Pfadfindern in Tempelhof fürchten um ihr Heim!...

Kaum zu glauben, aber wahr: Nachdem 2006 ihr altes Pfadfinderheim Opfer von Brandstiftung geworden war standen „Hag Jeanne d’Arc“ und „Jungenschaft Jonathan“ (beide aus dem Deutschen Pfadfinderbund) zunächst auf der Straße. Anderthalb Jahre suchten die beiden Gruppen nach einer neuen Unterkunft. Mit Happy End, wie es schien. Das Jugendamt Tempelhof stellte den Pfadfindern einen ehemaligen Stützpunkt des Grünflächenamtes zur Verfügung. Mit Unterstützung der Hilfe-Sendung „96 Stunden“ des Rundfunks Berlin- Brandenburg konnte der radikale Umbau in 96 Stunden 2007 erfolgreich absolviert werden. Eine Geschichte, von der man gerne hörte. Doch nun ist geplant, das Gelände in drei Jahren mit einer Kita zu bebauen. Für die Pfadfinder wäre kein Platz mehr. All die Anstrengungen für nichts und wieder nichts?? Gerade erst haben die Pfadfinder eine neue Küche bekommen und den Sanitärbereich umgebaut. Kitas entwickeln sich offensichtlich zum Feind Nummer 1 aller Pfadfinderheime, das ist ja nun kein Einzelfall mehr. Aktuelles dazu auch bei Facebook. Quelle: B.Z. 25.08.2018 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Rundfunk-Aktion bringt Pfadfinder wieder in eigene vier Wände...

Vermutlich ging alles verdammt schnell: Ein paar Steine flogen durch Fensterscheiben und bahnten Feuerwerkskörpern den Weg. Am Abend des 19. Januar 2006 ging das liebevoll „Namida“ genannte Pfadfinderheim am Nahmitzer Damm in Marienfelde durch Brandstiftung in meterhohen Flammen auf.  Die beiden Pfadfinder-Gruppen „Hag Jeanne d’Arc“ und „Jungenschaft Jonathan“ (beide aus dem Deutschen Pfadfinderbund) hatten den ehemaligen Kindergarten erst im Jahr 2002 übernommen und in mühevoller Kleinarbeit renoviert. Die Arbeit von Monaten wurde vernichtet, das gesamte Zeltmaterial zerstört.Anderthalb Jahre lang hatten die beiden Gruppen nach einer neuen Unterkunft gesucht. In dieser Zeit trafen sie sich reihum in den Wohnungen der Gruppenführer und der Mitglieder. Nachwuchs konnte man so allerdings nicht gewinnen. Als klar war, daß das Jugendamt Tempelhof den Pfadfindern einen ehemaligen Stützpunkt des Grünflächenamtes zur Verfügung stellen würde, war die Freude groß, doch die anstehenden Arbeiten schienen kaum zu bewältigen zu sein. Die 4500 Quadratmeter Grundstück waren fast vollständig mit Asphalt- und Pflastersteinen bedeckt. Das ganze Gelände stand zudem voller alter nutzloser Garagen und auch die Innenräume waren in einem desolaten Zustand. Die Garagen mußten abgerissen, der Boden entsiegelt und das Haus gründlich saniert werden. Das war auch mit 70 freiwilligen Helfern nicht zu schaffen, ganz zu schweigen von den Kosten. Doch die Jungenschafts- und Hagführung gab nicht auf und wendete sich an die Redaktion der Sendung „96 Stunden“ des Rundfunks Berlin- Brandenburg. Diese begleitet jeweils vier Tage lang Berliner und Brandenburger Hilfsaktionen. Und das Wunder geschah: Die Pfadfinder konnten ihren Traum von einem neuen Pfadfinderheim realisieren. Kaum wurde über das Projekt im Fernsehen und im Radio berichtet, da spendete ein Baumarkt einen Gutschein über 1000 Euro, eine andere Firma überwies 10 000 Euro, ein weiteres Unternehmen spendierte eine Solarheizung – um nur einige der großzügigen Gesten zu nennen. Genauso beeindruckt wie von der finanziellen...