Gedenktag: tusk – Eberhard Koebel...

Heute vor 64 Jahren, am 31. August 1955 verstarb tusk – Eberhard Koebel in Berlin. tusk („der Deutsche“) war Gründer der dj.1.11. und formte einen Stil, der weit über die deutsche jungenschaft selbst und bis heute nachwirkt. So entwickelte er die Kohte und die Jungenschaftsjacke, die insbesondere von „bündisch“ geprägten Jugendgruppen bis heute verwendet werden. Auch die Kleinschreibung brachte er in die Bewegung ein. Seine Werke, wie der „gespannte bogen“ oder seinen „fahrtenbericht 29“ zu Lappland gehören zu den eindrucksvollsten Zeugnissen seines umfangreichen Schaffens. Den ausführlichen Wikipediaeintrag zu tusk findet ihr hier.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Ehrengrab für Eberhard Koebel (tusk)...

Es ist gelungen, das  tusk-Grab in Stuttgart auf dem Prag-Friedhof für die nächsten 30 Jahre zu erhalten. Da die letzten im „Ländle“  lebenden Angehörigen der Koebel-Familie das tusk-Grab zum Jahresende 2019 aufgeben wollten, haben wir  [Personen des Mindener Kreises] das Kulturamt der Stadt Stuttgart angeschrieben und schließlich davon  überzeugen können, dass  Eberhard Koebel,  genannt tusk, ein bedeutender Jugendführer in der freien Jugendbewegung vor Hitler und ein entschiedener Nazi-Gegner war. Mitte Januar kam der positive  Bescheid, dass das tusk-Grab als erhaltenswert eingestuft wurde, von der Stadt Stuttgart übernommen ,  zunächst bis 2049 erhalten bleibt und städtisch gepflegt wird.. Zu verdanken ist der  Erfolg dem Kreis der Freunde des tusk-Grabes, der auf meine Initiative hin zustande kam,  vor allem aber Dr. Claus-Peter Clostermeyer, dem langjährigen Leiter  der  Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin.   Wer das  Grab von tusk aufsuchen will, findet es in Stuttgart auf dem Prag-Friedhof  als Grab-Nummer 1-13545, Abt 3, Reihe 12, Folge 10 unterhalb der...

Sommertreffen des Mindener Kreises mit hervorragenden Vorträgen...

Einem spannenden Thema widmete sich der „Mindener Kreis“ bei seinem Sommertreffen im Kloster Huysburg. Sie spürten den zeitgeschichtlichen Spuren von Friedrich Wolf, seinen Kindern und Lotte Rays nach. Letztere war die erste Frau, die aufgrund ihres persönlich engen Kontaktes zu Tusk in dessen d.j. 1.11 hatte mitwirken dürften. Zudem war sie aber auch Geliebte des Arztes und Schriftstellers (und Kommunisten) Dr. Friedrich Wolf und Mutter einer gemeinsamen Tochter. Er und seine beiden (ehelichen) Söhne Markus und Konrad standen ebenfalls, zumindest indirekt, in Kontakt zu tusk.  Kontakt zu Tusk. Das wäre nicht weiter interessant, wenn es sich bei Friedrich Wolf nicht später um einen bedeutenden kommunistischen Schriftsteller, bei Markus Wolf es sich nicht um den langjährigen Geheimdienstchef der DR handeln würde und bei Konrad Wolf um einen der wichtigsten Regisseure der DEFA und Präsident der Akademie der Künste der DDR von 1962 bis 1982 . Lotte Rayss wurde 1938 durch Stalins Geheimpolizei verhaftet und ins Gulag deportiert. Erst 1954 wurde sie in die DDR entlassen. Vorträge zum Thema hielten Prof. Dr. Thomas Naumann, der jüngste Sohn von Friedrich Wolf, gezeigt wurden auch zwei  Filme zu Friedrich Wolf und zu und von Konrad Wolf. Dr. Christian Ostermann vom Woodrow-Center in Washington referierte  über die Freundschaften und Beziehung der „Troika“ um Markus Wolf. Regine Sylvester erläuterte den Lebenslauf von Konrad Wolf und die Hintergründe des autobiografischen Films des späteren Regisseurs. Ein wirklich spannendes Thema, mit herausragenden Vorträgen. Es war die 29. Tagung des Mindener Kreises seit 1988 mit rund  65 Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Einen umfangreichen Bericht zum Treffen und zum Thema hat die Mitteldeutsche Zeitung am vorgestern veröffentlicht. Zudem befasst sich das im Spurbuchverlag von Hans-Joachim Seidel erschienene „Stuttgart ’29“ mit dieser Thematik (ISBN 978-3-88778-472-0). Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die...