Pfadfinder im Warschauer Aufstand 1944...

Wanderausstellung und Bildungsprojekt „Die Rolle der Pfadfinder im Warschauer Aufstand 1944“ Bei uns weitgehend unbekannt, in Polen jedoch Anlass für einen jährlichen Gedenktag: Die erstaunliche Rolle der polnischen Pfadfinder während des Warschauer Aufstandes gegen die deutschen Besatzer im Jahre 1944. Es waren Pfadfinder, die in dieser Zeit unter lebensbedrohlichen Umständen die Versorgung der Menschen mit Post und Päckchen organisierten und somit Kommunikation ermöglichten. Pfadfinder aus Erlangen haben dazu eine Ausstellung und Dokumentation erstellt. Sie trägt den Titel: „„Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken“. Die Aktivitäten der Pfadfinder werden in den historischen Rahmen gestellt – von der Besetzung Polens durch die Wehrmacht über den Warschauer Aufstand bis zur Zerstörung der Stadt auf Befehl Hitlers. Die Rolle der Pfadfinderpost steht im Zentrum, aber ebenso werden die Entwicklung der Pfadfinderbewegung in Polen und Deutschland, die ersten zaghaften Kontakte zwischen Deutschen und Polen nach dem 2. Weltkrieg und die heutige Zusammenarbeit zwischen Pfadfinder/innen aus beiden Ländern beleuchtet. Die Idee zur Ausstellung hatte der Vorsitzende des Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern im Bund der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), Harald Rosteck. In Zusammenarbeit mit Historikern und Partnern aus Polen entwickelte er das Konzept. Im September 2019 wurde die Ausstellung in der Stadtbibliothek Erlangen erstmals gezeigt. Anlass bot der 75jährige Gedenktag an den Aufstand sowie die Tatsache, dass es vor 35 Jahren zu ersten Kontakten zwischen Pfadfindern aus Erlangen und polnischen Pfadfindern in Krakau kam.   Die Wanderausstellung versteht sich als ein Beitrag zur politischen Bildung, so Harald Rosteck. Er hatte jetzt Gelegenheit, sie dem Kuratorium der Stiftung Pfadfinden des BdP bei dessen Jahrestreffen in Kronberg zu präsentieren. Die Stiftung Pfadfinden unterstützte das Projekt mit einem Betrag von 2000 Euro. Angesprochen werden sollen insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen in Erlangen, aber auch darüber hinaus. Die Ausstellung umfasst 21 große Bildtafeln mit QR-Codes für...

Bildungsprojekt und Ausstellung

„Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken.“ Nach einjähriger Vorbereitung konnte durch den Pfadfinder-Fördererkreis Nordbayern e. V. das Bildungsprojekt und die Ausstellung „Wir wollten frei sein und diese Freiheit uns selbst verdanken. Der Warschauer Aufstand 1944 und seine Pfadfinderpost – 75jähriges Jubiläum und 35 Jahre Deutsch-Polnische Pfadfinder/ innenkontakte“ in der Stadtbibliothek eröffnet werden. Die Ausstellung war vom 5.7. bis 17.9.19 in der Erlanger Stadtbibliothek zu sehen. Der Inhalt der Ausstellung reicht von der Besetzung Polens im Jahre 1939 über den Warschauer Aufstand im Jahre 1944 bis zur Zerstörung Warschaus. Die Rolle der Pfadfinderpost während des Aufstandes wird ebenso beleuchtet, wie die Entstehung der weltweiten Pfadfinderbewegung mit den Aspekten in Polen und Deutschland, bis hin zu den entstandenen Deutsch-Polnischen Pfadfinder/innenkontakten. Den Besucherinnen und Besuchern soll ein Teil der deutsch-polnischen Geschichte anhand der Ausstellung nahegebracht werden. Es soll aufgezeigt werden, dass mit den deutsch-polnischen Pfadfinder/innenkontakten Freundschaften aufgebaut werden konnten und können. Es soll Verständnis geweckt werden, dass die heutigen deutsch-polnischen Beziehungen durch die deutsch-polnische Vergangenheit geprägt werden. Die Ausstellung versteht sich als ein Beitrag zur politischen Bildung. Angesprochen werden insbesondere Schulklassen und Jugendgruppen in Erlangen und in der nord-bayerischen Metropolregion Nürnberg. Die Ausstellung umfasst 21 große Bildtafeln (Plakate) mit QR-Codes für weitergehende Informationen, Stellwände und Vitrinen. Teilweise sind Originalstücke wie Briefe aus der Zeit des Warschauer Aufstandes zu sehen. Stempelabdrücke, die nur sechs Mal weltweit vorhanden sind, werden auch gezeigt. Ein Hörspiel versetzt den/die Zuhörer/in  in die Lebenssituation von Jugendlichen während des Warschauer Aufstandes. Auf einer Stellwand kann man Vorschläge niederschreiben, wie die deutsch-polnischen Beziehungen verbessert werden könnten. Mit den Stempelrepliken der Pfadfinderpost, die extra angefertigt wurden, können Postkarten gestempelt und mit nach Hause genommen werden. Die Mitteilungen an die Ausstellungsmacher können in den Briefkastennachbau aus dem Jahre 1944 eingeworfen werden. Die ersten...

Zwei polnische Pfadfinderinnen von Bäumen erschlagen...

Ein gehörigen Unwetter hat Mitte August in Polen das Leben zweier Pfadfinderinnen im Alter von 13 und 14 Jahren gekostet, als ein Baum auf ihr Zelt aufschlug. Es handelte sich um Teilnehmerinnen eines Pfadfinderlagers in Suszek nahe nahe der nordpolnischen Stadt Chojnice. Insgesamt wurden bei dem Unwetter, welches auch Tschechien betraf, mindestens 34 Menschen verletzt. Wie der polnische Pfadfinderverband ZHR, zu dem die Pfadfinderinnen gehörten, erklärte, haben sich die Eltern der Mädchen Joanna und Olga dafür entschieden, die Beerdigung im Familienkreis abzuhalten und um Zurückhaltung der Medien gebeten. Der ZHR richtete am 20. August eine heilige Messe aus, die in der Feldkatedrale der polnischen Armee in ul. Lange in Warschau stattfand. Bischof-Feldmarschall Józef Guzdek, Delegierter der Konferenz der polnischen Bischofskonferenzen für Pfadfinderhirten, lud dazu ein. Die Teilnehmer des Lagers, darunter weitere Verletzte, wurden phsychologisch betreut. Derweil brachten sich die polnischen Pfadfinder allerorten aktiv in die Beseutigung der Sturmschäden ein, insbesondere waren sie mit Aufräumarbeiten auf Feldern und in Parks befasst. Wenige Tage zuvor hatte ein bei Unwetter umstürzender Baum auch in Deutschland ein junges Menschenleben gefordert, hier waren Ermittlungen aufgenommen worden, die auch klären sollen, ob die Verantwortlichen hätten auf die Idee kommen können, bei dem Unwetter entweder eine sicherere Unterkunft zu suchen oder als Standort des Zeltes einen außerhalb der Reichweite von Bäumen zu bestimmen. Doch in erster Linie handelt es sich immer noch um Naturkatastrophen. Bäume gehören auf Zeltplätzen, zumindest an ihrem Rande, einfach dazu – explizit ja gerade auch aus Gründen des Windschutzes sowie als Schattenspender. Unser Beileid an die Familien. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Polen: Pfadfinder gegen Pfadfinder...

Der überraschende Sieger im Vorentscheid um das polnische Präsidentenamt heißt Andrzjei Duda, gilt aus sehr konservativ und war in seiner Jugend Messdiener und bei den Pfadfindern. Offensichtlich keine ungewöhnliche Laufbahn für polnische Politiker, die nach ganz oben möchten. Wenn er am 24. Mai in der Stichwahl gegen den jetzigen Präsidenten Bronisław Komorowski antreten wird, stehen sich als Kandidaten zwei Pfadfinder gegenüber. Auch Komorowski engagierte sich in seiner Jugend ab 1966 bei den Pfadfindern bei Warschau und lernte dort auch seine Frau kennen. Bildnachweis: cc Lukas Plewnia Quelle: Süddeutsche Zeitung 11.05.2015 Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...