Bürgerabstimmung entscheidet für Pfadfinder...

Die Waldschule Helenenschacht liegt idyllisch, von Wald und Wiese umgeben, im mittelburgenländischen Ritzing in Österreich. Schon seit etwa 40 Jahren wird die frühere Schule in den Sommermonaten als Lagerplatz genutzt, seit 2013 liegt auch die Trägerschaft in den Händen eines von Pfadfindern der Gruppe W39 (Ober St. Veit) gegründeten Vereines. In den vergangenen Jahren wurden durch den Trägerverein der Pfadfinder etwa 85.000 Euro in Renovierungen investiert. Doch der Verein ist nicht Eigentümer, sondern nur Pächter des Geländes. Der bisherige Nutzungsvertrag, der eine Kündigung jederzeit ermöglicht, sollte auf Wunsch des Vereines in Hinblick auf bereits erfolgte Investitionen und bevorstehende, abgelöst werden durch einen Vertrag mit zehnjähriger Laufzeit und ohne die Möglichkeit zur vorherigen Kündigung. Der Vereinsvorstand erläuterte, man habe vor, das Dach des Hauptgebäudes neu zu machen. Diese Investition könne aber nur durch die künftigen Einnahmen refinanziert werden und könne nicht erfolgen, wenn weiterhin jederzeit gekündigt werden könne. Der Gemeinderat hatte mehrheitlich – mit Stimmen der ÖVP und der Liste für Ritzing – beschlossen, diesen Plänen zuzustimmen. Die SPÖ hingegen stimmte dagegen und regte eine Volksabstimmung an, die vergangenen Sonntag dann auch stattfand. Nach Lesart der SPÖ berge ein Nutzungsvertrag mit so langer Laufzeit das Risiko eines wirtschaftlichen Schadens für die Gemeinde. Die derzeitige Regelung habe sich 40 Jahre lang bewährt, man sähe keinen Bedarf für eine Neuregelung. Im übrigen habe auch die Gemeinde  40.000 Euro in die Schule investiert. Der Vereinsvorsitzende legte hingegen dar, dass kein wirtschaftliches Risiko für die Gemeinde bestünde, schließlich gehe der Erlös der Durchforstung des Waldes weiterhin an die Gemeinde, ebenso der Pachtzins für die Wiese und ein Euro pro Gast/Jahr. Wäre die Volksabstimmung am Sonntag mit einem „Nein“ für einen veränderten Nutzungsvertrag ausgegangen, hätte sich der Verein einen anderen Standort gesucht. Dann hatten die Bürger die Entscheidung und diese...

Virushelden und virtuelles Lagerfeuer...

Normalerweise treffen sich auch die österreichischen Pfadfinderinnen und Pfadfinder verschiedenen Alters jede Woche zu ihren Gruppenstunden. Aktuell ist natürlich Pause. Doch nicht ganz. „Wir wollen den Eltern helfen Abwechslung zu schaffen, daher schicken wir den Eltern unserer Kinder Ideen was sie zu Hause machen können“, erzählt ein Leiter aus Wattens. Ein Vorschlag mit dem Titel „Virusheld“ informiert kindgerecht über das Thema und bietet Auswahlmöglichkeiten. „Eine tolle Idee und wir mit unseren Kindern sind gerne dabei“, meine Irene aus Jenbach. Wenn die Aufgaben erledigt sind gibt es als Danke ein Abzeichen. Einige jugendliche Mitglieder beteiligen sich an einer Online-Challenge mit Aufgaben, die von den Pfadfinderinnen aus Malta vorbereitet wird. Von 3.-5. April gab es ein weltweites Pfadfindertreffen im Internet mit Chats und verschiedenen Aufgaben. „Es wird ein großes virtuelles Lagerfeuer“, meint Georg aus dem Internationalen Team der österreichischen Pfadfinder. Online wird auch über die Zukunft der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs nachgedacht: Von 17.-19.4.2020 nahmen rund 70 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus Österreich und Deutschland an der Online Zukunftskonferenz der PPÖ teil, sammelten Ideen, tauschten sich und versuchten gemeinsam den Jugendverband noch zukunftsfähiger zu...

Buchvorstellung: Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung...

Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung am Beispiel Österrreichs im Umgang mit jüdischen Mitbürgern im Zeitraum 1930-1970. Philipp Lehar studierte Geschichte an der Universität Innsbruck und untersucht in dieser, seiner Diplomarbeit, die Rolle jüdischer Mitbürger in der Pfadfinderbewegung. Erstmals wurde auf einer breiten Quellenbasis dieser Aspekt der österreichischen Pfadfindergeschichte untersucht. Ein Beitrag zur Erinnerungskultur, aber auch zur Auseinandersetzung mit der Frage von Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung heute. Philipp Lehar Integration und Ausgrenzung in der Pfadfinderbewegung 166 Seiten | Hardcover | 15,5 x 22 cm 16,00 € | A: 16,40 € ISBN 978-3-88778-398-3 Hier geht es zur Bestellung.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Crowdfunding für das Pfadfinderheim...

Die Trofaiach-Pfadfinder aus der österreichischen Steiermark haben ein Pfadfinderheim. Das ist schön. Nicht schön hingegen dessen Zustand, denn es steht eine Generalsanierung an. Geld hat man allerdings nicht oder zumindest nicht genügend. Deshalb wurde ein neues Konzept zur Nutzung des Heimes gefunden und zur Renovierung setzt man auf Crowdfunding, eine Schwarmfinanzierung. Künftig wird ein Teil des Gebäudes an einen anderen Verein vergeben, welcher dieses zur externen Vermietung verwenden wird. Mit den Einnahmen werden die eigentlichen Umbauten finanziert. Was dann noch für Gestaltung und Einrichtung des eigentlichen Pfadfinderheimes fehlt, soll über die Spendenaktion generiert werden. Quelle: Kleine Zeitung.at 04.09.2018 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Pfadfinder für ein Europa der Solidarität und Mitverantwortung...

Pfadfinder aus verschiedenen Organisationen und Ländern haben am vergangenen Samstag am Brenner, in Bozen und Lampedusa mit Treffen und Kundgebungen für ein Europa der Solidarität und Mitverantwortung eingesetzt. Sie riefen dazu auf, Brücken zu bauen. Beim Treffen am Brenner von Tiroler und Italienischen Pfadfindern sowie Caritas-Mitarbeitern wurde ein aus Flüchtlingsbooten gebautes Holzkreuz an die TirolerInnen übergebengegen. Sie verlasen eine Botschaft des Erzbischofs von Agrigento und Lampedusa, Kardinal Francesco Montenegro. Darin hieß es unter anderem: „Die Grenzen, die für Feindschaft und für Gleichgültigkeit stehen, müssen überwunden werden.“ Wie die PPÖ mitteilte, gab es am Brenner, in Bozen und in Lampedusa keine Kundgebung „GEGEN“ etwas, sondern ein Treffen der Vertreter von verschiedenen Pfadfinderorganisationen „FÜR“ ein Europa der Solidarität und der Mitverantwortung. Die ORF hatte berichtet (was z.B. von der Augsburger Allgemeinen aufgegriffen worden war), dass am Brenner mit lampedusischen Holzkreuzen gewappnete Pfadfinder aus Österreich und Italien gezielt gegen die Grenzsperren protestiert hätten. Dies hatte als unzulässiges politisches Engagement bei einigen Kommentatoren für Unmut gesorgt. Bildnachweis: flickr, Noborder Network – zodiac Quelle: Augsburger Allgemeine 28.05.2016; PPÖ bei Facebook 28.05.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...