Magnetischer Pol wandert schneller...

Es gibt den geographischen Nordpol in der Arktis und den geographischen Südpol in der Antarktis. Nutzer von klassischen Kompanten kennen zudem die Berücksichtigung der „Fehlweisung“, welche darin begründet ist, dass der magnetischer Südpol (befindet sich am geographischen Nordpol) nicht am gleichen Ort liegt, wie der geographische Pol. Der magnetische Pol wandert, bislang wurde er alle fünf Jahre neu modelliert. Doch nun wanderte er überaschend schneller. Erstmals seit Bestehen des „World Magnetic Models“ (WMM) mussten die Geowissenschaftler das Modell vorzeitig überarbeiten und updaten. Das WMM ist ein Standartmodell, wird für Navigation auch auf Smartphones verwendet. Historisch betrachtet wanderte der magnetische Südpol ab 1590 im Zickzack durch die Königin-Elisabeth-Inseln.  Ab Mitte des 19. Jahrhunderts nahm er jedoch an Tempo und Zielstrebigkeit zu, bewegte sich im Jahr 2000 mit 56 Kilometern pro Jahr Richtung Taimyrhalbinsel. Eine klare Erklärung für das Phänomen gibt es bislang nicht. Überlegungen, dass pysikalischer Nord- und Südpol davor stünden, die Rollen zu tauschen, werden dadurch in Frage gestellt, dass der pysikalische Nordpol in der Antarkis bislang keine großen Anstalten zeigt, sich übermäßig schnell zu bewegen, sondern eher stillsteht. Für die Orientierung von Otto-Normalbürger fallen die bisherigen Veränderungen nicht ins Gewicht, aber bei Langstreckenflügen, die sich dem Pol nähern, sieht das anders aus. Quelle: Heise online 05.02.2019 Bildnachweis: PbW Stamm Wilde...