Vorgestellt: Pfadfinderbund Großer Jäger...

Der Pfadfinderbund Großer Jäger hat seine Wurzel in dem 1945 gegründeten Stamm Großer Jäger des Bundes Deutscher Pfadfinder. Als eigenständiger Bund besteht er seit 1958. Er ist parteipolitisch und konfessionell nicht gebunden und besteht heute aus Stämmen in Nordhessen, Südniedersachsen und Münster mit insgesamt etwa 200 Mitgliedern. 2011 schlossen sich die zwei Stämme des Pfadfinderbundes Luchs dem Bund an. Er war Gründungsmitglied des Ringes junger Bünde und gehörte ihm bis 2013 an. Wie in vielen kleinen und mittleren Bünden verwendet man statt des Meuten- und Sippensystems das „Hortensystem“ – die Gruppen bleiben stabil, es gibt keine Stufenübertritte. Der Bund verfügt über ein Landheim in Hofgeismar. Der Bund umfasst Jungen und Mächen, aber in getrennten Gruppen. Neugierig geworden? Mehr Informationen zu dieser und über 150 weiteren Pfadfinderorganisationen in Deutschland findest du im Standardwerk „Pfadfinderbünde &-verbände“ aus dem Spurbuchverlag (ISBN 978-3-88778-370-9). Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung.  ...

Koloniefest spendiert neue Kohte

Die Pfadfinder vom Stamm Schwarzer Panther aus Hofgeismar (Pfadfinderbund Großer Jäger) können sich über eine Spende in Höhe von 400 € freuen, welche beim diesjährigen Koloniefest erzielt wurde. Das Koloniefest findet in Hofgeismar jährlich zu Gunsten einer lokalen, sozialen Institution statt. Die Pfadfinder haben bereits angekündigt, das Geld für die Anschaffung einer neuen Kohte verwenden zu wollen. Bildnachweis: Stamm Schwarzer Panther, Pfadfinderbund Großer Jäger Quelle: Deutschland today,...

Missbrauchstäter auch unter anerkannten bündischen Persönlichkeiten...

Als „der alte Luchs“ Horst S. im Jahre 2006 im Alter von 77 Jahren verstarb, schilderten die Nachrufe seine „charismatische Persönlichkeit“, seinen „unermüdlichen Einsatz“, seine „Gestaltungsfähigkeit“ und seine „pädagogische Überzeugungsfähigkeit“. Sein bündischer Lebenslauf ließ sich sehen. Er gehörte zu den Wiederbelebern der Bünde nach dem zweiten Weltkrieg,baute in seiner Heimatstadt Kassel bereits 1948 zunächst eine Sippe im Stamm Großer Jäger auf, aus welchem 1949 der Gau Großer Jäger im Bund Deutscher Pfadfinder wurde und er der Stammesführer des Stammes Luchs. 1952 wurde er Redakteur der „Sternschnuppe“, der späteren Bundeszeitschrift der Großen Jäger, 1955 dann auch Gauführer der Großen Jäger. Er nahm Jungen aus der DDR illegal mit auf Großfahrt, setzte sich für Freizeiten von Berliner Jugendlichen ein und als um 1958 der Pfadfinderbund Großer Jäger entstand, geschah dies unter seiner Führung. Im gleichen Jahr wurde er Gymnasiallehrer am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Kassel. Er organisierte maßgeblich das Treffen auf dem Hohen Meissner 1963, errichtete ab 1965 gegen den Widerstand einiger Stämme ein vom hessischen Kultusministerium gefördertes Pfadfinderinternat in Hofgeismar, dessen Leitung er unentgeltlich übernahm. Er war Mitinitiator des Ringes junger Bünde 1966.  Nachdem er 1969 zunächst die Bundesführung und die Redaktion der „Sternschnuppe“ aufgeben musste und schließlich 1970 aus dem Pfadfinderbund Großer Jäger ausgeschlossen wurde und die Schließung des Internates Hofgeismar beschlossen wurde, wechselte der Stamm Luchse mit ihm von dem Bund „Großen Jäger“ in den Deutschen Pfadfinderbund. Zugleich übernahm Horst S. die Redaktion von dessen Bundeszeitung „neue fährte“. Kurz darauf, im Sommer 1971, entstand in Kassel die erste Mädchengruppe der Luchse, die in den Mädchenbund des DPB integriert wurde. 1972 zog er nach Barcelona um, wo er eine Lehrerstelle an der Deutschen Schule angenommen hatte. Noch im gleichen Jahr wurde dort die erste spanische Sippe der Luchse gegründet, im folgenden Jahr folgte die erste Mädchensippe...

60 Jahre Pfadfinderschaft Großer Jäger...

Unter dem Motto „60 Jahre Freundschaft – 60 Jahre Gemeinschaft – 60 Jahre Großer Jäger “ feierte der Pfadfinderbund Großer Jäger e.V. sein rundes Bestehen am Wochenende vor Pfingsten in seinem Landheim in Hofgeismar. Neben den Bundes-, Stammes- und Gruppenführern waren auch Ehemalige, Eltern, Ältere, Förderer, Freunde und befreundete Pfadfinder und Pfadfinderbünde eingeladen worden. Der Bund Großer Jäger besteht heute aus vier Stämmen, die in über 20 verschiedenen Gruppen zusammen etwa 150 Mitglieder haben. Im Mittelpunkt der Feier standen bei der Jubiläumsfeier gemeinsame Spiele, Aufführungen und Vorführen von Pfadfinderarbeit und das Wiedersehen mit ehemaligen Mitgliedern. In einer handlichen Chronik war nachzulesen, was die vergangenen Jahrzehnte mit sich brachten. Im Dezember 1945 war es, als im Landkreis Wolfhagen eine Genehmigung zur Gründung einer Pfadfindergruppe unter dem Namen „Großer Jäger“ erteilt wurde. Der Bund entwickelte sich rasch – überall in Nordhessen wurden Gruppen gegründet oder schlossen sich den Großen Jägern an. Bereits 1952/53 begann der Bau des Landheimes in Hofgeismar – natürlich in Eigenregie. In der Grundsteinlegungsurkunde hieß es denn auch: „Sind wir geschaffen, unfrei zu lernen in rückwärts gewandter Zufriedenheit? Jugend will immer Griff zu den Sternen, Jugend will eigengestaltete Zeit! Nimmer ein hilfloses Widerkäuen des vorgeformten erstarrten Alten. Jugend muß alles aus sich erneuern, will sie sich Leben und Zukunft erhalten!“ Auch heute noch liegt der regionale Schwerpunkt des Bundes in Nordhessen und Südniedersachsen. Quelle: scouting...