Pfadfinder wussten sich selbst zu helfen...

Ein glückliches Ende fand die „Strandung“ der DPSG-Pfadfinder aus Hamburg, welchen aufgrund eines überfüllten Zuges durch die Deutsche Bahn die Weiterfahrt untersagt worden war. Der vierzigköpfige Gruppe war auf dem Weg nach Fehmarn im Lübecker Hauptbahnhof trotz vorhandener und gebuchter Zugtickets die Nutzung des Regionalzuges nach Puttgarden untersagt worden. Engpässe sind auf dieser Strecke zu Ferienzeiten häufig. Leider konnte die Deutsche Bahn den Pfadfindern auch keine Hotelübernachtung organisieren, denn es war im Umkreis alles ausgebucht. Doch sie wussten sich selbst zu helfen. Schnell war über persönliche Kontakte Verbindung aufgenommen zu der Wasserwacht des Deutschen Roten Kreuzes in Kücknitz. Diese konnte den Pfadis zur Übernachtung eine Halle zu Verfügung stellen. Der Leiter der Pfadfinder rechnet aufgrund der benötigten Umbuchungen für Anschlusszüge und Bustransfers mit Mehrkosten in Höhe von 2000 €, geht aber davon aus, das Geld von der Bahn ersetzt zu bekommen. Am Folgetag konnte die Gruppe die Reise dann erfolgreich fortsetzen. Quelle: Lübecker Nachrichten...

Stamm Freibeuter hat neues Heim gefunden...

Der Stamm Freibeuter aus dem Bund Freier Pfadfinder ist seit Jahrzehnten in Lübeck beheimatet. Nachdem eine drastische Mieterhöhung durch eine Immobilienfirma den Stamm gezwungen hatte, nach gut 25 Jahren sein angestammtes Heim am Meesenring zu verlassen, wurde ein neues Domizil gesucht und gefunden. In einem Kleingartengelände konnte in mühevoller Eigenarbeit und ohne städtische oder staatliche Hilfe ein neues Heim eingerichtet werden. Jetzt steht der Fortsetzung der bisherigen Arbeit nichts mehr im Wege. Der Bund Freier Pfadfinder entstand 1978 in Bayern in Form zunächst eines Stammes, dann kamen zwei weitere in Norddeutschland hinzu. Durch gleich zwei tragische Todesfälle 1988 und 1992, die den Bundesführer sowie einen der Stammesführer trafen, lösten sich die Gruppe in Bayern und jene in Bordesholm auf. Es verblieb als einziger der Stamm Freibeuter in Lübeck. Mit seinem Namen bekundet der Bund seinen Anspruch, keinem Herren (ob politisch oder kirchlich), außer sich selbst zu dienen. Quelle: scouting 01-11...

Wir stellen vor: Freie Pfadfinderschaft...

Die Freie Pfadfinderschaft ist ein kleiner interkonfessioneller Bund mit vier Stämmen im hohen Norden Deutschlands, der assoziiertes Mitglied im Deutschen Pfadfinderverband (DPV) ist. Die Wurzeln der Freien Pfadfinderschaft liegen in der Zeit nach dem zweiten Weltkrieg, als auch bei Lübeck neue Gruppen entstanden, aus welchen sich 1950 der Pfadfinderhorst Pfeil (nach einem Sternbild) bildete, der wenig später zu einem eigenständigen Bund wurde: Die Pfeilpfadfinder. Mitte der 70er Jahre erfolgte dann der Zusammenschluss mit dem gerade entstandenen Gau Jomsburg zur Freien Pfadfinderschaft Schleswig-Holstein. 1987 kam es zu Meinungsverschiedenheiten, die schließlich zur Abspaltung der Pfadfinderhorste Pfeil Lübeck (kurz später umbenannt in Horst Greifen) und Pfeil Segeberg aus dem Gau Jomsburg führten. Gemeinsam gründeten die Horste Pfeil Segeberg und Greifen 1987 am 6.September auf dem Segeberger Stadtfest offiziell die Freie Pfadfinderschaft. Die Schwerpunkte der Bundesarbeit lagen in den folgenden Jahren bei Pfingstlagern und den dreiwöchigen Großfahrten. Seit einiger Zeit ist die Freie Pfadfinderschaft Besitzer eines Bundesheimes im Ortsteil Klingberg in der Gemeinde Scharbeutz, keine 800m vom Pönitzer See entfernt. Die Apfelbäume auf dem drei Hektar großen Grundstück sind Anlass einer jährlichen Apfelernte. www.freie-pfadfinderschaft.net Quelle: scouting...