TV-Beitrag über Hans Bollinger und Nerother Wandervogel...

Am 16.06. wurde im SR ein ansprechender Beitrag über den alten Nerother Hans Bollinger und die „musikalische Wanderlust“ des Nerother Wandervogels und das von ihm jüngst im Spurbuchverlag veröffentlichte Buch „Auf vielen Straßen dieser Welt“ gesendet. Der Fernsehbeitrag ist noch bis zum 16.06.2022 im Mediaarchiv der ARD verfügbar. Das von ihm veröffentliche Buch „Auf vielen Straßen dieser Welt“ wird hier vorgestellt. Bei Interesse an einer Lesung sind Anfragen an info@hans-bollinger.de möglich. Hier ist der Link zum Buch auf der Spurbuchwebseite: https://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/auf-vielen-strassen-dieser-welt.html Zum Buch kam außerdem noch eine CD mit den bekanntesten Nerother Liedern heraus:...

Buchvorstellung: Geheimnisse des Baybachtales...

Der Nerother Bund ist als der eigentliche Entdecker des Baybachtales und seiner verborgenen Reize anzusprechen. Er, eine der schöpferischsten Gemeinschaften der bündischen deutschen Jugendbewegung, war wie keine andere Körperschaft geeignet, dem verwunschenen Platz seine hohe Weihe zu geben, und sie von ihm zu empfangen… Der Dichter Werner Helwig sah sein gesamtes Schaffen immer in Zusammenhang mit seinen Waldecker Jahren. So äußerte er noch zu Lebzeiten den Wunsch, der Nerother Wandervogel möge dies Bändchen zur Erinnerung an seinen Gefährten Richard Lohmann herausgeben. Heute liegt diese kleine Sammlung von Geschichten des Dichters Werner Helwig nun vor und enthält als Kernstück das Loblied des Baybachtales, das zuerst 1954 als interne Schrift des Nerother Wandervogels gedruckt wurde. Der Anhang umfasst eine kleine Dokumentation zur Örtlichkeit. Werner Helwig Die Geheimnisse des Baybachtales 70 Seiten | Hardcover | 12,5 x 20,5 cm 9,20 € | A: 9,40 € ISBN 978-3-88778-231-3 Hier geht es zur Bestellung: http://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/die-geheimnisse-des-baybachtales.html Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Buchvorstellung: Von der Straße geworben...

Der Nerother Wandervogel gilt als einer der letzten bestehenden Bünde, die der historischen Jugendbewegung entstammen. In dieser Sammlung von z.T. unveröffentlichten Texten aus Broschüren, Kalendern und Tagebüchern schreibt Bundesführer „FM“ Fritz-Martin Schulz über die Facetten einer Persönlichkeit, die einen Bund prägt, über die Wirkung und Auswirkung weltweiten Fahrens auf Denken, Handeln und Selbstbewusstsein und die Liebe zur Welt und Annahme auch ungeliebter Gegenwart. Die Berichte, Erlebnisse und Gedichte reichen von 1955 bis zur Gegenwart. Das Buch teilt sich in einzelne Kapitel zu Deutschland, Europa und Amerika. Ein Aufschluss über das, was bei den Nerothern manchen als rätselhaft erscheint. Solide verarbeitet, handliches Format mit  26 Farbfotos. Fritz-Martin Schulz Von der Straße geworben 208 Seiten | Hardcover | 12,5 x 18,5 cm 14,80 € | A: 15,20 € ISBN 978-3-88778-310-5 Hier geht es zur Bestellung: http://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/von-der-strasse-geworben.html Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

„Nachwuchs gibt es keinen mehr“...

Was der 82-jährige Hans Eltze dem Trierischen Volksfreund zum Besten gab, war vermutlich nicht offiziell abgesegnet. Er berichtete im Interview vom Nerother Wandervogel und von den Fahrten seiner Jugend und dass man sich immer noch regelmäßig zum Singen treffen würde. Alles in allem ein netter Bericht, nur ein Satz verstörte dann doch den kundigen Leser. Von den Treffen auf der Waldeck berichtete er, dass von deutschlandweit rund 200 Mitgliedern des Nerother Wandervogels dort mal mehr, mal weniger zusammenkämen. Schließlich seien die Herren auch schon in die Jahre gekommen. Und dann: „Nachwuchs gibt es keinen“. Eine steile Behauptung, die nach Kenntnis der Redaktion nicht mit den Tatsachen übereinstimmt. Als „alter Nerother“ gehört Eltze aber nicht zum Teilnehmerkreis der Bundestreffen des Jungenbundes, die ihn eines Besseren überzeugen könnten. Bild: Karl Oelbermann, Gründer des...

Gedenktag: Robert Oelbermann

Heute vor 79 Jahren, am 29. März 1941, verstarb Robert Oelbermann im Alter von 44 Jahren im KZ Dachau. Robert Oelbermann war, zusammen mit seinem Zwillingsbruder Karl, Gründer des Nerother Wandervogels und dessen Bundesführer bis zu seinem Tod. Die Zwilligsbrüder wurden am 24. April 1896 in Bonn geboren. In der Silvesternacht 1919 gründeten sie zusammen mit ausgewählten Freunden auf dem Nerother Kopf bei Neroth/Eifel den Geheimbund / die Ritterschaft der Nerommen innerhalb des Altwandervogels. Dessen Bundesführung war mit diesem Vorgehen nicht einverstanden und in Folge dessen entstand ein eigener Bund, der Nerother Wandervogel, der sich am 27. März 1921 offiziell gründete. Nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten und die durch diese erzwungene Selbstauflösung führten viele Nerother Wandervögel ihr Gruppenleben in der Illegalität fort, ein Umstand, welcher der Reichsjugendführung nicht verborgen blieb. Sie ging entschlossen gegen diese „bündischen Umtriebe“ vor, so wurde auch Robert Oelbermann in Untersuchungshaft genommen und mit Hilfe eines erpressten Geständnisses hinsichtlich homosexueller Orientierung in Haft genommen.  Dieser schloss sich eine Schutzhaft und 1937 die Überführung, zunächst ins KZ  Sachsenhausen und später ins KZ Dachau, an. Dort verstarb er an den Folgen der Haftbedingungen, welche eine Entzündung und Blutvergiftung an einer alten Kriegsverwundung hervorgerufen hatten. Wesentliche, bis heute erhaltene Formen des Nerother Wandervogel sind der reine Jungenbund, die Weltfahrten, der Ausbau der Burg Waldeck als Jugendburg, die organische Struktur in Form von überregionalen Orden mit individueller Prägung, ein Bundesführer auf Lebenszeit und nicht zuletzt ihr reges musikalisches Schaffen. Den ausführlichen Scout-O-Wiki-Eintrag zu Robert (und Karl) Oelbermann findet ihr hier. Zudem gibt es ein Video von der Verlegung des Stolpersteines für Robert Oelbermann im Jahr 2009 auf der Waldeck. Im Original ist er kurz ab Minute 4:08 im Waldeck-Film-Trailer zu sehen. Bildausschnitt aus “Die letzten Wandervögel”, Deutscher Spurbuchverlag   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter...