Mormonen ziehen sich aus den „Boy Scouts of America“ zurück...

Vergangene Woche hat die Glaubensgemeinschaft der Mormonen angekündigt, sich teilweise aus der Zusammenarbeit mit den „Boy Scouts of America“ (BSA) und „Boy Scouts of Canada“ zurückzuziehen. Ab 2018 werde man für 14- bis 18-Jährige eigene Pfadfinderaktivititäten anbieten. Wie queer.de berichtete, befinden sich ungefähr 330.000 Kinder und Jugendliche in Pfadfindergruppen, die von der Mormonenkirche organisiert werden. In ihrer Erläuterung sprechen die Mormonen davon, dass „In most congregations in the United States and Canada, young men ages 14–18 are not being served well by the Varsity or Venturing programs, which have historically been difficult to implement within the Church.“ Kurzum: da hatte man wohl an wesentlichen Punkten zunehmend unterschiedliche Ansichten. Man muss nicht lange nachdenken, um die Vermutung zu äußern, dass die Öffnung der BSA für Homosexuelle die Situation nicht verbessert haben dürfte. Gemäß Mormonismus-Online, einer ausgesprochen mormonen-kritischen Seite, kämpft man im Mormonismus vehement gegen homosexuelle Neigungen. „So unterstütze die Gemeinschaft in der Vergangenheit mit hohen Geldsummen Kampagnen, die sich gegen die gleichgeschlechtliche Ehe richten. So geschehen 1998, als die Mormonen für eine Initiative aus Alaska 500.000$ spendeten. Für den Glauben ist Homosexualität nicht nur einfach widernatürlich, sondern vor allem eine schwere Sünde.“ Quelle: u.a. queer.de 12.05.2017 Bildnachweis: Das Arbeitslogo von „Rainbow Scouting“. Bildnachweis: PPÖ Wien Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Auch deutsche Pfadfinder können Fackeln halten – wenn der Zweck stimmt...

Anlässlich der Gedenkfeiern des Überfalls auf Polen, welcher den Start des zweiten Weltkrieges darstellte, war festzustellen, dass der Aufmarsch der polnischen Pfadfinder in voller Montur Seite an Seite mit Soldaten in Deutschland wohl eher weniger denkbar wäre. Doch wer dachte, dass deutsche Pfadfinder grundsätzlich ein geschlossenes Auftreten bei öffentlichen Anlässen und dies zudem mit Fackeln in den Händen, grundsätzlich vermeiden würden, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Es kommt halt auf den Anlass an. Anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz waren es die Pfadfinder, welche bei der örtlichen Kranzniederlegung in Niederorschel „befackelt“ den stimmigen Rahmen abgaben. In Ausschwitz selbst entzündeten Pfadfinder aus Polen, Kanada und den USA eine Kerze zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren und eröffneten damit den Tag des Gedenkens. Beachtlich: Trotz Schneelage ohne Jacken. Die teilweise kurzärmeligen Klufthemden kamen voll zur Geltung. Bei der Gedenkfeier in Stuttgart beteiligte sich eine Gruppe der Royal Rangers. Und bei der DPSG lautet das Jahresmotto für 2015, passend in diesen Tagen,  Gastfreundschaft und ganz in diesem Sinne nahm dann auch ein Stamm, nämlich der aus Gmünd, vor einigen Tagen an der städtischen Demo für Toleranz teil. Sie, die deutschen Pfadfinder, können es also doch, nicht für staatliche Belange, aber für jene der Menschlichkeit. Bildnachweis: www.auschwitz.org | Auschwitz-Birkenau State Museum, Jarosław Praszkiewicz Thüringer Allgemeine...