Nehmt Abschied, Brüder Sep11

Nehmt Abschied, Brüder

Mit vielen lebendigen Erinnerungen an dutzende gemeinsame Fahrten, Lager, Hajks und überbündische Treffen, mit Erinnerungen an wilden Gesang ebenso wie an heftige Diskussionen in der Leiterrunde, an hunderte Nachrichten auf den digitalen Kanälen, an Gruppenstunden, Jurtenbauten und vieles, vieles mehr nehmen wir, die Pfadfinder Vogelsberg, Abschied von unserem Ranger Andi. Seit 2010 ist er Mitglied in unserem Stamm. Er war maßgeblich am Aufbau der Gruppe “Luchse” beteiligt und bei vielen gemeinsamen Projekten prägend. Ungezählte Fotos in unserem Archiv zeugen davon, dass Andi – trotz seiner vielen andern Beschäftigungen – viel Zeit mit unserem Stamm verbracht hat: ob der jährliche Wirberg oder das Friedenslicht, ob Hessenstein oder Jugendkirchentag, ob AZN oder Feste in unseren Schwarzzelten, Andi war immer mittendrin. In der Außenvertretung unserer pfadfinderischen Jugendarbeit war er darüber hinaus im Evangelischen Dekanat Alsfeld und im hessischen Landesverband der Evangelischen Jugend (EJHN) engagiert. Mit Pausierung unserer Meuten- und Sippenarbeit vor zwei Jahren hat sich Andi aus unserem aktiven Geschehen stark zurückgenommen. Und doch erreichen uns nun aus befreundeten und zum Teil weit entfernten Stämmen Beileidsbekundungen, weil Andi auch ihnen noch in guter Erinnerung ist. Wir sind sehr dankbar für die gemeinsamen Erfahrungen und wissen, dass Andi für viele Kinder, Jugendliche und natürlich auch für uns ein toller Pfadfinder war. Unsere Gedanken sind bei ihm und seiner Familie. Allzeit bereit und gut Pfad, Lux (Stammesführer Evangelische Pfadfinder Vogelsberg), mit Hannes, Mona, Simon (Pfamudi), Seli, Philipp und Christian “Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr…” – das singen alle Pfadfinder in Deutschland (und in anderen Sprachen Pfadfinder in vielen Ländern der Welt) zur Verabschiedung nach gemeinsamen Fahrten und größeren Treffen. Wir haben es auch mit Andi gemeinsam oft gesungen. Am Ende des Abschlussgottesdienstes bei Evangelischen Kirchentagen heißt es alle zwei Jahre: Auf Wiedersehen, bis zum nächsten Kirchentag, “so...

Kondolenzbuch für Oss Kröher Jul03

Kondolenzbuch für Oss Kröher

Ein Freund ist von uns gegangen. Für Oss Kröher haben wir ein Kondolenzbuch erstellt. Damit besteht auch für diejenigen, welche vielleicht nicht zu seinem unmittelbaren Umfeld gehörten, die Möglichkeit, ihre Gedanken niederzulegen. Gern geben wir diese dann an die Familie von Oss weiter. Den Nachruf der scouting findet ihr hier. Darüber hinaus haben aber auch viele weitere Medien dem Verstorbenen gedacht: Die Rheinpfalz T-online Pfälzischer Merkur Badische Zeitung Neue Musikzeitung Die Welt Deutschlandfunk Kultur...

Wir trauern um Oss Kröher Jul01

Wir trauern um Oss Kröher

Oss ist heute morgen im Alter von 91 Jahren verstorben. Wir haben hier ein Kondolenzbuch für ihn eingerichtet. Das „Urgestein“ jugendbewegten Gesanges war zusammen mit seinem Zwillingsbruder Heinrich (+2016) als „Hein und Oss“ jahrzehntelang auf den Bühnen der Welt daheim. Dabei begeisterten sie nicht nur die Mitglieder der Jugendbewegung, sondern brachten auch vielen anderen Menschen sowohl das deutsche Lied als auch die von ihnen intonierten Lieder vieler Länder und Völker nahe. Gemeinsam erhielten sie zahlreiche Auszeichnungen, darunter das Bundesverdienstkreuz. Altersbedingt waren die öffentlichen Auftritte von Oss schon länger selten geworden. 90. Geburtstag: Oss mit Katja Ebstein 90. Geburtstag mit seiner Frau Gretel Beim Mindener Kreis 2017 Der am 17.09.1927 in Pirmasens geborene Oss stammt aus der Jungenschaft. In der Nachkriegszeit spielte er zunächst als Gitarrist im Zweibrücker Jazzorchester, wendete sich dann jedoch dem deutschen Volkslied zu. Zusammen mit seinem Bruder veröffentlichte Oss 17 Langspielplatten und CDs sowie Bücher mit Liedsammlungen aus aller Welt. Gemeinsam mit Peter Rohland und seinem Bruder initiierte er das Festival Chanson Folklore International auf Burg Waldeck. Selbstverständlich gibt es über Hein & Oss auch einen Dokumentationsfilm. Oss betätigte sich zudem auch schriftstellerisch (s.u.). Unser herzliches Beileid gilt seiner Frau und Familie. Vorstellung der CD-Gesamtausgabe von Hein&Oss Dritter Teil der Biographie von Oss Kröher Oss Kröher: Vom Lagerfeuer ins Rampenlicht Hier der Film zu Oss Kröhers 90. Geburtstag im vorletzten Jahr:   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Luxemburger Pfadfinder trauern Mai02

Luxemburger Pfadfinder trauern

Die Pfadfinder Luxemburgs, de Lëtzebuerger Scoutissem, trauern um ihr Oberhaupt. Im Alter von 98 verstarb am 23. April Jean von Luxemburg. Von 1964 bis 2000 war er als Großherzog der Staatschef von Luxemburg. In Monarchien ist es üblich, dass das Staatsoberhaupt zugleich auch Oberhaupt und Schirmherr der nationalen Pfadfinderbewegung ist. Hier der offizielle Nachruf der Pfadfinder in Landessprache: De Lëtzebuerger Scoutissem huet en aussergewéinleche Chef verluer. Le véritable chemin du bonheur est de donner celui-ci aux autres. Essayez de quitter la terre en la laissant un peu meilleure que vous l’avez trouvée et quand l’heure de la mort approchera, vous pourrez mourir heureux en pensant que vous n’avez pas perdu votre temps et que vous avez fait «de votre mieux». (Lord Robert BADEN-POWELL)  Eemol Scout, ëmmer Scout… dëst war vun Ufank un Devis vum Grand- Duc Jean. A Präsenz vu 5000 Scouten, déi aus allen Ecke vum Land zesumme komm  sinn, huet S.A.R. de Prënz Jean vu Lëtzebuerg  den 28. Oktober 1945 am Stadion op der Arelerstrooss Säi Scoutsverspriechen ofgeluecht. A Senger Usprooch sot de Prënz : « …Ech hunn elo grad virun Iech an Är Hänn d’Scoutsverspriechen ofgeluecht. Ech faassen dat Verspriechen als eng ganz eescht Saach op, déi e Mënsch fir d’Liewe bënnt, viru sengem Härgott a viru sengem Gewëssen ! Am Scoutissem erkennen ech méi ewéi e Spill fir grouss, kleng a ganz kleng Bouwen ; ech gesinn an him eng wonnerbar Method, fir jonk Mënschen zu charaktervolle Männer an zu gudde Bierger z’erzéien… ». Hien huet sech vun dunn un als Chef-Scout vun der « LUXEMBOURG BOY SCOUTS ASSOCIATION / LBSA engagéiert. Deemools war de jonke Prënz nach Ierfgroussherzog; 1964 huet hien d’Charge als « Chef d’État » iwwerholl. Schonn am Joer 1943, wéi d’Groussherzogin Charlotte mat Hirer Famill an Hirer Regéierung zu London am Exil war, hu...

Nachruf auf Hartmut Rupprecht (Trapper) Apr08

Nachruf auf Hartmut Rupprecht (Trapper)...

Am 28. März verstarb in Lübeck im Alter von 86 Jahren Hartmut Rupprecht (Trapper). Trapper setzte sich nach dem Zweiten Weltkrieg engagiert für die während der Naziherrschaft verbotene Pfadfinderbewegung in Lübeck ein, gab den Jugendlichen Halt und vermittelte ihnen Ziele. Heute gibt es wieder 250.000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder in Deutschland, weltweit sind es 41 Millionen. Auch als langjähriger Vorsitzender des Lübecker Jugendringes vertrat er Ende der sechziger Jahre die über hundert damals in Lübeck tätigen Vereine und arbeitete eng mit den damaligen Jugendpflegern Stooß und Krellenberg zusammen. Trappers Jugend war durch die Ereignisse des Zweiten Weltkrieges bestimmt. 1944 wurde er wie alle Zwölfjährigen zum Jungvolk eingezogen und musste einmal pro Woche zum Gruppentreffen. „Außer dem blöden Formaldienst: Antreten, Durchzählen, Links um, Rechts um, Abmarsch, „Ein Lied, drei, vier“ auf dem Schulhof und dem politischen Unterricht in den Klassenräumen, wo uns gezeigt wurde, wie das Großdeutsche Reich immer und überall siegte, gab es noch die Geländespiele zur Wehrertüchtigung.“ All dieses konnte Trapper überhaupt nicht begeistern. Er liebte es vielmehr, mit dem Fahrrad in die nahe Palinger Heide zu fahren; dort gab es ein großes Moor mit Laufstegen aus Holz und einer Hütte. Mit zwei Klassenkameraden gründete er dort heimlich den „Naturbund“ und praktizierten so häufig wie möglich die „Pfadfinderei“. Inspiriert dazu hatte Trapper ein Beitrag in seinem Englisch-Lehrbuch über die britischen Boy Scouts. Als endlich am 2. Mai 1945 die britischen Truppen in Lübeck einzogen, war der Weg frei für das Wiedererwachen von Pfadfindergruppen, die allerdings noch unter einem unverfänglichen Decknamen, dem „Späherring“ nach dänischem Vorbild, liefen. Es dauerte noch drei Jahre bis die Alliierten die Gründung des Bund Deutscher Pfadfinder genehmigten. Hier fand Trapper seine Heimat und so entwickelte sich aus dem kleinen „Naturbund“ in Lübeck der Stamm „Panther“ und später unter seiner Leitung...