Datenschutzgrundverordnung

Aufgepasst! Bereits am 25. Mai 2018 trat die neue Datenschutzgrundverordnung in Kraft. Genaugenommen änderte sich nicht viel an den Spielregeln, doch die Strafen für Verstöße wurden erheblich angehoben. Verantwortlich für die Umsetzung ist in Vereine der Vorstand. Wir versuchen, in diesem umfassenden Feld eine grobe Übersicht zu geben, Rechtsberatung ist uns natürlich nicht möglich. Von außen wahrnehmbar ist zu allererst eure Homepage, ihr gebührt also oberste Priorität. 1. Befindet sich im Header oder Footer und von allen Unterseiten her direkt anwählbar ein Punkt „Datenschutz“? Dieser muss eindeutig als solches benannt sein. Das Verstecken der Datenschutzhinweise im Impressum, auch der Kontaktseite o.ä. reicht nicht aus. 2. Zu den unter Datenschutz einzupflegenden Hinweisen gibt es diverse Vorlagen im Netz. Sucht direkt nach denjenigen, welche die neue Datenschutzgrundverordnung berücksichtigen! Der Umfang der Hinweise hängt von den durch euch verwendeten Apps und Funktionen auf eurer Homepage ab. 3. Bei der Nutzung von Google Analytics reichte es bislang, auf der Datenschutzseite neben der Erklärung dazu einen Link zu hinterlegen, mit welchem Nutzern ermöglicht wurde, seine Verhaltensüberwachung zu stoppen. Nach erster Unsicherheit, ob stattdessen der Nutzer, bevor überhaupt irgendwelche Daten von ihm erfasst werden, dieser Tatsache aktiv zustimmen muss, hat sich herauskristallisiert, dass der Nutzer durch die von ihnen selbst getroffenen Grundeinstellungen in seinem Browser einer unerwünschten Überwachung vorbeugen kann (und sollte, sofern dieses von ihm erwünscht ist). 4. Newsletter: Es reicht nicht aus, dass irgendwer irgendeine Mailadresse eingibt, um an diese Adresse anschließend Newsletter versenden zu dürfen. Notwendig ist die Rückbestätigung der Mailadresse durch den Inhaber. Viele Apps haben das glücklicherweise bereits automatisch umgesetzt-. 5. Kontaktformulare: Müssen einen Hinweis enthalten, wie, wo, wozu und warum überhaupt und bis wann die eingegebenen Daten verarbeitet und gespeichert werden. Außerdem seid ihr so oder so zur Datensicherheit verpflichtet, d.h. Sicherheitsupdates müssen verwendet...

Juristische Fragen?

Das Interesse an unseren Beiträgen der Rubrik „Paragraphenreiterei“ ist ungebrochen – ganz vorne liegt hier „Mädchen und Jungen zusammen im Zeltlager – aber auch zusammen in einem Zelt?„, der Fragen zur Koedukation und der sexuellen Selbstbestimmung behandelt. Vielleicht liegt dies auch daran, dass der Artikel die beliebten Suchworte „Mädchen“+“nackt“+ „Zelt“ enthält; aber auch andere Beiträge zu juristischen Alltagsfragen als Pfadfinder (oder Wandervogel) haben hohe Zugriffszahlen (ohne solch „interessante“ Suchbegriffe abzudecken). Gern würden wir diese Reihe aus den ursprünglichen Printausgaben erneut aufgreifen. Sendet eure ungeklärten Fragen an news@scouting.de. Wichtig ist nur der Umstand, dass sich diese Fragen aus eurem Alltag als Pfadfinder ergeben haben.Im Lauf des nächsten Jahres 2019 werden wir die von euch gestellten Fragen dann aufgreifen und beantworten. Herzlichen Dank für eure Mitwirkung! Bild: Trampen – auch ein Thema mit Fragezeichen. Hier die KPE auf Pfingstfahrt 2015. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gesundes Körperbewusstsein fördern...

Unser Rechts-ABC-Beitrag zu Fragen der Koedukation und sensiblen Bereichen hat durchaus auch negative Kritik hervorgerufen. Nur zur Klarstellung: Es handelt sich bei diesem Artikel um eine nüchterne Zusammenstellung von Fakten und keine Positionierung der Zeitschrift scouting oder meiner Person als Vorreiter für Prüderie. Selbstverständlich wird kein Gruppenführer strafrechtlich belangt allein dafür, dass er seine Gruppe gemischtgeschlechtlich in einem Zelt schlafen lässt oder die Gruppe auf Großfahrt ausgelassen nackt in einen Teich springt. Das wurde in dem Artikel auch nicht behauptet. Es ist wohl dem Einfluss der Reformpädagogik über die Wandervogelbewegung zu verdanken, dass in der heutigen deutschen Pfadfinderbewegung viele Bünde (aber nicht alle!) im Gruppenrahmen ein eher liberales Verhalten zur Sexualität pflegen. Selbstverständlich nicht im Sinne eines Blüher und seines erotischen Eros (um Himmels Willen!). Aber doch so, dass, unter vielen anderen Dingen, auch die Förderung eines gesundenen Selbstwertgefühles, auch den Körper betreffend, mit zu den Anliegen zählen, die man sich für seine Mitglieder wünscht. Liebe und Sexualität gehören zu unserem alltäglichen Leben. Eine offene und akzeptierende Einstellung von Seiten der Eltern und anderen Erwachsenen ist grundsätzlich von positiver Bedeutung für die Entwicklung der Sexualität der Heranwachsenden (nach: „Wege finden – Wege gehen“ Führungshandbuch des DPBM). Wie Sexualität und Körperlichkeit in den einzelnen Gruppen der Pfadfinderbewegung beurteilt, toleriert, befürwortet oder gehemmt werden, ist höchst unterschiedlich und in verschiedensten Schattierungen vorhanden. Eine konservative katholische Gruppe mit strikter Geschlechtertrennung verfährt hier gänzlich anders und hat ein ganz anderes moralisches Empfinden, als es bei einem reformpädagogisch angehauchten Bund der Fall ist. Natürlich gilt für alle Gruppen und muss für alle Gruppen gelten, dass das Zusammenleben der Menschen und auch ihr „intimes“ Verhalten zueinander nicht zuletzt durch gesetzliche Vorschriften einen klaren Rahmen vorgegeben hat. Dieser Rahmen hat eine Schutzfunktion für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen! So sehr...