Autofahrer teils uneinsichtig

Dass Kröten gefährlich leben, ist zumal unter Pfadfindern bekannt. Mit Tunneln, Schutzzäunen, Eimerfallen und Transportservices auf jeweils die andere Straßenseite (ganz so, als wären es alte Damen) kennt man sich aus. Doch es gibt Ecken in Deutschland, die sind auch auf diese Weisen nicht zu sichern. Dann hilft nur noch eines: Die Straße muss gesperrt werden. So geschehen vorgestern bei Homberg. Aber was so ein rechter Autofahrer ist, der pfeift auf „Durchfahrt verboten“-Schilder, wenn ein lächerliches „… wegen Krötenwanderung“ dabei steht. Also baute sich die Polizei zur Sicherheit gleich mit auf. Und brachte zur Verstärkung Pfadfinder von den evangelischen Pfadfindern Vogelsberg (EVP) mit. Und die hatten eindrucksvolles Informationsmaterial dabei: Tote Lurche und Kröten. Bei der Aktion wurde dann festgestellt, dass sich gut 75- gar 100 Prozent der Autofahrer keinen Deut um die Absperrungen scherten. Auch das Infomaterial interessierte nicht unbedingt – die 20 Euro Gebühr allerdings, welche die Polizei dann in Rechnung stellte, schon. Bildnachweis: Kuster & Wildhaber Photography (creative commons) Quelle: Oberhessen-live 08.04.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Pfadfinder halfen Kröten über die Straße...

In einer gemeinsamen Aktion mit dem den „Bund für Umwelt und Naturschutz“ (Bund) und dem Naturschutzbund (Nabu) haben Pfadfinder des Stammes Wildenburg aus dem Pfadfinderbund Süd unzählige Kröten, Frösche und Molche an aufgestellten Amphibienzäunen aufgesammelt und über die Straße getragen. Da die Sammelaktionen immer in der Dämmerung stattfanden, waren die Pfadfinder hierfür nicht nur mit Warnwesten, Eimern und Handschuhen ausgestattet, auch Taschenlampen mussten transportiert werden. Je Abend kamen zudem mehrere hundert Kröten zusammen, welche dann direkt zu den benachbarten Seen gebracht wurden. Zum Wohle der Amphibien wollen die Pfadfinder die gute Zusammenarbeit mit dem „Bund“ und dem „Nabu“ im nächsten Jahr fortsetzen. Der Pfadfinderbund Süd (PBS) entstand Ende der sechziger Jahre aus der vorherigen Landesmark Nordbaden des „Bundes Deutscher Pfadfinder“ und wurde Gründungsmitglied des „Deutschen Pfadfinderverbandes“ (DPV). Ende der siebziger Jahre entstanden jedoch zwischen dem Pfadfinderbund Süd und anderen maßgeblichen Kräften im DPV Diskrepanzen um die Grundlagen und den Kurs des Verbands. Der PBS trat deshalb 1980 aus dem DPV aus und arbeitet seither selbständig. Im Jahre 1995 kam es zu einer lt. dem PBS beispiellosen Hetzkampagne gegen den PBS; sämtliche Verleumdungsbehauptungen (z.B. Holocaustverleugnung im Rahmen der Pfadfinderarbeit) stellten sich gemäß den eingeschalteten Behörden jedoch als nicht zutreffend heraus. Der Pfadfinderbund Süd gliedert sich in neun Stämme, die schwerpunktmäßig in Nordbaden angesiedelt sind. Quelle: scouting...