Madonna protestiert in Pfadfinderuniform gegen die Boy Scouts...

Bei der Medienpreisverleihung der GLAAD (Gay and Lesbian Alliance Against Defamation) am 16. März 2013 trat die Popikone Madonna als Laudatorin des CNN-Moderator Anderson Coopers auf. Er wurde für sein Engagement für die Gleichstellung Homosexueller geehrt. Madonna nutze diese Gelegenheit, um in Pfadfinder-Paradeuniform mit Abzeichen und Krempenhut auf die Boy Scouts of America (BSA) zu schimpfen, weil diese keine Homosexuellen und Frauen in ihren Reihen dulden. Die BSA soll inzwischen für Mitte Mai eine Abstimmung über die Aufhebung des Verbotes Homosexueller in ihrer Organisation angekündigt haben. Quelle: Die...

Aktenoffenlegung und Sponsorenverlust bei den Boy Scouts of America...

Die BSA kommen nicht aus den (Negativ-)Schlagzeilen. Auf Anordnung des Obersten Gerichts im US-Bundesstaat Oregon mussten sie im Oktober mehr als tausend vertrauliche Dokumente freigegeben. Die sogenannten „Akten der Perversion“ sind interne Unterlagen der BSA, welche sich mit ihren eigenen Ermittlungen zu sexuellen Übergriffen innerhalb der BSA befassen. Es handelt sich um rund 15.000 Seiten, die sowohl Details über erwiesenen Missbrauch, als auch unbewiesene Anschuldigungen enthalten. Gemäß der Unterlagen wurde jedoch in mehr als einem Drittel aller Fälle die Polizei über die Missbrauchsvorwürfe nicht unterrichtet. Der Vorsitzende der Boy Scouts, Wayne Perry, entschuldigte sich nun erneut bei allen Opfern. In einigen Fällen seien die Reaktionen und die Schutzbemühungen der BSA eindeutig unzureichend, ungeeignet oder schlichtweg falsch gewesen. Erst seit 2010 sind alle Pfadfindervertreter angewiesen, schon bei Verdacht auf Missbrauch die Behörden einzuschalten. Ihre konsequent ablehnende Haltung gegen Homosexuelle in ihren Reihen haben den Boy Scouts of America unterdessen finanzielle Einbußen beschert: Der Chiphersteller Intel gab bekannt, dass er seine jährlichen Spenden von geschätzten 700.000 US-Dollar an die „Boy Scouts of America“ einstellen wird. Intel würde nicht mehr an diskriminierende Organisationen spenden. Quellen: Spiegel online; Oregon...

Aktuelles aus dem Pfadfindertreffpunkt August 2012...

Neues Logo beschlossen Die Abstimmung über ein neues Logo für den Pfadfinder-Treffpunkt ist mittlerweile beendet. Das bisherige Logo hatte Ähnlichkeit mit der WOSM-Lilie gehabt, was den Eindruck hätte erwecken können, der PT sei ausschließlich von bzw. für Pfadfinder aus diesem Weltverband. Das neue Gesamtlayout befindet sich noch in der Bearbeitung, wird aber in einigen Wochen umgesetzt werden. Die „hitzigsten“ Diskussionen im August: Die Boy Scouts of America (BSA) haben bekannt gegeben, dass sie auch weiterhin Menschen mit gleichgeschlechtlicher Orientierung ausschließen wollen, worauf u.a. DPSG und VCP klar stellten, dass sie eine andere Haltung dazu haben. Die Diskussion um die Prinzipien der Boy Scouts of America ist nicht neu. Sie stehen in der Weltkonferenz der Pfadfinderverbände zudem nicht alleine mit ihrer Auffassung, insbesondere die Vertreter aus muslimisch oder katholisch geprägten Ländern haben eine gleichfalls rigide Haltung hierzu. „Die deutschen Pfadfinder“ haben offensichtlich keine einheitliche Meinung zu Präferenzen hinsichtlich der sexuellen Orientierung ihrer Mitglieder oder Leiter, viele würden sexuelle Themen nicht von sich aus ansprechen. Sind die Jugend und die Liebe zu trennen? Wo beginnt Sexualerziehung? Welche Rolle spielen bei der Einschätzung religiöse, gesellschaftliche, rechtliche, sexuelle Tabuisierungen bzw. Verbote? „Jugend führt Jugend“ ist eine oft in den Mund genommene Forderung in den Bünden der Jugendbewegung. Dieses Prinzip ist keine Erfindung der Hitlerjugend und von dieser auch in der hierarchischen Umsetzung nicht verwirklicht, vielmehr geht der Ansatz auf die Emanzipation des Jugendalters in der Reformpädagogik zurück. Die pädagogische Idee „Jugend führt Jugend“ wird in den Pfadfinderbünden unterschiedlich beurteilt und umgesetzt. Zumeist ist sie auf das Alter der Pfadfinderstufe begrenzt. Für die Mitglieder der Gruppe wie auch ihre Leitung bringt ein größerer oder kleinerer Altersunterschied durchaus spürbare Unterschiede insbesondere in Hinsicht auf die Enge der emotionalen Bindung und die Gestaltung des Programmes mit sich. Über den Pfadfinder-Treffpunkt Der...

Im Gegensatz zu den BSA: PPÖ bekennt sich zu der Integration von Homosexuellen...

Dass die Boy Scouts of America (BSA) sich mit Homosexuellen sehr schwer tun, haben sie in der Vergangenheit durch den Ausschluss eben solcher Personen mehrfach bewiesen. Eine Haltung, mit der sie auch vor dem Obersten Gerichtshof  Bestand hatten. Auch die jüngste BSA-interne Überprüfung dieser Haltung, welche immerhin zwei Jahre in Anspruch nahm, führte im Juli zu keiner Veränderung der Handhabung und der Statuten: Es gebe keine Notwendigkeit, von dem Ausschluss Homosexueller abzurücken, teilten die Boy Scouts of America mit. Die große Mehrheit der Eltern von Pfadfindern stehe hinter der Entscheidung, sie legen auf das Recht wert, Fragen zur gleichgeschlechtlichen sexuellen Orientierung innerhalb der Familie oder mit Hilfe eines Geistlichen anzusprechen, d.h. eben nicht im Rahmen der Pfadfinder. Im Juni war der BSA noch eine Petition mit rund 275.000 Unterschriften übergeben worden, die ein Ende des Verbots von homosexuellen Mitgliedern fordert. Darunter wohl auch die von Präsident Obama. Nicht hingegen die von Chuck Norris, der sich deutlich gegen die Aufhebung des Verbotes einsetzte mit der Argumentation, er selbst habe Hunderten den Eintritt in die Pfadfinderschaft empfohlen und die BSA seien ein integraler Bestandteil des amerikanischen Lebens so wie Hot Dogs, Baseball und Großmutters Apfelkuchen. Auf die Vorgänge in Amerika Bezug nehmend, meldeten sich dann die Pfadfinder und Pfadfinderinnen Österreichs (PPÖ) entschieden zu Wort: „Wir [die PPÖ] sind offen für homosexuelle Kinder, Jugendliche und Erwachsene und sprechen uns klar gegen Homophobie, Xenophobie, Sexismus und weitere Diskriminierungen in unserer Gesellschaft aus“. Zudem habe der Wiener Landesverband vor wenigen Monaten die Initiative „Rainbow Scouting – Homosexualität bei den PfadfinderInnen“ gestartet. „Überall bei den Pfadfindern gibt es schwule, lesbische oder bisexuelle Menschen, einige gehen ganz offen damit um, andere sind vorsichtiger und beides ist eine persönliche Entscheidung und muss respektiert werden“, so die Presseerklärung der PPÖ weiter. Quelle: Pressemitteilung...

U.S. Gericht lehnt erneute Zulassung der Boy Scouts-Klage ab...

Über 70 Jahren nutzte die Gruppe „Berkeley Sea Scouts“ im Rahmen ihrer Arbeit eine städtische Anlegestelle für Boote. Dann untersagte die Stadt Berkeley den Pfadfindern die Benutzung. Ihre Begründung: Da die Boy Scouts schwulen und atheistischen Jugendlichen die Aufnahme in die Gruppe verweigern, verstoßen sie gegen die 1997 eingeführte Regelung der Stadt, daß Leistungen der Stadt nur noch an Gruppen gehen, die niemanden diskriminieren.Daraufhin klagte die Gruppe der Sea Scouts und ging bis zum obersten Gerichtshof des Bundesstaates. Dieser hatte im vergangenen März die Entscheidung der Stadt bestätigt. Wir stimmen mit der Stadt Berkeley und dem Berufungsgericht überein, daß eine Behörde grundsätzlich vom Empfänger von Fördermitteln verlangen kann, daß er schriftlich und unmißverständlich zusichert, daß er nach den allgemeinen Antidiskriminierungsrichtlinien handelt.“, so Richterin Kathryn Mickle Werdegar vom obersten Gerichtshof Kaliforniens. Sie bekräftigte damit die vorausgegangene Entscheidung und lehnte die erneute Zulassung der Klage ab. Quelle: scouting...