Ab ins Grüne und kein Gesang

Im Rheinland und den Fastnachtshochburgen macht man sich schon Sorgen um Karneval, die Kirche ist gedanklich mit Weihnachten befasst. Beide Gruppen plagt dasselbe Problem: Massenveranstaltungen während einer Pandemie sind nicht wie bisher umsetzbar. Bis auf den letzten Platz gefüllte Kirchen, gedrängte Zuschauer sind zu vermeiden. So laufen jetzt schon alternative Planungen. Die Kirchen setzen dabei auf Freiluftveranstaltungen, aber „Wenn es regnet“, sagt Walter Becker, Pfarrer aus der Pfalz, „dann haben wir ein riesiges Problem.“ Dann würde es nämlich kompliziert werden mit dem geplanten Heiligabend-Gottesdienst auf dem Dorfplatz. Auch die Anzahl der Besucher ist ein Problem. Wie der Evangelische Pressedienst mitteilte, haben manche Pfarrerinnen und Pfarrer bereits ausgerechnet, dass sie wohl zehn oder mehr Heiligabend-Gottesdienste nacheinander feiern müssten, wenn die üblichen Besuchermengen coronakonform in ihren Kirchen platziert werden sollen. Wegen Aerosolen brauche man über gemeinsames Singen nicht weiter nachzudenken, sagte der Sprecher der rheinischen Landeskirche. Stille Nacht im wahrsten Sinne des Wortes. Waldweihnachten, die mit Forstämtern und Pfadfinder-Gruppen zusammen organisiert werden könnten, erfreuen sich steigender Nachfrage, ebenso wie „Unterwegs-Weihnachten“, bei der statt an einem zentralen Ort die Feier jeweils in kleinerem Rahmen stattfindet. Quelle: Domradio.de 22.08.2020 Bild: Vor-Corona: Waldweihnacht mit selbst gebauter Krippe. Fotograf: Henrik...