Zum Tode von Walter Mossmann

Zugesendete Nachricht des Mindener Kreises vom 07.06.2015: „Liebe Mitglieder und Freunde des Mindener Kreises, nach schwerer,  lange durchlittener Erkrankung ist am Freitag, dem 29. Mai 2015, Walter Mossmann, unser bündischer Freund und Protestsänger gestorben. In der Süddeutschen Zeitung wurde am 01.06.2015 der beigefügte, sehr empathisch formulierte Nachruf auf ihn abgedruckt. Seine Familie und seine Freunde werden am Samstag, dem 13.06.2015 Abschied von ihm nehmen im Friedwald beim Stollenbacher Hof (Zastler-Tal bei Freiburg i.B.). Die Ansprache wird sein alter Freund aus der evangelischen Jungenschaft Südbaden, Pastor i.R. Ernst Zwick, halten. Den Teilnehmern der Sommertagung des Mindener Kreises im Juni 2014 auf der Waldeck wird er in Erinnerung bleiben durch sein Referat über die Machenschaften des NPD-Barden Rennicke, der durch kleine Textveränderungen versuchte, Walters kritische Texte zu „nationalen“ Songs umzufunktionieren. Walter hat sein Leben mit eigenen Worten beschrieben in dem 2009 in 2. Auflage erschienenen Buch „realistisch sein: das unmögliche verlangen – Wahrheitsgetreu gefälschte Erinnerungen“ (der Freitag Mediengesellschaft mbH&Co.KG, Berlin, ISBN 978-3-936252-11-8). In seiner „Vorrede an das Publikum“  auf der Rückseite des Umschlags seiner Platte GROSSE ANFRAGE bekennt sich der Interpret des politischen Chansons zu seinem großen Vorbild Heinrich Heine (Dieser  hat sehr wohl „entschieden geurteilt gegen seine Gesellschaft, den teutonischen Nationalismus, den Kommunismus“). In seinen Liedern hat Walter sich gegen die „Tendenzpoesie“ gewandt und beschreibt den „politischen Sänger“ : Dieser  „nennt seine Traditionen, bezeichnet das Anstößige, ergreift Partei; wenn er sich aber wider besseres Wissen auf Parteilinie begibt, dann geht er auf dem Strich.“ Der Mindener Kreis wird Walter ein ehrendes Gedenken bewahren.“ Wikipediaeintrag zu Walter Mossmann Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Zum Tod von Prof. Dr. Arno Klönne...

Eine Mitteilung vom 05.06.2015 der Universität Paderborn: „Zum Tod von Prof. Dr. Arno Klönne (1931-2015) Frauke Döll Stabsstelle Presse und Kommunikation Universität Paderborn Die Universität Paderborn trauert um einen herausragenden Soziologen und Politikwissenschaftler. Ein Nachruf von Universitätspräsident Prof. Dr. Wilhelm Schäfer, Prof. Dr. Volker Peckhaus, Dekan der Fakultät für Kulturwissenschaften, und Prof. Dr. Birgit Riegraf, Sprecherin des Faches Soziologie. Die Universität Paderborn trauert um Prof. Dr. Arno Klönne, geboren am 4. Mai 1931, verstorben am 4. Juni 2015. Er lehrte von 1978 bis zu seinem Ruhestand im Jahre 1996 Soziologie an der Fakultät für Kulturwissenschaften der Universität Paderborn. Nach dem Studium der Soziologie, Geschichte und Politik in Marburg und Köln kehrte Arno Klönne der Wissenschaft zunächst den Rücken, um als Landesjugendpfleger zu arbeiten. Fünf Jahre später kehrte er an die Universität zurück und nahm seine wissenschaftliche Arbeit erneut auf. Sein wissenschaftlicher Werdegang führte ihn zunächst an die Sozialforschungsstelle der Universität Münster in Dortmund, die Universitäten Göttingen und Bielefeld, bis er auf die Professur an der Universität Paderborn berufen wurde. Mit Arno Klönne verlieren die Soziologie, die Fakultät für Kulturwissenschaften und die Universität Paderborn einen immer streitbaren, manchmal recht unbequemen Kollegen und einen herausragenden Kenner des Faschismus und des Rechtsextremismus, der Geschichte der Arbeiterbewegung und der internationalen Politik. Seine 1982 veröffentlichte und mehrfach neu aufgelegte Studie zur Jugend im Dritten Reich gilt bis heute als Standardwerk zur Geschichte der Hitlerjugend und ihrer Gegner. In dieser Arbeit analysiert Arno Klönne anhand zahlreicher Dokumente und zeitgenössischer Berichte die faschistische Jugenderziehung und die Praktiken der Hitlerjugend, er arbeitet aber auch widerständige Jugendkulturen und jugendliche Widerstandsgruppen auf. Dieses Thema begleitete ihn Zeit seines Lebens. Es ist wohl die intensive soziologische Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus, seinen gesellschaftlichen Ursachen und Folgen, die eine der schier unerschöpflichen Quellen für sein unermüdliches politisches...

Zum Ableben von Gerhard Neudorf

Gerhard Neudorf ist am Freitagabend, dem 06. Juni friedlich im Kreise seiner Familie entschlafen. Er wurde 75 Jahre alt. Am 22. März hatte der Wandervogel Langen ihm im Nachgang zu seinem Geburtstag noch ein Frühlingsfest zu seinem Lebenswerk gewidmet. Gemäß Informationen des WV Langen findet die Beerdigung am Montag, dem 16.06.2014 um 14 Uhr auf dem Darmstädter Alten Friedhof (Nieder-Ramstädter Str.) statt. Zum gemeinsamen Erinnern und Beisammensein trifft sich, wer möchte, anschließend (etwa 15.30 Uhr) im Café-Restaurant Oberwaldhaus (Dieburgerstr. 257, Darmstadt). Seine bündische Heimat hatte Gerhard im Wandervogel Deutscher Bund (WVDB), dessen Gruppe in Langen er vor über vierzig Jahren gegründet hatte. Daneben war er Mitbegründer der „Kulturinitiative lebendig leben“, welche 1988 während des damals 75-jährigen Meissnerlagers entstand. Aus dem Geiste der idealistischen deutschen Jugendbewegung und ihrem eigenen lebendigen Leben und Denken heraus wollte (und will) die Kulurinitiative an heutigen Aufgaben arbeiten. Dieses Anliegen war nicht nur eng mit der Person von Gerhard verknüpft – er verkörperte sie auch in seinem eigenen Leben. Mit musischen, pädagogischen und wirtschaftspolitischen Seminaren, Tanzwochen, durch ihre Zeitschrift ‚Idee und Bewegung‘ und besonders mit ihren Festen u.a. auf Burg Ludwigstein hat die Kulturinitiative einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht. Ohne Gerhard, sein unermüdliches Engagement, seine Begeisterungsfähigkeit und Lebensfreude, seinen Idealismus und Schwung, sein Menschenbild und seine Bildungsauffassung und sein vielfältiges und offenes Wesen wäre all dies kaum möglich gewesen. Gerhard war auch langjähriger Herausgeber der Zeitschrift der Kulturinititiative ‚Idee und Bewegung‘. Eine Aufgabe, die er erst im vergangenen Jahr an einen Nachfolger abgegeben hatte, da es mit seiner Gesundheit nach einem Schlaganfall nicht mehr zum Besten stand. Mit Gerhard verliert die Jugendbewegung eine ihrer Persönlichkeiten. Bildnachweis:...

Obdachloser erfriert in Pfadfinderhütte...

Das Brexbachtal bei Neuwied beherbergt einen der bekanntesten Pfadfinderzeltplätze des Landes. Auf drei Kilometern Länge gibt es drei feste Häuser und insgesamt 27 Zeltlagerwiesen mit 14 Schutzhütten. Doch für den 62-jährigen Frankfurter Obdachlosen, der vor der Dezemberkälte in einer der Schutzhütten Zuflucht gesucht hatte, wurde es sein letzter Besuch. Ein Fahrradfahrer entdeckte den Mann und alarmierte sofort die Polizei, welche jedoch nur noch den Tod feststellen konnte. Da er keine Ausweispapiere mit sich führte, konnte seine Identität erst durch eine Obduktion geklärt werden. Quelle: scouting...

Abbé Pierre gestorben

Der weit über die Landesgrenzen hinaus beliebte französische Armenpriester Abbé Pierre (bürgerlich: Henri Groués) ist am 22. Januar im Alter von 94 Jahren in Paris verstorben. Acht Tage zuvor war er mit Lungenentzündung in ein Krankenhaus gebracht worden. Der Geistliche und ehemalige Parlamentsabgeordnete widmete sein Leben den Obdachlosen und gründete 1949 das weltweite Sozialwerk Emmaus. „Wir sind fest entschlossen“, verkündete der hartnäckige Abbé, „der Floh zu sein, der von der Mülltonne des Lumpensammlers bis auf den Schreibtisch des Ministers springt und die Herrschaften zwickt, um sie an das Elend der Notleidenden zu erinnern“. Die Emmaus-Bewegung besteht heute aus 327 Gruppen und Gemeinschaften in 42 Ländern auf vier Kontinenten. Nachruf von Radio Vatikan: https://www.oecumene.radiovaticana.org/ted/Articolo.asp?c=114213 Quelle: scouting...