Westernohe 2014 und die Superlativen...

„4000 Pfadfinder rocken Westernohe“ – so lautete der Titel des Artikels auf news02elf/Düsseldorfer Abendblatt, welches dann ausführlich über das „größte Pfadfinder-Zeltlager Deutschlands“ berichtete. Freundlicherweise im O-Ton der entsprechenden Mitteilung der DPSG. Die größte Pfadfinderorganisation ist hingegen nicht etwa die den Trubel in Westernohe veranstaltende DPSG, wie man nun meinen könnte, sondern, wie die Ostthüringer Zeitung zu vermelden wusste,  international betrachtet die Royal Rangers. Ach?Zeit für ein paar Fakten: Mit hierzulande immerhin 15.000 Mitgliedern glänzen die Royal Rangers. Die DPSG hingegen 95.000. Weltweit haben die Royal Rangers zwar 250.000 Mitglieder, aber WOSM kommt auf 36.000.000 und die WAGGGS auf 10.000.000. Das hat jeweils sechs Nullen. Erstaunlich hingegen: In Westernohe rocken „nur“ 4000, während beim diesjährigen Zeltlager der Royal Rangers 14.000 erwartet werden. Braucht es denn wirklich immer Superlativen, um bis in die Zeitung zu kommen? Übertreiben die Pfadfinder, wenn es um die Einschätzung der Bedeutung ihrer Veranstaltung oder ihres Bundes geht, oder erfinden die Reporter frei Schnauze etwas dazu? Der Leser jedenfalls muss denken: Och, 15.000 Mitglieder reichen offensichtlich, um die weltweit größte Pfadfinderorganisation zu sein. (Übrigens wäre es mir neu, dass sich die Royal Rangers international als Pfadfinderorganisation wahrnehmen). Und 4000 Teilnehmer reichen offensichtlich, um deutschlandweit das größte Pfadfinderlager auf die Beine zu stellen. Dabei sind 4000 Personen für ein Bundes/Verbandszeltlager nicht sonderlich viel, es sei denn, man hätte nur 5000 Mitglieder. Aber die Vorstellung, alle DPSGer kämmen tatsächlich auf einmal in Westernohe zusammen – da bräche die Logistik ja schon im Vorfeld zusammen. Und da die Pfingststreffen in Westernohe nicht gerade für ihre Traurigkeit und Besinnlichkeit bekannt sind und eher mit einem Festival verglichen werden könnten, kann man auch froh sein, dass die Royal Rangers ihrerseits weniger zum „rocken“ neigen. Denn das bei denen durchaus einmal 14.000 Personen zum Bundeslager beisammenkommen (wie die...

DPSG gewinnt Wette

Die Roverinnen und Rover der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) haben ihre Wette mit der deutschen Wirtschaft um zusätzliche Ausbildungsplätze gewonnen. Sie schafften es, im Rahmen der bundesweiten Aktion „RBU 2008“ von Mai bis Oktober, über 101 soziale oder karitative Projekte auf die Beine zu stellen. Der Wetteinsatz von sechs Unternehmen waren dabei fast 40 neue und zusätzliche Ausbildungsplätze. Beim Abschlusswochenende „chill out“ in Westernohe konnten die mehr als 1300 Teilnehmer nun ihren Erfolg feiern. Die Aktion stand unter der Schirmherrschaft des Bundesministers für Arbeit und Soziales, Olaf Scholz. Quelle: scouting...

Meuterei in Westernohe

Vom 30. Juli bis zum 3. August bevölkerten 3000 Wölflinge und ihre Leiter aus dem gesamten Bundesgebiet das DPSG-Zentrum in Westernohe im Westerwald. Unter dem Motto „Meuterei 2008“ ging es um Themen wie Umweltschutz, Kinderrechte und eine gerechte Welt für alle Menschen. Quelle: scouting...

Treffpunkt Westernohe „100 Jahre Pfadfinderbewegung“...

Bei „durchwachsenem“ Wetter begangen rund 500 ehemalige und aktive Pfadfinderinnen und Pfadfinder – überwiegend aus der DPSG – diesen Tag, der von den Freunden und Förderern der DPSG, Bundesverband, ausgerichtet wurde. Die komplette Bundesleitung war anwesend, was die Bedeutung des Treffens unterstrich. Die Moderation hatte Stephan Jentgens, selbst ehemaliger Bundesvorsitzender, übernommen. Zahlreiche Redner würdigten die Verdienste der Pfadfinder in ehrenamtlicher Tätigkeit für die Gesellschaft und die Kirche. Unter den Festrednern waren Karl – Peter Bruch, Innenminister und stellvertretender Ministerpräsident von Rheinland – Pfalz,  Tony Markmiller, der Vorsitzender der Freunde und Förderer in der DPSG, sowie Dr. Baldur Hermans, Generalsekretär der Internationalen Katholischen Konferenz des Pfadfindertums (IKKP), früher CICS.Dr. Baldur Hermans führte aus: „Die katholische Kirche hatte schon früh ein großes Interesse an der Gründung dieser neuen katholischen Jugendbewegung, ja überhaupt an der Jugendbewegung. Es ist ja bekannt, daß die Päpste sich seit den 20er Jahren öffentlich äußern zu den Pfadfindern und ihnen sagen, was sie an Wertschätzung haben, was sie an Wertvollem in der Erziehung sehen, aber natürlich in der Hoffnung, daß das auch eine Bewegung ist, die Kirche lebendig macht und die junge Menschen zu christlichen Menschen erzieht.“  Aber in Hinblick auf die Entwicklung der DPSG merkte er auch an:„Wo vor 30, 40 Jahren ein Leben im Verband war, sieht es heute recht dürftig aus. Es hat keinen Zweck, bei einem Jubiläum nur die schönen Seiten zu zeigen, sondern man muß auch das nennen, weil sich daraus auch die Perspektiven einer künftigen Arbeit ergeben, und es auch so ist, daß wir als nationaler Verband DPSG eine Mission haben gegenüber anderen, wenn wir den Aspekt, neben Pfadfinder sein auch Kirche sein, ernst nehmen.“ Musikalisch unterstützt wurde der Treffpunkt durch die aus dem Diözesanverband Essen stammende Band „Blue Brotherhood“ unter der Leitung von Meinrad Rupieper....