Pfadfinder in Gefahr als Übung

Eine schwere Unwetterlage wurde vom Krisenstab der Feuerwehr im Kreis Kleve und verschiedener weiterer Hilfsorganisationen im Rahmen einer Stabsrahmenübung behandelt. Das Szenario sah vor, dass just zum Zeitpunkt eines sich von den Niederlanden her nähernden Gewitterfront überall im Kreis größere Veranstaltungen stattfinden: Festival in Weeze, Kirmes in Kleve, Pferdeleistungsschau in Issum, Stadtfest in Straelen und ein Zeltlager der Pfadfinder in Rheurdt. Zusätzlich auch noch eine Schiffskollision auf dem Rhein bei Emmerich, wobei Giftstoffe in den Strom sickern. Wie gehen die Rettungskräfte vor?Als erstes werden die Gemeinden, in denen die Veranstaltungen stattfinden, über die Gefahr informiert, um die Warnung an die Organisatoren der Veranstaltungen weiter zu geben.  Kreisbrandmeister Reiner Gilles geht davon aus, dass die Kontaktdaten zu einem Ansprechpartner (z.B. der Pfadfinder) vorhanden sind, denn bei der Anmeldung solcher Veranstaltungen werden diese Daten für alle Fälle hinterlegt. Ab wann eine Veranstaltung angemeldet werden muss, da sie als öffentlich gilt, ist übrigens unter diesem Link zu erfahren. Die Regel, dass es mit hundert Teilnehmern schwierig wird, eine Veranstaltung noch als „privat“ zu titulieren, dürfte dabei zutreffender sein, als die Annahme, jedes Bundeslager sei automatisch privat, nur weil alle die gleiche Kluft tragen. Im übrigen kriegt man dann in Ernstfall auch keinen Warnanruf, was ungesund enden kann. Quelle: Rheinische Post, 29.12.2017 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

VCP-Verbandslager mit Volldampf evakuiert...

Seit dem 6. August findet das Verbandslager des Verbandes christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) auf der Schwäbischen Alp auf dem Schachen bei Münsingen unter dem Motto „Volldampf 2014“ statt. Doch eine am Sonntagmorgen (gestern) eintreffende Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes sorgte für Volldampf ganz unerwarteter Art. In Absprache und Kooperation mit der gastgebenden Stadt musste das gesamte Lager mit knapp 4500 TeilnehmerInnen am Nachmittag vorsorglich evakuiert werden. Die Kinder, jugendlichen und jungen Erwachsenen kamen in umliegenden Schulen unter.Mit Orkanböen bei einer Geschwindigkeit von 110 Stundenkilometern ist nicht zu spaßen. Der Lagerleitung fiel die Entscheidung sicherlich trotzdem nicht leicht. Obgleich zu diesem Zeitpunkt noch die Sonne schien, wurden das gerade stattfindende Kulturfest frühzeitig beendet, der Besuchertag abgebrochen und stattdessen die Zelte abgebaut und mit Seilen am Boden fixiert. Die erste Unwetterwelle war für etwa 21 Uhr vorhergesagt worden, deshalb packten alle Hände tüchtig an. Feuerwehr und THW sowie umliegende Busunternehmen unternahmen den Transport der TeilnehmerInnen gemäß eines vor dem Lager erarbeiteten Notfallplanes. Beim warten auf den Bus halfen Laola-Wellen die Langweile zu vertreiben – wenn hierzu über 4000 Pfadfinder ihre Isomatten in die Luft werfen, sieht das trotz allem sehr lustig aus. Zu betrachten ist das bei der Facebook-Seite des Lagers. Vor fünf Stunden die glückliche Mitteilung: Alle sind wieder auf dem Platz angekommen. Das Verbandslager des VCP findet diesmal zum achten mal statt, sein Intervall liegt bei vier Jahren. Quelle: Reutlinger General-Anzeiger...