Privater Griff in die Kasse?

Außerordentliche Mitgliederversammlung der DPSG Schermbeck. Der ehemaligen Vorsitzenden wird vorgeworfen, sich widerrechtlich Geld für private Zwecke aus der Kasse der Gruppe „entliehen“ zu haben und dieses über gefälschte Belege versucht zu haben, zu verschleiern. Die Rede ist von einem höheren vierstelligen Betrag. Der Stamm erstattete Anzeige. Aufgefallen waren nicht nachvollziehbare Belege bei der Prüfung im Rahmen der Amtsübergabe an einen Nachfolger. Um für die Zukunft ähnliches zu verhindern, wurde jetzt bereits ein Finanzvorstand außerhalb der eigentlichen Stammesführung mit gegenseitiger Unterlageneinsicht eingeführt. Ein neuer Vorstand wurde gewählt. Bild: Der bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung neu gewählte Vorstand. Quelle: Schermbeck Online 21.05.2019 Hinweis der Redaktion: Leider sind solche Ereignisse nicht selten, gemeinhin geschieht dies in unterschiedlicher Schwere in jedem Verein früher oder später einmal. Vorbeugung bietet das Vier-Augen-System. Dies kann unterjährig zusätzlich zu jährlichen Kassenprüfungen auch den Zeitraum bis zur Entdeckung verkleinern und abschreckend wirken. Manche Banken bieten auch beim Online-Banking die Möglichkeit zum Vier-Augen-System, indem Überweisungen zuerst von einer zweiten Person freigegeben werden müssen, ehe sie erfolgen können. Nicht immer liegt eine kriminelle Absicht zugrunde, bisweilen handelt es sich schlicht um Überforderung bei der zeitnahen Abrechnung von Bargeldbeständen in der Kasse und „gemeinsamen“ Portemonaie von Privatgeldern und...

Griff in die Kasse: 80.000 € futsch...

Sein Verdienst als Teilzeit-Geschäftsführer des VCP Hamburg reichte ihm offenbar nicht aus. Um seine Auto-Leasing-Raten, seine Hochzeit und Einkäufe finanzieren zu können, verschob Lars H. im Laufe von nur drei Jahren bis 2013 insgesamt 80.000 € auf sein Privatkonto. Dabei war er so geschickt vorgegangen, dass auch die regelmäßigen Kassenprüfungen keine Auffälligkeiten ergaben. Gestellt hatte sich der 41jährige schließlich selbst, nachdem sein Versuch, das Geld zurückzuerstatten, ohne dass es jemand bemerkt, gescheitert war. Das Gericht verurteilte ihn nun zu zwei Jahren auf Bewährung. Mit Hilfe eines Rückzahlungsplanes möchte Lars H. das Geld nun in den nächsten Jahren an den VCP zurückerstatten, 20.000 € seien bereits getilgt. Für solche Fälle bedarf es nur zweier Dinge: Vorhandenes Vermögen und Gelegenheit. Im Gegensatz zur Intelligenz ist Geld nämlich etwas, von dem jeder meint, nicht genug zu haben. Eine „Und“- statt eines sogenannten „Oder“-Kontos bei der Bank, bei dem zu jeder Überweisung die Kontrolle von mindestens vier Augen notwendig zur Freigabe ist, kann helfen. Aber diese Vorsichtsmaßnahme wird aus reiner Bequemlichkeit immer erst dann ergriffen, wenn es zu spät ist, vorher wird gerne von Vertrauen gesprochen, ohne dass tatsächlich ein so enges persönliches Verhältnis zum Kassenwart gepflegt wird, dass es auffallen würde, wenn dieser sich plötzlich Dinge leisten kann, die sein Gehalt nicht hergibt. Quelle: Hamburger Abendblatt...

Missbrauchsvorwürfe: Ako-Pro schreibt 1140 Ex-Pfadfinder an...

Im Januar 2010 wurden erstmals Vorwürfe wegen sexuellen Missbrauchs oder sexueller Übergriffe gegen Kinder und Jugendliche am Aloisiuskolleg (Ako) in Bonn geäußert. Seither reißen die Skandalnachrichten kaum noch ab. Richteten die sich bisher bekannten Vorwürfe gegen mehrere Mitglieder des Jesuitenordens und einige Mitarbeiter des Aloisiuskollegs, so haben sich nun Hinweise ergeben, dass auch der bis Dezember 2010 unter dem Dach des Ako-pro-Seminars firmierende Pfadfinderbereich betroffen sein könnte. Der neu aufgestellte Verein Ako-pro-Seminar hat sich angesichts des Skandals um seine ehemalige Leitung zu einem offensiven Aufklärungsschritt entschieden: Er schrieb, wie von mutmaßlichen Missbrauchsopfern gefordert, 1140 ermittelte ehemalige Pfadfinder mit einem Hilfsangebot direkt an. Der langjährige Vorstand des Ako-Pro-Seminars soll laut Bericht des städtischen Rechnungsprüfungsamtes (RPA) zudem Fördergelder im sechsstelligen Bereich zu Unrecht kassiert und bis zu 60.000 Euro Spendengelder veruntreut haben. So seien Freizeitangebote abgerechnet worden, die nicht stattfanden, zusätzliche Personen in Teilnehmerlisten geschwindelt worden und Quittungen gefälscht worden. Ende Dezember 2010 trennten sich Schule und Verein aufgrund der Vorwürfe von ihm. Die bisherige Pfadfinderarbeit des Ako-pro-Seminars wird seit Dezember 2010 von dem Verein „Scouting Bonn“ (www.scouting-bonn.de) fortgeführt. Der 53-jährige ehemalige Leiter wies alle Vorwürfe zurück. Quelle: scouting...

Kulturinitiative: Kassenwart macht sich mit Geld davon...

Nachdem sich der Kassenwart inklusive der Kasse abgesetzt hat, befindet sich die Kulturinitiative in einer schwierigen Situation. Spenden sind jetzt besonders willkommen. www.kulturinitiative-lebendig-leben.de Quelle: scouting 02-08