Ende am meisten Geld zu bekommen. Dabei hatten alle Gruppen andere Ausgangssituationen (z.B. keine Schere zum Schneiden oder zwei Lineale um schneller zu arbeiten). Diese Station diente dem Zweck den Teilnehmern die verschiedenen Nachteile in den Entwicklungsländern auf zu zeigen. Das World Scout Jamboree ist die größte Veranstaltung der World Scout Organization und durch die Internationalität einer der besten Friedensbotschafter...

Was bedeutet Jamboree?

#wsj2015 Das Wort „Jamboree“ wurde von Baden-Powell eingeführt und stammt wahrscheinlich aus der Indianersprache und bedeutet wörtlich übersetzt etwa „friedliches Treffen aller Stämme“. Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinder, wollte im Sommer 1920 Pfadfinder aus ganz Großbritannien zum „ersten Jamboree“ versammeln. Zu seiner Überraschung folgten dieser Einladung aber auch Pfadfinder aus vielen europäischen Ländern und sogar von Übersee. Seither findet grundsätzlich alle 4 Jahre ein Jamboree statt (1995 Holland, 1999 Chile, 2003 Thailand, 2007 England, 2011 in Schweden). In der Vergangenheit fielen durch geschichtliche Ereignisse aber einige Jamborees aus – zum Beispiel das geplante Jamboree im Iran im Jahr 1979. Jamborees werden im Auftrag von WOSM – der World Organization of the Scout Movement – veranstaltet. Beim World Scout Jamboree treffen sich also zehntausende Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus der ganzen Welt zu einem Lager, in dem sie 12 Tage lang gemeinsam Abenteuer erleben, unvergessliche Erlebnisse sammeln und internationale Freundschaft pflegen. Das 21. World Scout Jamboree fand im Sommer 2007 statt und war ein Teil der Feierlichkeiten des 100-Jahr-Jubiläums der Pfadfinderbewegung. Das Jamboree wurde vom 27. Juli bis 8. August in Hylands Park, Chelmsford, Essex abgehalten. Der Lagerplatz in England wurde aufgrund seiner Nähe zum Ort des ersten Pfadfinderlagers (1907 auf Brownsea Island nahe Poole) und dem Weltpfadfinderzentrum Gilwell Park in London...