Kinderschutzpodcast

In seinem Newsletter macht das Präventionsnetzwerk „Kein Täter werden“ auf den Kinderschutzpodcast „Täter verhindern – Kinder schützen“ aufmerksam. Seit März diesen Jahres wird dieser in regelmäßigen Abständen von der Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel veröffentlicht. Die Hosts sprechen mit unterschiedlichsten Menschen aus Öffentlichkeit, Wissenschaft und Praxis darüber, wie Kinder und Jugendliche geschützt werden können. So in der aktuellsten Folge mit Jerome Braun und Prof. Dr. Dr. Klaus M. Beier. In einer der kommenden Folgen wird Eliza Schlinzig über die Arbeit mit Jugendlichen mit Präferenzbesonderheit berichten. Die Deutschen Kinderschutzstiftung Hänsel+Gretel ist besonders bekannt geworden durch ihr bundesweites, regional verankertes Projekt „Notinsel“, bei dem sich insbesondere entlang von Schulwegen Ladengeschäfte offiziell bereits dazu erklären, hilfesuchenden Kindern aktiv beizustehen. Die entsprechenden Geschäfte werden durch gut sichtbare Aufkleber mit dem Notinsel-Logo gekennzeichnet. (Man sollte ja meinen, die Gewährung einer solchen Hilfe sei selbstverständlich. Wie ich bei der Einführung von Notinsel in meinem Wohnort erfahren musste, lehnte aber zumindest eine Ladeninhaberin dieses Engagement rundherum ab mit der Begründung „Ich kann doch nicht die Kunden stehen lassen, nur weil ein weinendes Kind...

„Kein Täter werden“ als Modellvorhaben der Krankenkassen...

Präventionsnetzwerk präsentiert Forschungsergebnisse, Beirat und neuen Werbespot. Seit Anfang 2018 wird die Therapie im Netzwerk „Kein Täter werden“ als Gesundheitsleistung anerkannt. Das Projekt bietet pädophilen Menschen therapeutische Hilfe unter Schweigepflicht. Die gesetzlichen Krankenkassen finanzieren sowohl diese Therapie als auch die im Berliner Präventionsprojekt „Du träumst von ihnen“, das sich speziell an Jugendliche richtet. Anlässlich dessen etablierte das Präventionsnetzwerk einen wissenschaftlichen Beirat, dessen Arbeit heute im Haus der Bundespressekonferenz in Berlin vorgestellt worden ist. Darüber hinaus gab es Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse, in den neuen Werbespot und in ein neues Online-Programm. Ziel des Präventionsprojektes ist es, Menschen, die sich sexuell zu Kindern hingezogen fühlen, therapeutische Unterstützung im Umgang mit ihrer sexuellen Präferenz zu bieten. Damit soll versucht werden, Sexualstraftaten an Kindern sowie die Nutzung von Missbrauchsabbildungen, sogenannter Kinderpornografie, zu verhindern. Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz stellte Prof. Klaus M. Beier, Sprecher des Netzwerks „Kein Täter werden“ und Leiter des Instituts für Sexualwissenschaft und Sexualmedizin der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Ergebnisse einer aktuellen Berliner Nachuntersuchung vor. Prof. Beier: „Bei nahezu allen der 56 befragten Therapieteilnehmer (98 %) konnte nachhaltig eine Verhaltenskontrolle erreicht und damit maßgeblich sexueller Kindesmissbrauch verhindert werden. Bestätigt wird damit die erste Evaluation des Projektes, die bereits gezeigt hatte, dass das Behandlungsprogramm geeignet ist, bekannte Risikofaktoren für sexuellen Kindesmissbrauch zu verringern, um bei den Betroffenen erfolgreich Verhaltenskontrolle aufzubauen.“ Sowohl Prof. Beier, als auch Prof. Tilmann Krüger, stellvertretender Sprecher des Präventionsnetzwerks und Sexualmediziner an der Medizinischen Hochschule Hannover, zeigten sich erfreut über das im Januar 2018 gestartete Modellvorhaben, mit dem der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV) vom Gesetzgeber für die Dauer von fünf Jahren damit beauftragt wurde, ein Modellvorhaben zur anonymen Behandlung pädophiler Menschen zu finanzieren. „Damit wird unser Behandlungsangebot offiziell als Gesundheitsleistung anerkannt. Diese Modellprojekte sind für die primäre Prävention von Kindemissbrauch von erheblicher...