Pfadfinder zusammengebrochen

Wenn die BILD berichtet, tut man gut daran, nicht alles zu glauben. Aber auch der seriösere MDR berichtete, dass Mitte August eine Pfadfindergruppe aus Baden-Württemberg einen Großeinsatz von Rettungskräften in Dresden auslöste. Auf dem Rückweg aus der Sächsischen Schweiz klagten gegen 21 Uhr gleich mehrere Personen der Gruppe über gesundheitliche Probleme (Übelkeit, Schwindel, Erbrechen) und ein ärztlicher Notruf wurde abgesetzt. Insgesamt mussten wohl zwölf der Pfadfinder sicherheitshalber auf drei umliegende Krankenhäuser verteilt werden, davon drei liegend. Es hieß, schon am Tage zuvor habe eine Person der Gruppe über entsprechende Beschwerden geklagt und sei behandelt worden. Klingt nach Magen-Darm-Virus, da gibts ja auch tolle Sachen im Angebot: Noro- und Rotaviren beispielsweise können (so meine persönliche traurige Erfahrung) binnen zweier Tage ganze Lagerbesatzungen aufs Klo und über den Eimer treiben und durchaus auch behandelt nach über einer Woche noch Beschwerden hervorrufen. Hat man den Mist durchgestanden, ist man zumindest einige Jahre gut gerüstet und verfügt über Antikörper. Ein schwacher Trost, was für ein blödes Ende für eine Großfahrt! Und dann auch noch in der BILD. Mein Beileid! Quelle: MDR,...

Scouts vs. 500 Kilo Bulle

Kein neuer Horror-Hollywoodfilm, sondern reales Leben. Ende August büxte bei Offenbach ein ausgewachsener 500 Kilo-Bille aus dem Schlachthaus aus und irrte zunächst an Bahngleisen entlang, woraufhin der Schienenverkehr sofort eingestellt wurde. Dann flüchtete er in ein Naherholungsgebiet und traf dort (beinahe) 20 Pfadfinder an, die ihr Lager aufgeschlagen hatten. Beinahe deshalb, weil die Pfadfinder direkt, als die Gefahr bekannt wurde, von der Feuerwehr vorab in Sicherheit gebracht worden waren. Dann ging die Suche und Jagd nach dem Bullen weiter. Experten mit Blasrohren und Betäubungspfeilen hatten letztlich weniger Erfolg, als der Mann mit dem großkalibrigen Gewehr. Für den Bullen ging die Angelegenheit tödlich aus, für diejenigen, die ihn dann bergen mussten, schweißtreibend  und für die Pfadfinder glimpflich: Sie bekamen den Bullen wohl erst gar nicht zu Gesicht. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Rettungseinsatz im Pfadfinderlager: Es war kein Kohlenmonoxid...

Entgegen der von der Bild-Zeitung verbreiteten Behauptung, dass die Kohlenmonoxid-Warngeräte in einer genutzten Jurte „sofort Alarm“ gegeben hätten, handelte es sich beim Notarzteinsatz beim Pfadfinderlager in Sage um eine reine Sicherheitsmaßnahme. Ein Kind hätte Symptome gezeigt, welche (so die Stellungnahme der Gruppe) die Teamer dazu veranlasst hätte, sicherheitshalber einen Notarzt einzuschalten. Die Ärztin hätte dazu angehalten, weitere Kinder nach ihrer Befindlichkeit zu befragen. Auf Nachfrage klagten einige über Kopfschmerzen, Schwindel und Angst (vielleicht auch aufgrund des Einsatzes des Notarztes mit Krankenwagen). Zur Vorsicht hätte die Ärztin vor Ort dann Verstärkung angefordert, der automatisch mit dem Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungswagen verbunden war. Die sechs Kinder, welche in der Nacht über Unwohlsein geklagt hatten, wurden vorsorglich im Krankenhaus behandelt und ohne Befund zeitnah auch wieder entlassen. Die Eltern wurden sofort informiert, die Kinder begleitet und die Teamer vor Ort hatten die Lage jederzeit vollständig unter Kontrolle. Der Verdacht, dass die Kinder durch ein Lagerfeuer in der Jurte eine Rauchgasvergiftung erlitten haben könnten, hat sich gemäß des NDR nicht bestätigt. Allein die Äußerung, dass ein Lagerfeuer existierte, habe zu der Vermutung der Rettungskräfte geführt, dass es sich ja um eine Kohlenmonoxidvergiftung handeln könnte. Die Feuerwehr, teilweise mit Rauchgas-Vollschutzbekleidung versehen, kontrollierte dann die Zelte und stellte in einer Jurte (so der Fernsehbericht) auch einen erhöhten Kohlenmonoxidwert fest. Allerdings war diese Jurte bereits seit Stunden nicht genutzt gewesen, womit Kohlenmonoxid als Ursache des Unwohlseins der Kinder ausscheidet. Die große Lüftungsöffnung der Jurte und der Umstand, dass diese Zelte ja explizit für die Benutzung mit offener Feuerstelle ausgelegt sind, ließen es zusätzlich als unwahrscheinlich erscheinen, sich darin eine Vergiftung zuzuziehen. (Das geht natürlich schon, aber nur in dem Sonderfall, dass z.B. Schnee die Ritzen verschließt und keine ausreichende Frischluftzufuhr erfolgt – das war hier nicht der Fall). Kostenfrei...

Angebliche Kohlenmonoxidvergiftung von Pfadfindern...

So schnell kann aus einer abstrakten Gefährdungslage ernst werden: Bei einem Zeltlager von Pfadfindern in Sage erlitten gestern die Jungpfadfinder der Gruppe Kranich möglicherweise eine Kohlenmonoxidvergiftung. Sie saßen nach Verlöschen des Lagerfeuers in ihrer Jurte, als sie über Unwohlsein, Schwindel und Übelkeit klagten. Der alarmierte Rettungsdienst führte routinemäßig Kohlenmonoxid-Warngeräte mit sich, die (laut Bild-Zeitung) sofort Alarm geben, als die Retter die Jurte betraten. Der Sprecher der Rettungskräfte hingegen betonte, bei der Überführung ins Krankenhaus  habe sich um eine reine Sicherheitsmaßnahme gehandelt, eine Kohlenmonoxidvergiftung sei noch nicht nachgewiesen. Sechs Kinder mussten ins Krankenhaus gebracht werden, zwei wurden sicherheitshalber zur Beobachtung dort behalten. Der Ausrüster „Jurtenland“ warnt schon länger vor der potentiellen Gefahr durch Kohlenmonoxid. Quelle (u.a.): Buten un Binnen,...

Rettung verirrter Pfadfinder

Bei einem Jugendcamp der Pfadfinder in Offenau machte ein schweres Unwetter aus einer harmlosen nächtlichen Schnitzeljagd einen Albtraum, sechs von zehn Pfadis sind verschwunden. Handys haben sie nicht dabei – das sollte die Schnitzeljagd erschweren. Es gibt Großalarm, die Rettungshunde müssen ran. Die Zeit drängt, denn es herrschen minus sechs Grad Kälte.Dieses Szenarium war glücklicherweise nur eine gemeinsame Großübung der Rettungshundestaffel Unterland und der DLRG im Bezirk Heilbronn. Dabei fanden sich die Rettungshunde auf einem schwankenden Boot der DLRG wieder und mussten auf Geheiß ihrer Führer auch einmal ins unangenehm kühle Nass springen.  Zu insgesamt fünf Suchgebieten wurden die Hunde per Boot losgeschickt. In den bis zu 10 000 Quadratmeter großen Wäldern, Klingen und Uferstreifen mussten sie dann versteckte Personen und Dummys mit getragenen T-Shirts aufspüren. Hätten eigentlich ruhig „richtige“ Pfadfinder sein können, im Verirren sind die ja zum Teil durchaus erfahren. Bildnachweis: RHS Unterland Quelle: Stimme.de 30.10.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...