Illegales Pfadfinderlager

Campieren und Feuer machen ist am Walchensee bei Bad Tölz verboten – dies sei direkt als erstes gesagt. Und zwar nicht aus Gründen einer Gängelei, sondern weil das Walchenseegebiet mit seinen Uferzonen in Bezug auf Wasserqualität, Flora und Fauna einzigartig und deshalb als Landschaftsschutzgebiet geschützt ist. Und wie es bei Schutzgebieten üblich ist, kann man davon ausgehen, dass nicht nur auf der Internetseite https://www.zwei-seen-land.de/naturschutz-im-zwei-seen-land-walchensee darauf hingewiesen wird, dass Campen und Feuer machen verboten ist, sondern zusätzlich auch durch entsprechende Hinweisschilder vor Ort. Was soll’s hat sich offenbar eine Gruppe von Pfadfindern gedacht. Es kam, wie es überall kommt, wo Ranger im Naturschutz-Einsatz sind (und das ist überall dort üblich, wo entsprechende Kontrollen notwendig scheinen): „Am Samstag gegen 20 Uhr meldete der Isar-Ranger der Polizei Bad Tölz, dass auf der Halbinsel bei Sachenbach mehrere Personen campieren und ein Lagerfeuer brennt. Vor Ort stieß die eingesetzte Streife auf 16 Pfadfinder […] Mit Hilfe der Freiwilligen Feuerwehr und des Isar-Rangers wurden die Pfadfinder schließlich zur Turnhalle gebracht und dort an ihre Eltern übergeben, die verständigt worden waren. Gegen den verantwortlichen 21-jährigen Pfadfinder wurde Anzeige erstattet.“ Dass die Pfadfinder bei Temperaturen von minus acht 8 Grad „nur unzureichend ausgerüstet waren“ und teilweise ohne Mütze und in kurzen Hosen umherliefen, ist freilich eine „geschenkte“ Info und ein Aufreger für Laien. Die Pfadfinder dürften wohl eher im Sinne reagieren von „Was glaubt ihr denn, wofür das Feuer war?“ Man hat den Eindruck, dass die Gruppe keine allzu lange Anreise gehabt hatte, denn die Eltern konnten ja alle ihre Kinder offenbar zeitnah abholen. Dies bedeutet allerdings, dass noch eher davon auszugehen ist, das zumindest der Leiter wusste oder hätte wissen können, dass Zelten und Feuer machen verboten war. Nun wissen Pfadfinder ja im Allgemeinen, sich sogar in Schutzgebieten so zu verhalten,...

Aufsichtlos gecampt und Feuer gemacht...

Eine aufmerksame Mitbürgerin traf im nächtlichen Wald bei Suhl auf eine Gruppe Jugendlicher, die zelteten und Feuer gemacht hatten. Sie rief die Polizei. Die Polizei kam und stellte folgendes fest: Die Pfadfindergruppe aus Göttingen war ohne erwachsene Begleitung unterwegs und hatte den Revierförster nicht um Erlaubnis gefragt – im übrigen herrsche Waldbrandgefahr. Es wurden also vom Jugendamt ihre Eltern informiert, welche sie abholen mussten. Großfahrt – Ende. Quelle: In Südthüringen, 23.07.2020 Bild:...