Jugendhilfeausschuss spendiert ein Pfadfinderheim...

Nochmal Glück gehabt heißt es für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen von Jungenschaft Goten und Hag Solaris aus dem Deutschen Pfadfinderbund Hamburg (DPBH) aus Norderstedt. Seit 33 Jahren sind sie auf dem Gelände einer Grundschule untergebracht, vor 19 Jahren bezogen sie dort ihr derzeitiges Pfadfinderheim im Obergeschoss eines Norwegerhauses. Doch durch die Umwandlung zum Ganztagesbetrieb benötigt die Grundschule den Platz für den Neubau einer Mensa. Der Beschluss, das marode Norwegerhaus abzureißen, war schnell gefasst. Etwas zu schnell, denn die Pfadfinder hatte man bei den Planungen schlicht und ergreifend vergessen. Als diese vom bevorstehenden Abriss erfuhren, war schnell der Kontakt zum Jugendhilfeausschuss geknüpft. Dieser beschloss nun in seiner Sitzung, seine Mittel zu „100 Prozent richtig“ zu investieren, nämlich in einen Pfadfinderheim-Neubau zu 360.000 €. Für die Übergangszeit müssen die Pfadis jetzt aber erst einmal ihr Quartier räumen und in einen Container übersiedeln, aber das tun sie sicherlich gern. Bei der Abstimmung seines Jugendhilfeausschusses draußen bleiben musste übrigens das Ausschussmitglied Lars Müller. Er gehört nämlich selbst zu den Pfadfindern. Quelle: Hamburger Abendblatt...

Pfadfinder wurde UN-Jugenddelegierter für Deutschland...

Der Wolfsburger Pfadfinder Falko Mohrs reiste als UN-Jugenddelegierter im Oktober 2009 nach New York, um vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zu sprechen. Im mehrmonatigem Auswahlverfahren setzte er sich zusammen mit Emily Büning gegen zahlreiche Mitbewerber durch. Falko gehört seit seinem siebten Lebensjahr dem Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) an,ist aktiv in Bezirksleitung und Landesrat und außerdem Sprecher der Niedersächsischen Delegation auf Bundesebene. Als Mitglied des Jugendhilfeausschusses der Stadt Wolfsburg setzte er sich für Projekte für Chancengleichheit und gegen Kinderarmut ein. Zur Vorbereitung war er ab März auf „Deutschlandtournee“ und besuchte dabei über 40 Bildungseinrichtungen, Jugendorganisationen und Gremien. Klimawandel, Lebens- und Chancengleichheit, Kinderarmut sowie Bildung waren die mit den Jugendlichen besonders intensiv diskutierten Themen, die dann auch seinen Redebeitrag vor der UN-Vollversammlung beeinflussten.     „Gerechtigkeit und Fairness müssen die globalen Wertmaßstäbe unseres Handelns sein. Wenn wir das beherzigen, leben wir das Ziel, die Welt besser zu verlassen als wir sie vorgefunden haben. Hierbei möchte ich meine Verantwortung kreativ einbringen.“ www.jugenddelegierte.de Quelle: scouting 04-09...

Nach vierzig Jahren Umzug in ein neues Heim...

Fast ein halbes Jahrhundert waren die drei Brühler Pfadfinderstämme „Wildkatzen“, „Sperber“ und „Condor“ des Deutschen Pfadfinderbundes Mosaik in der repräsentativen Villa Kaufmann ansässig. Als die Stadt deren Verkauf ankündigte, begann eine lange Suche nach Alternativen. Zunächst erwog die Stadt Brühl die Zusammenlegung der 300 Pfadfinder mit der offenen Jugendarbeit. Die entsetzten drei Pfadfinderstämme gründeten daraufhin den „Arbeitskreis Pfadfinderheim“, der Anforderungen und Interessen der Pfadfinder gegenüber der Stadt vertreten sollte. In konstruktiver Zusammenarbeit konnte mit der „Alten Schule“ als neues Pfadfinderheim der drei Stämme eine für alle Seiten akzeptable Lösung gefunden werden. Probleme bereitet noch ein wenig die Finanzierung, denn den Großteil der Umbau- und Renovierungsmaßnahmen in Höhe von 35000€ (nicht gerechnet die Kosten für neues Mobiliar) werden die Pfadfinder selbst übernehmen müssen. Der städtische Jugendhilfeausschuss gewährte immerhin 7000€, weitere Sponsoren wurden durch Aufrufe an die Bevölkerung und ansässige Unternehmen gesucht. Dann der Glückstreffer: Mitarbeiter und Pensionäre der Kölner Ford-Werke erklärten sich bereit, bei der Renovierung der Räume kräftig mit Hand anzulegen. Dabei half die soziale Orientierung ihres Arbeitgebers: Ford-Beschäftigte werde bis zu 16 Arbeitsstunden oder bis zu zwei bezahlten Arbeitstagen freigestellt, wenn sie in dieser Zeit ehrenamtlich ihre Arbeitskraft für soziale Zwecke zur Verfügung stellen und auch die Initiative „Fordler Aktiv Im Ruhestand – FAIR“ verfolgt das Ziel, dass selbst noch die Ford-Pensionäre ihr Fachwissen und ihre freie Zeit weitergeben und sich ehrenamtlich für die Gesellschaft engagieren. Mitte November konnten die Pfadfinder bei kräftiger Unterstützung der Ford-Mitarbeiter und –Pensionäre mit den Renovierungsmaßnahmen beginnen: Gruppenräume, Flure, Treppenhäuser sowie Sanitäranlagen sind vollständig zu renovieren, Trennwände werden abgerissen oder versetzt, es werden Wände gestrichen, Böden abgeschliffen, gefliest, verputzt und Leitungen verlegt. Die Umbaumaßnahmen sollen bis zum Sommer abgeschlossen sein, dann erfolgt der Umzug. www.pfadfinder-bruehl.de Quelle: scouting...