Von Berlin bis zum Baikalsee

Der Scoutingtrain war wohl eines der Pfadfinderereignisse, die für das Jahr 2014 in die Geschichte eingehen werden. Einen Erlebnisbericht über diese Reise stellte inzwischen Alexa Hofmann aus dem Stamm der Vaganten vom BdP dem Höchster Kreisblatt zur Verfügung. „Es ist eine Reise, die ich so schnell nicht vergessen werde.“ Hier gehts zum Bericht des Höchster Kreisblattes vom...

Crowdfunding für den ScoutingTrain...

Am 20. März startete die erste Crowdfundingkampagne zur Realisierung des ScoutingTrains. Der Finanzbedarf liegt insgesamt bei ca. 1,2 Millionen Euro. Für die fleissigen Spenden lässt man sich nicht Lumpen, als Dankeschön erwarten einen je nach Spendenhöhe zum Beispiel eine an Bord des Zuges handgehäkelte Mütze (75 €), Erinnerungswasser vom Baikalsee (500 €) oder ein viertägiges Stadtspiel in Moskau inkl. Flug und Übernachtung (1500 €).Das Projekt ScoutingTrain wird bereits diesen Sommer in Form eines realen Sonderzuges 400 PfadfinderInnen aus Deutschland und den Ländern des ehemaligen Warschauer Paktes zu einem einzigartigen Bildungsreise- und Begegnungsprojekt zusammenführen. Die Zugfahrt führt von Berlin über Warschau, Moskau und Irkutsk auf der Strecke der Transsibirischen Eisenbahn bis zum Baikalsee. Dort warten auf die TeilnehmerInnen Expeditionen in die Natur, Pro­jektarbeiten sowie Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Die Organisatoren des BdP sind überzeugt davon, dass das Projekt gerade jetzt stattfinden muss und dass eine Absage aufgrund der aktuellen politischen Spannungen zwischen Ost und West einem Aufgeben der pfadfinderischen Ideale gleichkommen würde. Hier geht es zum...

Einmal kam ein Wolf bis vor das Zelt...

Rußlandfahrt in die Taiga Mit der „Russian Union of Scouts“ pflegt die Solmser Pfadfinderschaft seit 1996 im Rahmen ihres gemeinsamen Dachverbandes WFIS eine Partnerschaft. Schon zwei Mal waren Gruppen zu einem gemeinsamen Lager an der Vetluga, einem Nebenfluß der Wolga, gefahren. Auch dieses Jahr zog es die Rover in ein gemeinsames Lager mit ihren russischen Partnern in der Taiga. In einer intensiven Vorbereitungsphase hatten sich die sieben Teilnehmer vorab mit dem Gastland beschäftigt. Die Anreise erfolgte mit dem Flugzeug über Moskau, wo sie in Begleitung ihrer zwei russischen Dolmetscher-Altpfadfindern eine Stadtbesichtigung machen konnten. Nächstes Ziel war Nishny Novgorod, etwas mehr als 400 Kilometer von Moskau entfernt. Mit dem Kleinbus nahm diese Fahrt glatte 10 Stunden in Anspruch. Dort traf man mit einer russischen Pfadfindergruppe zusammen und ging gemeinsam auf Erkundungstour. Quartier bezog man im Heim der Partnergruppe auf einem Schulgelände. Gemeinsam ging man auf Stadterkundung in der viertgrößten Stadt Rußlands – die alte Festungsanlage, ein historisches Dorf am Stadtrand, moderne und schön restaurierte Gebäude an der Prachtstraße. Mehr und mehr werden auch hier die Plattenbauten aus kommunistischer Zeit durch architektonisch ansprechende Neubauten ersetzt. Ein besonderes Erlebnis war dann der Besuch in einer orthodoxen Kirche. Mit der Eisenbahn, zu Fuß und schließlich per Armeetruck wurde dann die letzte Etappe der Anreise von nochmals 200 Kilometer absolviert. Im Taiga-Lager kamen dann 350 Pfadfinder aus Rußland und der Ukraine mit den Deutschen zusammen. Das Lagerprogramm umfaßte Spielwettkämpfe, Kanuausflüge, Lagerfeuer und eine Fahrt über 15 Kilometer in Kanus, sowie eine zehn Kilometer lange Wanderung durch die Taiga. Daneben gab es Ausflüge an Seen und in eine Fabrik für Holzsouvenirs. Im Lager herrschten eine Mückenplage, über 35 Grad Hitze und einmal kam ein Wolf an die Zelte der Pfadfinder. Abends saß man an den Lagerfeuern der Russen, sang und...