Jahresabschluss mit Fragezeichen

Es gibt klassische Fragen, bei denen der Mensch ganz allgemein eher dazu neigt, die Antwort künstlich nach unten zu korrigieren. Ein gewisser Bayern-Manager hat das getan. Bei manchen Fragen hingegen trägt man bei der Antwort bewusst dicker auf. Das trifft offenbar auf die Mitgliederzahlen mancher Bünde zu. Stellt man diese in Kontext mit der Anzahl an tatsächlich existierenden Stämmen oder mit den erwirtschafteten Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge, so ist man versucht, sich die Augen zu reiben. Da hat jeder Stamm dann offenbar durchschnittlich 300 Mitglieder, von denen jedes einzelne aber nur wenig mehr als den Sozialtarif des Bundesbeitrages erbringt. Pikant wird es, stellt man die Frage nach der Motivation zur Schönung. Möglicherweise geht es um die Höhe an Zuschüssen, die dem Verband je nach Anzahl seiner Mitglieder zufließen? Ist dies, da der Wert unserer Arbeit sich sowieso schlecht in Mitgliederzahlen ausdrücken lässt, ein verständliches und notwendiges Mittel zum Ziel oder doch schlicht und ergreifend Betrug? Was würde geschehen, wenn die Förderung auf die tatsächliche Mitgliederzahl reduziert würde? Jedoch auch jetzt entsteht ein Schaden, nur eben an anderer Stelle. Und ob nur die PfadfinderInnen sich großzügig an dem Sozialstaat bedienen, darf getrost bezweifelt...

Mit Imagekampagne wollen Schweizer Pfadi den Mitgliederschwund stoppen...

Mit einer großen Imagekampagne möchte die Pfadibewegung Schweiz ihren Mitgliederschwund stoppen. Allein in den Jahren 1993 – 2008 verlor sie 16000 Mitglieder, das sind mehr als ein Viertel. Die Trendwende kam jedoch mit dem Bundeslager „Contura“ im vergangenen Jahr. Die große Medienberichterstattung führte zu einem erheblichen Mitgliederzuwachs. Nun haben die Pfadi Schweiz Blut geleckt: Mit einer großen Imagekampagne unter dem Motto „Pfadi kann mehr“ möchte sie in den nächsten drei Jahren ihre ehrenamtliche Arbeit und seine Bedeutung zum Wohl der Gesellschaft in den Blickpunkt rücken. Quelle: scouting 01-10...