Podiumsdiskussion: Rechter Terror Sep24

Podiumsdiskussion: Rechter Terror...

Einladung zu Podiumsgespräch und Diskussion mit dem Buchautor Martin Steinhagen und dem Journalisten Joachim F. Tornau 29. September 2021, 18:00 Uhr, Meißnersaal, Jugendburg Ludwigstein Liebe Sippen, Horten und Gruppen, liebe Burgfreunde! 2012 hatte Dr. Walter Lübcke zur Einweihung des Enno-Narten-Baus gesagt: „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass die Verantwortlichen von dieser Arbeit geprägt werden und ich glaube, dass dieses Haus, wenn es mit Leben gefüllt ist, sie reichlich belohnt für die vielen, vielen Stunden, die hier geleistet wurden.“ Sieben Jahre später, am 1. Juni 2019, erschoss ein Rechtsterrorist den Kasseler Regierungspräsidenten. Mit Blick auf die bundesdeutsche Geschichte wurde damit erstmals ein hoher politischer Beamter aus rechtsextremistischen Motiven ermordet. Dass die Tat keinen Anfangspunkt markiert, sondern für eine weitere Stufe in einem langen Radikalisierungsprozess des rechten Terrors in Deutschland steht, zeigt Martin Steinhagen in seinem jüngst erschienenen Buch „Rechter Terror. Der Mord an Walter Lübcke und die Strategie der Gewalt“. Der Journalist zeichnet darin den Tathergang detailgenau nach, gibt tiefe Einblicke in die Biographie sowohl des Opfers als auch des Täters und betrachtet das gesellschaftliche Klima, das den Möglichkeitsraum für das Attentat eröffnete. Martin Steinhagen stellt sein Buch in einem Podiumsgespräch mit Joachim F. Tornau, Experte für die rechtsextreme Szene in Nordhessen vom Journalistenbüro Kassel, und anschließender Diskussion im Publikum vor. Organisiert wird die Veranstaltung über das hessenweite Projekt der Jugendbildungsstätte „Grauzone: historisch-politische Extremismusprävention zum völkisch-nationalistischen Milieu“. Mehr Informationen zur Veranstaltung finden sich in der Einladung. Für die Teilnahme (es gilt die 3G-Regel) ist eine vorherige Anmeldung mit Kontaktdaten erforderlich – bitte per E-Mail an Dr. Alexander Akel von der Jugendbildungsstätte Ludwigstein: alexander.akel@burgludwigstein.de Euer Ansprechpartner für Rückfragen ist Stephan...

Burgtor wieder offen

Nach über einem Jahr coronabedingter „Abschottung“ ist das Eingangstor der Burg Ludwigstein seit dem 17.04. an den Wochenend- und Feiertagen wieder geöffnet. Für Besucher steht ein virtueller Burgrundgang zur Verfügung. Ein QR-Code am Burgtor verweist auf den App-Download. Geöffnet sind der Burghof und der Gedenkraum. Im Speisesaal ist Einbahnstraßenverkehr eingerichtet. Der Kiosk bietet Kuchen aus der Tüte, Kaffee-to-go, Softgetränke aus der Flasche und Eis zum Mitnehmen. AHA-Regeln und geltende Verordnungen sind zu beachten und werden von den Betreibern umgesetzt. Der Turm bleibt noch geschlossen. Quelle (auch Foto): „Der Burgblick“ Ausgabe April...

Parkett geschliffen im Meißnersaal...

Die Jugendburg Ludwigstein macht es auch nicht anders, als andere. Wenn man schon die ganze Zeit allein herumhängt, kann man wenigstens die Wohnung schick machen. So wurde im Januar das Parkett des Meißnersaals abgeschliffen und neu geölt. Im „Burgblick“ Januar heißt es dazu: „Matthias Jung, Parkettlegemeister aus Großalmerode, hat uns dabei wie gewohnt gut beraten, die Arbeiten durchgeführt und seine Verbundenheit zur Burg durch die Spende neuer Fußleisten gezeigt. Jetzt fehlen uns nur noch die Gäste, die bei vielen Gelegenheiten den Raum mit Leben füllen.“ Foto:...

Ludwigstein: Jugendbünde wieder willkommen...

Heute vor 6 Jahren: Pressemitteilung der Stiftung Jugendburg Ludwigstein: „Neudefinition der Begegnungsstätte  Jugendbünde ab sofort wieder auf Burg Ludwigstein willkommen „Jetzt kann 2015 mit den 600-Jahr-Feiern unserer Burg kommen!“, freute sich Selmar Sechtling, Betriebsleiter der Burg Ludwigstein, am Samstag nach der Ordentlichen Mitgliederversammlung (OMV) der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein. Ohne Gegenstimmen hatten die Mitglieder zuvor die vom Dialog der Bünde vorgestellten Kriterien zum Zugang der Burg angenommen. Damit besteht nun eine solide Basis für die Zukunft der Burg als jugendbewegtem Begegnungsort. Bündische Gäste sind ab sofort wieder herzlich willkommen. Vor dem Hintergund eines längeren Konfliktes über den Zugang der Bünde zur Burg unterstellte im Oktober vergangenen Jahres ein Internetartikel der Burg, dass dort „rechte Milieubildung“ durch einzelne Jugendbünde stattfinde. Diese Anschuldigungen wurden durch eine Prüfung des hessischen Sozialministeriums schnell entkräftet. Der Schwere der Vorwürfe geschuldet, beschlossen die Burg-Verantwortlichen dennoch, alle jugendbewegten Veranstaltungen auf dem Burgberg für ein Jahr auszusetzen. Diese Zäsur nutzten Burggremien und Jugendbünde, die Vorwürfe aufzuarbeiten und sich eindeutig zu positionieren. Im Rahmen des „Dialogs der Bünde“ entwickelten die Gruppen in Eigenregie klare Regeln für den Zugang und das Miteinander auf der Burg Ludwigstein. Diese beinhalten ein klares Bekenntnis zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung, den Ausschluss von Extremisten und eine klare Absage an deren Positionen. Weiterhin wurde ein transparenter Umgang mit Kritik untereinander beschlossen. Nach fünf arbeitsintensiven Wochenenden seit Februar 2014 hatten sich die Vertreterinnen und Vertreter der Bünde einstimmig auf die Kriterien zum Zugang auf Burg Ludwigstein geeinigt. „Das Zusammenwirken der Beteiligten im Dialog der Bünde ist in seiner intensiven, hoch transparenten und demokratischen Arbeitsweise in der Geschichte der Deutschen Jugendbewegung modellhaft.“ sagte Matthias Mack aus dem Sprecherkreis des Dialogs. Parallel arbeiteten die ehren- und hauptamtlichen Burgverantwortlichen die Vorwürfe vom Oktober 2013 auf. Mit Hilfe des beratungsNetzwerks hessen setzten sie sich intensiv unter anderem...

Burg Ludwigstein: Kluftträger und Bündische ab sofort unerwünscht...

Heute vor 7 Jahren: Wie die Jugendburg Ludwigstein auf ihrer Internetseite mitteilte, sind ab sofort und für die Dauer von 12 Monaten keine Gäste der Jugendbewegung mehr auf der Burg willkommen. Vorausgegangen waren mehrjährige Auseinandersetzungen über den Kurs der Burg im Umgang mit konservativ-völkischen Gruppierungen, die vergangenen Monat in einer Sperrung der Zuschussgelder durch das hessische Sozialministerium mündeten. „Als Reaktion auf diese Entwicklung hat sich der Stiftungsvorstand der Burg im Vorfeld der offiziellen Mitgliederversammlung der Vereinigung Jugendburg Ludwigstein (VJL) an diesem Wochenende zu einem drastischen Schritt entschlossen: Ab sofort wird die Jugendburg Ludwigstein den Bünden­ – zunächst für die kommenden 12 Monate – als Begegnungsstätte nicht mehr zur Verfügung stehen. Dies bedeutet im Einzelnen: Die Institutionen der Burg – die VJL, die Jugendbildungsstätte und die Stiftung – werden keine überbündischen Veranstaltungen organisieren. Es werden demnach ebenfalls keine Arbeitseinsätze und Bauhütten stattfinden. Raumpatenschaften werden ausgesetzt. Die Burg wird nicht als Ort für Veranstaltungen und Burgbelegungen der Jugendbewegung zur Verfügung stehen. Besucher in Kluft sind in den nächsten 12 Monaten auf der Burg nicht willkommen. Wir bitten alle, diesen Beschluss zu respektieren.“ Jetzt müsste man das ja eigentlich kommentieren. Allerdings: Mir fehlen da die Worte. Quelle: Internetseite der Jugendburg Ludwigstein...