Friedenslicht aus Betlehem 2014

Das Friedenslicht ist ursprünglich eine Initiative des Österreichischen Rundfunks (ORF) und besteht seit 1986. Es wird Ende November am ewigen Licht der Geburtsgrotte in Betlehem von einem Kind entzündet und von da aus über Wien, wo es in einem feierlichen zentralen ökumenischen Aussendungsgottesdienst „in Empfang“ genommen wird, mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Bahnhof zu Bahnhof über alle Gemeinden weiterverteilt. Von dort kann es dann zum dritten, vierten Advent oder beim Weihnachtsgottesdienst von den Gläubigen in das eigene Heim getragen werden. In Deutschland wird das Licht seit 21 Jahren von Pfadfindern transportiert und verteilt – inzwischen als Gemeinschaftsaktion des Bundes der Pfadfinderinnen und Pfadfinder (BdP), der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG), der Pfadfinderinnenschaft Sankt Georg (PSG), des Verbands Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) sowie des Verbands Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG). Bei der Verteilung auf die einzelnen Gemeinden wirken aber auch zahlreiche Vertreter weiterer Pfadfinderbünde aktiv mit. Der neunjährige Tizian Ronacher aus Linz entzündete am Montag, dem 24. November 2014 im Beisein von mehr als 100 Pilgern in der Geburtsgrotte in Bethlehem das diesjährige ORF-Friedenslicht. Dies war eine Auszeichnung für ihn und eine Anerkennung für seine Schule, die aktiv Friedensarbeit durch völkerverbindende Bemühungen leistet. Gerade in diesem Jahr hoffen die beteiligten Pfadfinderinnen und Pfadfinder wegen der kriegerischen Auseinandersetzungen in vielen Teilen der Welt auf Frieden und stellen die Aktion Friedenslicht aus Betlehem in diesem Jahr unter das Motto „Friede sei mit dir – Shalom – Salam“. Unterstützt werden die PfadfinderInnen von der Deutschen Bahn, welche diesen in ganz bestimmten Züge für den Transport des Lichtes freie Fahrt gewährt. Schwieriger scheint die Situation derzeit noch in München, wo die Verkehrsbetriebe den Transport von brennenden Lichtern grundsätzlich untersagt haben. Löschaktionen von Schaffnern und Sicherheitsleuten gab es auch schon in den vergangenen Jahren. Frustrierend, wenn das Licht heil von Betlehem bis...

Friedenslicht 08

Die Aktion Friedenslicht ist seit über 15 Jahren eine feste Größe im jährlichen Pfadfinderprogramm. Das in der Geburtsgrotte in Bethlehem entzündete Licht wird seit 1986 auf Initiative des österreichischen Rundfunks ORF verteilt. Seit Anfang der 90er Jahre wird es von Pfadfindern jedes dritte Adventswochenende nach ganz Europa getragen. Die große Aussendungsfeier im Münchner Liebfrauendom fand in diesem Jahr zum zehnten Mal statt. Dieses Jubiläum bot sich für scouting an, die Friedenslichtankunft und –feier in München diesmal intensiv zu begleiten.Zur frühen Morgenstunde Am Vortag des dritten Advent findet in Wien immer die zentrale Aussendungsfeier statt, zu der viele Vertreter von Pfadfindern aus anderen Ländern erscheinen um ihre Kerzen an der aus Bethlehem stammenden Flamme zu entzünden. Die deutschen Pfadfinder fahren dann mit dem Nachtzug EN 462 (Budapest/Bukarest-Wien-München) nach München (Ankunft ist 6.15 Uhr) und von dort in sämtliche Ecken der Bundesrepublik um das Licht weiterzugeben. Zu solch früher Stunde an einem Sonntagmorgen ist am großen Hauptbahnhof relativ wenig los. Da fallen Jugendliche mit Laternen und Kerzen in mitten der wenigen Nachtschwärmer gleich auf. Ihnen ist wichtig, das Feuer gleich am Bahnhof entgegenzunehmen. Der Nachtzug ist zu einem Großteil mit Pfadfindern besetzt, von denen viele feuersichere Spezialbehälter tragen, in denen die Flamme transportiert wird. In einem kurzen Abschlusskreis wird gemeinsam ein Lied gesungen, bevor sich die Gruppen wieder recht bald auf den weiteren Weg machen. Schließlich müssen die Anschlusszüge erreicht werden. Vorbereitungen Schon Stunden vor der Aussendungsfeier ist eine kleine Mannschaft damit beschäftigt alles für eine große Feier zu präparieren. Eine Schola probt Lieder, Techniker ziehen Leitungen und überprüfen die Tonqualität. Andere kümmern sich um scheinbar profanere, jedoch nicht unwichtige Details: „Hat jemand noch einen Wimpelspeer, wer begrüßt die Ehrengäste, wer steht am Infostand?“ Große Feier im Liebfrauendom Randvoll ist der Münchner Dom an diesem Nachmittag....