BMPPD Vollmitglied in rdp

Pfadfinden in Deutschland hat einen historischen Grund zu feiern: Nach zweijähriger Anschlussmitgliedschaft ist der Bund Muslimischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder Deutschlands (BMPPD) nun Vollmitglied in den Ringen Deutscher Pfadfinderinnenverbände und Pfadfinderverbände (rdp). Das höchste beschlussfassende Gremium des rdp, der Ringeausschuss, hat den entsprechenden Beschluss am 16. Oktober einstimmig verabschiedet. Damit wurde zum ersten Mal seit der Gründung der Ringeverbände 1949 ein neuer Verband als Vollmitglied aufgenommen. „Der BMPPD ist eine große Bereicherung für den rdp und macht Pfadfinden in Deutschland noch vielfältiger.“, so Joschka Hench aus dem Vorstand des rdp. „Wir haben den BMPPD als einen Verband kennengelernt, der uneingeschränkt zu den Werten und Zielen des rdp, den pfadfinderischen Grundsätzen und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland steht. Wir sind stolz darauf, dass der BMPPD Teil von Pfadfinden in Deutschland ist!“ Während der zweijährigen Anschlussmitgliedschaft und auch schon in den Jahren davor haben der BMPPD und der rdp bereits eng und intensiv zusammengearbeitet. Nun besitzt der BMPPD sowohl aktives als auch passives Wahlrecht und kann bei allen Entscheidungen mit Einfluss nehmen. Nach der Vollmitgliedschaft im rdp strebt der MBPPD nun die Aufnahme in die beiden Weltverbände der Pfadfinderinnen und Pfadfinder, der World Organization of the Scout Movement (WOSM) und der World Association of Girl Guides and Girl Scouts (WAGGGS), an. Außerdem ist der BMPPD jetzt auch offizieller Teil des Deutschen Bundesjugendrings und kann dort die Stimme muslimischer Kinder und Jugendlicher in Deutschland vertreten. Die Bundesvorsitzende des BMPPD, Naima Hartit, feiert diesen historischen Tag gemeinsam mit ihrem Verband: „Für uns ist es ein bedeutender Schritt, nun Vollmitglied im rdp zu sein. Wir freuen uns sehr darauf, die Arbeit in den Ringen weiterhin konstruktiv mitzugestalten und gemeinsam mit den anderen Mitgliedsverbänden und allen Pfadfinder*innen in Deutschland an einer besseren Welt zu arbeiten.“ Über den BMPPD Der im...

Muslimischer Pfadfinderbund Vollmitglied...

Historisch: Es ist vollbracht. Nach zwei-jähriger Anschlussmitgliedschaft wurde der Bund Muslimischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen (BMPPD) in der rdp Ringeausschuss-Sitzung vom 16. Oktober 2020 einstimmig als Vollmitglied aufgenommen. Damit ist der BMPPD jetzt über den rdp auch offizieller Teil des Deutschen Bundesjugendrings um dort die Stimme von muslimischen Kindern und Jugendlichen in Deutschland zu vertreten. Der im Jahr 2010 gegründete Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen Deutschlands (BMPPD) findet seine ethische Grund­lage in den Lehren des ehrwürdigen Koran und in der Sunna (Tradition) des Propheten Mohammad.In der Nachfolge des Koran bekennt sich der BMPPD zur dialogischen Begegnung mit Menschen anderen Glaubens, Rasse, Hautfarbe, Sprachgemein­schaft und Nationalität, die es als gleichberechtig­te Partner anerkennt. Der BMPPD bekennt sich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland und zu den Ordnungsvorstellungen, wie sie in den Länderverfassungen niedergeschrieben sind. Quelle: Veröffentlichung/en des BMPPD...

Die Ringe unterstützen die Seenotrettung...

Die Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände haben eine Bündnispartnerschaft mit United4Rescue geschlossen. United4Rescue ist Trägerverein der Sea Watch 4, welches als Rettungsschiff im Mittelmeer eingesetzt ist. United4Rescue sieht Seenotrettung als humanitäre Pflicht an, solange die Fluchtursachen nicht wirksam bekämpft werden und staatliche Seenotrettung fehlt. Die Ringe vertreten die Mitgliedsbünde der Weltpfadfinderorganisationen WOSM und WAGGGS in Deutschland und umfassen den Großteil der deutschen Pfadfinder. United4Rescue zitiert die Ringe mit folgendem Statement: „Wir möchten mit unserer Bündnispartnerschaft ein Zeichen setzen, denn Menschen in Not zu helfen ist unsere Verantwortung und #Seenotrettung unsere humanitäre Pflicht.“ Schon seit mehreren Jahren sind die Mitgliedsorganisationen der Ringe (aber auch weiterer Pfadfinderorganisationen) in der Hilfe für Geflüchtete...

Wert der Pfadfinderarbeit während Corona...

Jugendarbeit fördern: Die Wertigkeit der Pfadfinderarbeit in der derzeitigen Corona-Krise. Die Corona-Krise betrifft uns alle. Zu spüren bekommen das nicht nur kleine Betriebe, Freunde, Bekannte und auch jede*r selbst tagtäglich. Auch Pfadfinder*innen in ganz Deutschland sind von den Einschränkungen betroffen. Gruppenstunden sowie Lager und Fahrten dürfen und können derzeit nicht stattfinden. Seit Beginn der Corona-Maßnahmen Mitte März hat sich daher auch unser Leben grundlegend verändert und wurde im Schnelldurchlauf an die derzeitige Ausnahmesituation angepasst. Dabei bleiben viele Menschen mit ihren Sorgen und Nöten allein und kämpfen dabei mit den Veränderungen in ihrem Alltag. Besonders Kinder und Jugendliche werden im Umgang mit der derzeitigen Situation vernachlässigt. Pfadfinder*innen, die sonst wöchentlich an diversen Aktionen teilnehmen konnten, sind nun gezwungen daheim zu bleiben. Aber nicht nur Pfadfinder*innen, sondern alle Kinder und Jugendliche haben zurzeit keine Möglichkeit, grundlegende Bedürfnisse zu befriedigen. Stattdessen müssen sie um jeden Preis bildungstechnisch funktionieren, Abiprüfungen schreiben und den Lernstoff zu Hause abarbeiten. Dabei wird nicht berücksichtigt, welche Auswirkungen die derzeitige Situation auf Kinder und Jugendliche und damit auch auf ihren Bildungserfolg hat. Bildungsbenachteiligung tritt eklatant zutage und wird z.B. durch Homeschooling verstärkt. Pfadfinder*innenarbeit ist integrative Arbeit, die über die Jahrgangsstufen der Klassen 1-4 (bzw. in einigen Bundesländern 1-6) hinaus existiert und auch im Oberstufen Alter nicht endet. Aber nicht nur in Bezug auf Bildung sind Kinder und Jugendliche auf einmal auf sich allein gestellt. Durch das Kontaktverbot ist auf mit einem Mal das komplette Umfeld der Kinder weggebrochen. Spielplätze und Schulen sind geschlossen, Großeltern und Freunde darf man nicht treffen und Freizeitaktivitäten fallen auch aus. Umso wichtiger ist es, dass wir in dieser Zeit als Pfadfinder*innen zusammenhalten und uns gegenseitig unterstützen. Die Krise schränkt uns Pfadfinder*innen also nicht nur ein, sondern befähigt uns auch, unsere Werte in gelebte Taten umzusetzen. Aus diesem Grund...

Aussendegottesdienst Friedenslicht...

Am dritten Adventssonntag, dem 15. Dezember 2019, traf um 13:50 Uhr das Friedenslicht aus Betlehem am Aachener Hauptbahnhof ein, wo es von vielen Pfadfinderinnen und Pfadfindern erwartet wurde. Wie jedes Jahr überstand die kleine Flamme unbeschadet den weiten Weg von Betlehem über Wien nach Aachen. Europaabgeordnete Sabine Verheyen, Geistliche Leiterin des BDKJ Annette Jantzen, Dompropst Rolf-Peter Cremer, Karina Siegers Leiterin der Fachbereiche kirchliche Jugendarbeit und Junge Erwachsene im Bistum Aachen sowie Jörg Fornefeld als RdP-Vorstand erwarteten gespannt das Licht. Wie letztes Jahr war auch diesmal die Malteser-Jugend vor Ort, um neben den Pfadfindern ebenfalls das Licht zu verteilen. Auch eine Delegation belgischer Pfadfinderinnen und Pfadfinder kam zum Aachener Hauptbahnhof, um das Licht abzuholen. Das Friedenslicht erreicht inzwischen alle Kontinente, in Europa nahezu jedes Land. Als allererstes erhielt wie jedes Jahr die Bahnhofsmission das Licht. Im Aachener Hauptbahnhof brennt es nun als ein Symbol für Frieden und Hilfsbereitschaft. Anschließend zogen über 700 Menschen zusammen mit den Friedenslichtboten aus Wien durch die Aachener Innenstadt zum Aachener Dom, wo um 14:30 die bistumsweite Aussendungsfeier des Friedenslichtes stattfand. Für die Wien-Delegation ist die Aussendungsfeier der Endpunkt eines vollgepackten Vier-Tage-Trips. „Wir sind müde aber glücklich“, so Sarah Geenen, Friedenslichtbotin aus dem Stamm Mönchengladbach-Windberg. „Mich überraschte vor allem die Internationalität. In Wien wurden wir auf dem Weg zur Kirche, in der die Aussendungsfeier stattfand, von anderen Pfadfindern aus aller Welt gefragt, ob wir Halstücher tauschen wollen. Jetzt habe ich ein Halstuch eines Pfadfinders aus Tschechien.“ Auch Friedenslichtbote Florian Offergeld, ebenfalls aus dem Stamm Windberg, hat sein Halstuch getauscht. „Der Zusammenhalt unter dem RdP-Halstuch hat einfach Grenzen gesprengt.“, so Florian. Das Motto 2019 ist „Mut zum Frieden.“ Es erinnert uns daran, dass Frieden ein friedliches Miteinander bedeutet, welches Toleranz, Offenheit und auch Mut fordert, aufeinander zuzugehen. Thomas Schlütter, Diözesankurat der DPSG,...