Mahnmal zum Anschluss

80.000 Kerzen erinnerten am Wiener Heldenplatz an den Anschluß Österreichs an Hitler-Deutschland vor 70 Jahren. Jugendorganisationen – darunter die Pfadfinder, die Katholische Jugend und die Roten Falken – und Pensionistenverbände hatten zu der „Nacht des Schweigens“ geladen. Die Kerzen erinnerten an die 80.000 österreichischen Opfer des Nationalsozialismus. Die Namen der Opfer wurden auf riesigen Leinwänden gezeigt, ein jeder nur zwei Sekunden lang. Dennoch liefen die vier Projektoren bis sechs Uhr morgens. Quelle: scouting...

Geschichtsprojekt des PBMV

Zum 75. Jahrestag der nationalsozialistischen Bücherverbrennung startete der Pfadfinderbund Mecklenburg-Vorpommern (PBMV) ein Geschichtsprojekt. Gefördert wird das Vorhaben von der Stiftung Demokratische Jugend im Rahmen der Zeitensprünge-Projekte. Die Pfadfinder möchten das Projekt nutzen, um über die Ideologie der Nationalsozialisten und die dazugehörigen Repressalien aufzuklären und das Wirken der Nazis auf lokaler Ebene zu erforschen. Unter anderem ist geplant, die örtlichen Aktivitäten anhand der Unterlagen im Universitätsarchiv aufzuklären. Ziel ist die Erstellung einer kleinen Ausstellung und einer Projektbroschüre. Quelle: scouting...

Synagoge

Dort, wo einst die Synagoge in Castrop stand, wurde am Freitag, dem 9. November, eine Jurte errichtet. Mit dieser Zeltkonstruktion wollten die Castroper Pfadfinder für die Gedenkveranstaltung zur Pogromnacht die Grundmauern nachbauen. Im Anschluß an den traditionellen Schweigemarsch konnten sich die Teilnehmer zudem ausgiebig in der Jurte der Pfadfinder über die „Zeitgeschichte der Verfolgung der Juden von 1933 bis 1945 in Deutschland“ informieren. Neben Plakatwänden waren über eine CD-Rom weitere Bilder und Informationen abrufbar. Quelle: scouting...

Zeitzeuge zu Besuch

Bei einer Fahrt des Bundes Deutscher PfadfinderInnen (BDP) zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz vor zwei Jahren lernten die Teilnehmer Stanislav Hantz kennen, der die Inhaftierung in dem Konzentrations- und Vernichtungslager überlebte. Jetzt war der 84-jährige Zeitzeuge zu Gast in Bingen und im Hunsrück. Dabei berichtete er Schülern in Bad Kreuznach und Simmern und den BDP-Mitgliedern beim Infoabend vom täglichen Überlebenskampf im Todeslager Auschwitz. Seit 1985 fährt Hantz regelmäßig nach Deutschland, um vor allem in Schulen von der nationalsozialistischen Vernichtungsmaschinerie zu berichten. Quelle: scouting...