Buchvorstellung: Pfadfinderbuch für junge Mädchen...

Am 14. Januar 1912 wurde der „Deutsche Pfadfinderbund für junge Mädchen“ gegründet. Das Buch, gedacht als wertvoller Leitfaden für die Bewegung, erschien am 1. Februar 1912. Mitautoren waren unter anderem Maximilian Bayer, Alexander Lion und Freiherr von Seckendorff. Ein echtes Zeitdokument. Seinerzeit konzipiert als ein anregender, praktischer Leitfaden für die heranwachsende, vorwärtsstrebende weibliche Jugend. Heute ein wertvolles Werk auch in Hinsicht auf die seither erfolgten Veränderungen nicht nur in der Pfadfinderinnenarbeit, sondern auch der Rolle der Frau in der Gesellschaft. Ein Faksimile der Ausgabe von 1912. Elise von Hopffgarten Pfadfinderbuch für junge Mädchen 272 Seiten | Hardcover | hochwertiges Leinen 14,5 x 22 cm | 26,00 € | A: 26,70 € ISBN 978-3-88778-169-9 Hier geht es zur Bestellung: http://www.spurbuch.de/de/produktleser-pfadfinder-und-jugendbewegung/product/pfadfinderbuch-fuer-junge-maedchen.html Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Gründung des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB)...

Heute vor 108 Jahren, am 18. Januar 1911, wurde der erste Deutsche Pfadfinderbund (DPB) gegründet. Er erhielt regen Zulauf und erreichte bald bis zu 90.000 Mitglieder. Erster Bundesführer („Reichsfeldmeister“) wurde Maximilian Bayer, der die Entstehung der Organisation maßgeblich mit angestoßen hatte. Als Bundeszeichen verlieh Kaiser Wilhelm II dem Bund das sogenannte Schachbrett, welches bis heute vereinzelt von deutschen Pfadfinderbünden oder auch einzelnen Gruppen getragen wird. Der DPB war anfänglich stark militärisch geprägt, sowohl was Organisation, aber auch Inhalt und Führungspersonal betraf. Doch nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg gewannen die Reformer innerhalb des Bundes mehr an Einfluss; schließlich mündete dies in mehreren Abspaltungen, die sich inhaltlich stärker am Wandervogel orientierten. 1933 wurde der DPB durch die Nationalsozialisten verboten und aufgelöst. Offizieller Rechtsnachfolger ist der „Deutsche Pfadfinderbund, gegründet 1911 e.V.“, der aber nur aus einem einzelnen Stamm bei Düsseldorf besteht. Der heutige „Deutsche Pfadfinderbund“ (DPB) hingegen hat mit dem Ursprungsbund nur den Namen gemein. Er wurde erst nach dem zweiten Weltkrieg gegründet und hat seine eigentlichen historischen Wurzeln in anderern Pfadfinderorganisationen. Nun hat damals bei der Zeremonie noch keiner sein Handy draufgehalten, aber vielleicht tröstet das historische Video von einem deutschen Pfadfinderlager aus 1962 darüber hinweg. Wenn wer einen Film vom Vorkriegs-DPB hat: Immer her damit. Zum weiterlesen: Beitrag über Maximilian Bayer. Beitrag über Alexander Lion. Faksimile-Ausgabe vom „Pfadfinderbuch“ (verfasst von Maximilian Bayer und Alexander Lion) Buchvorstellung: Alexander Lion – Höhen und Tiefen des Lebens Buch: Gründerväter der Pfadfinderbewegung von Stephan Schrölkamp Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag: Maximilian Bayer

Heute vor 101 Jahren, am 25. Oktober 1917, fiel Maximilian Bayer im Alter von 45 Jahren „zwischen den Fronten“ des ersten Weltkrieges in St. Jürgen nahe Nomeny (Lothringen). Maximilian Bayer gründete 1909 zusammen mit Alexander Lion die Pfadfinderbewegung in Deutschland. Diesen hatte er in der zweiten Jahreshälfte 1908 auf einer Tagung der Deutschen Kolonialgesellschaft kennengelernt. Bayer erklärte sich bereit, Lion bei der Bearbeitung und Herausgabe einer geplanten Übersetzung von Baden-Powells Jugendbuch Scouting for Boys zu unterstützen. Die gemeinsame Gründung des Pfadfinderfördervereins Berlin im Jahre 1909 mobilisierte jedoch zahlreiche Gegner. Sowohl Maximilian Bayer, als auch Alexander Lion und ihre Mitstreiter mussten sich in den folgenden Jahren Kritik aus militärischen, bürgerlichen und kirchlichen Kreisen gefallen lassen, die sich darauf konzentrierte, dass die Pfadfindermethode im von vielen gehassten England entwickelt worden war. Aufgrund dienstlicher Widerstände schied Bayer aus dem Vorstand des Pfadfinderfördervereins „Jugendsport in Feld und Wald“ aus und ließ seinen Namen vom Titelblatt des wenig später erscheinenden Pfadfinderbuches streichen, von welchem er die Abschnitte zu den Bereichen Natur, Pfadfindertechniken und Vaterland verfasst hatte. Als sich 1911 in Berlin der Deutsche Pfadfinderbund (DPB) gründete, wurde Bayer zum „Ersten Reichsfeldmeister“ gewählt und blieb es bis zu seinem Tode. Seine Leiche wurde 1926 nach Deutschland überführt und liegt im Familiengrab auf dem Hauptfriedhof in Mannheim. Quelle und weitere Informationen: Wikipediaeintrag über Maximilian Bayer Zum weiterlesen: Faksimile-Ausgabe vom „Pfadfinderbuch“ (verfasst von Maximilian Bayer und Alexander Lion) Buch: Gründerväter der Pfadfinderbewegung von Stephan Schrölkamp   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Erinnerungskultur: 100. Todestag von Maximilian Bayer...

In Gedenken an das Lebenswerk von Major Maximilian Bayer trafen sich Finnen und Deutsche am 20. September 2017 auf dem Hauptfriedhof in Mannheim. Der finnische Jägerbund und Traditionsverein Jägerbataillon 27 „Finnische Jäger“ sowie Pfadfinder der Europapfadfinder, der Freien Pfadfinderschaft Kreuzritter sowie der Altpfadfindergilden des Verbandes Deutscher Altpfadfindergilden gedachten dem Lebenswerk von Major Maximilian Bayer. Maxmilian Bayer ist der im Herbst 1917 gefallene Gründungsvater der deutschen Pfadfinderbewegung sowie der Wegbereiter der jungen finnischen Freiheitsbewegung. Insgesamt waren 18 Finnen nach Deutschland gekommen, um gemeinsam mit den deutschen Pfadfinder das Leben von Maximilian Bayer zu würdigen. Generalmajor Pennanen würdigte die grossen Leistungen Maximilian Bayers insbesondere als Erzieher und Ausbilder der jungen finnischen Jäger und Pfadfinder. Sein Einsatz für das finnische Volk sei bis heute unvergessen. Karl Scherer ergänzte mit neuen Erkenntnissen über das Leben von Maximilian Bayer die Feierstunde. Demnach habe Bayer zunächst den Auftrag gehabt, junge türkische Männer nach der Pfadfindermetode auszubilden. Ein Befehl aus Berlin entsandte ihn allerdings nach Hohenlockstedt. Nach einem anschliessend gemeinsamen Mittagessen beschlossen Pfadfinder und der finnische Jägerbund eine engere Zusammenarbeit. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Finnentag und Maximilian Bayer

In Hohenlockstedt weiß jedermann, was es mit dem alljährlich begangenen Finnentag auf sich hat. Hunderte von Besuchern nehmen dort jedes Jahr an den entsprechenden Feierlichkeiten teil und bewundern die Laienschauspieler in ihren Kostümen, welche unter anderem „als Pfadfinder getarnte Finnen auf dem Weg zur militärischen Ausbildung“ und „Major Maximilian Beyer“ darstellen. Beyer mit „e“? Wikipedia dementiert und schreibt ihn mit „a“ – und damit wäre den Pfadfindern unter den Lesern zumindest schon einmal der Hauptakteur des Treibens ein Begriff. Während man als gestandener Pfadfinder die militärische Laufbahn von Baden-Powell, dem britischen Gründer der Pfadfinder, zumindest in groben Zügen auf dem Schirm hat, ist dies bei Maximilian Bayer, dem Mitbegründer der deutschen Pfadfinder, weniger oft der Fall. Major Maximilian Bayer startete 1915 in Hohenlockstedt die Ausbildung der sogenannten „Finnischen Jäger“. Kurzer geschichtlicher Exkurs: Finnland selbst war zu diesem Zeitpunkt durch das Russische Kaiserrreich nahezu vollständlich annektiert. Als Pfadfinder verkleidet und mit dem angeblichen Ziel der Teilnahme an einem Pfadfinder-Feldmeisterkurs kamen finnische Freiwillige, hauptsächlich nationalbewusste Studenten, nach Hohenlockstedt, um dort unter strengster Geheimhaltung eine militärische Grundausbildung zu erhalten. Diese  so genannten Finnischen Jäger (offizielle Bezeichnung: das Königlich-Preußische Reserve-Jägerbataillon 27) bildeten den Kern der späteren finnischen Armee. Die Ausbildung in Hohenlockstedt wird als Startpunkt des demokratischen Prozesses in Finnland aufgefasst, denn ohne eine eigene Armee hätte Finnland nie den Weg in die Unabhänigkeit geschafft. Wer konkret auf die Idee verfallen war, die Finnen als Pfadfinder zu verkleiden, ist nicht überliefert, aber für den Mitbegründer der deutschen Pfadfinderbewegung Major Maximilian Bayer höchstselbst wäre dies ein naheliegender Gedanke gewesen. In Hohenlocksteht begeht man im zeitlichen Umfeld des 25. Februars, an dem im Jahr 1915 der erste Ausbildungskurs mit 189 Finnen stattfand, jedes Jahr den sogenannten Finnentag. Mit als Pfadfindern verkleideten Finnen, einem Major Maximilian Bayer bzw. Beyer, dem Marsch...