Zum Geburtstag von Helmut König (Helm)...

Gestern beging Helmut König (Helm) seinen 88. Geburtstag. Der bekannte Musikherausgeber, Liedermacher und „berüchtigter“ Förderer und Kritiker bündisch-musikalischem Schaffens wurde am 15. April 1930 in Bremen geboren. Helm kam über die Deutsche Jungenschaft zur bündischen Jugend. Ursprünglich studierte er Germanistik und Geschichte, später kamen noch Pädagogik, Chorleitung und Philosophie hinzu; er arbeite als Verlagsassistent bei Voggenreiter („Turm“), als Gymnasiallehrer und als Lektor in Kalkutta. 1968 übernahm er ein kleines bündisches Schallplattenlabel und gründete mit Freunden aus der Jungenschaft die Schallplattenfirma Thorofon. Wann immer bündischer Gesang oder das Beherrrschen von Instrumenten im Niveau abzugleiten droht, wurde ein deutliches Wort von Helm hörbar – ab 1985 war er als Jurymitglied regelmäßig bei verschiedenen pfadfinderisch-bündischen Singewettstreiten anzutreffen. Auch wenn es alles nicht mehr so schnell geht wie früher, erfreut er sich nach seiner Rückenoperation doch wieder guter Gesundheit. So könnte er gestern daheim mit einigen Gästen aus früheren Zeiten feiern. Scouting wünscht alles Gute zum Geburtstag. Mehr zu helm bei Scout-o-wiki. Die Bilder entstanden bei der gestrigen Feier. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

pitters lieder – Die Lieder des Peter Rohland...

Mit „pitters lieder“ liegt nun eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder von Peter Rohland in Text und Noten vor. In ihrer Reihenfolge folgt sie der Systematik der schon zuvor von Helmut König bei THOROFON herausgegebenen Tonaufzeichnungen. Es war das Anliegen der Peter Rohland Stiftung, die Lieder von Peter Rohland einer breiteren Öffentlichkeit in Text und Ton in einem Band zugänglich zu machen. Dies ist nun gelungen. Die Tonaufnahmen von Peter Rohland finden sich auf einer DVD, die diesem Buch beigefügt ist.

Konzertkritik der Heckenkapelle in Bonn...

Beim Rheinischen Singewettstreit wurde ich auf die „Heckenkapelle“ aufmerksam gemacht. Es sei eine ganz hervorragende bündische Gesangsgruppe von Frauen aus dem Laninger Wandervogel. Ich solle unbedingt einmal die Gelegenheit nutzen, ein Konzert von ihnen zu besuchen. Nun verhält es sich so: Bei der Scouting tun sich vor allem zwei Redakteure durch Ortstermine hervor. Der eine ist Einstein. Einstein ist ein ausdauernd wohlwollender Mensch mit so großer Freude an der Pfadfinder- und Jugendbewegung, dass über seine Lippen nie ein schlechtes Wort käme. Für schlechte Worte und harsche Kritik ist der andere Redakteur zuständig und das bin ich. Ich trete im allgemeinen aber bei Besprechungen nur auf den Plan, wenn sich zuletzt ein Leser über die zu wohlwollende Kritik beschwert hat. Das ist zumeist Helm. Was nun das Konzert der „Heckenkapelle“ anbelangt, bekam ich nun vor einigen Tagen von Jenna aus dem Laninger Wandervogel eine freundliche E-Mail, ob ich nicht Interesse an einem Besuch ihres Konzertes in Bonn hätte. Von der internen Aufgabenverteilung in der Redaktion (s.o.) konnte sie ja nichts ahnen. Ich hatte aber aufgrund der Vorschusslorbeeren trotzdem Interesse. Nicht zuletzt, weil die musikalische Qualität der meisten heutigen Beiträge auf den Singewettstreiten früher nicht einmal gelangt hätte, um auf die Bühne zu kommen. Um das Desaster zumindest optisch ansprechend zu machen, bekommen alle, die schon einmal von fern ein Instrument gesehen haben, ein solches in die Hand gedrückt. Das Ergebnis ist zumeist ziemlich ernüchternd für die Zuhörer. Und ich neige auch ein wenig zu der These, dass eine Gruppe, die heutzutage ein einziges Lied halbwegs beherrscht, dieses direkt so großartig findet, dass sie glaubt, sofort und ohne weitere Proben auf eine bündische Bühne stürmen zu müssen. Schlimmstenfalls mit Geigen bewaffnet. Und wer zwei Lieder halbwegs beherrscht, nimmt eine CD auf. Das alles konnte Jenna von...

Leserbriefe scouting 02-12

Praxis Paragraphenreiterei für Pfadfinder Zu scouting 04-11, Seite 41 und scouting 01-12, Seite 6 Liebe Almi, ich freue mich über die elegante Korrektur des Artikels über das Urheberrecht. Nun ist so ziemlich alles richtig. Was bleibt, ist nun natürlich die Angst des Liederbuchmachers, der sich zum ersten Mal mit dem für ihn komplizierten Urheberrecht befasst, dass er etwas falsch machen könnte und dann womöglich strafrechtlicher Verfolgung unterliegt. Er wird vielleicht ganz den Mut verlieren und nichts mehr tun, und das wäre auch schade. Der rechtskundige Praktiker weiß natürlich, dass auch hier die Bäume nicht in den Himmel wachsen und kein Staatsanwalt wegen falscher Rechtsnotiz oder fehlendem Rechteerwerb bei einem kleinen bündischen Lied zum Strafknüppel greifen wird. Aber in jedem Fall ist es gut, wenn das Bewusstsein von Recht und Unrecht auch im Bereich des geistigen Eigentums geschärft wird. Und man wird dem Liederbuchmacher in spe sagen können, dass er sich ja auch etwas helfen lassen könnte. Nur ein Wort ist in dem Artikel in scouting 01-12 daneben geraten: das Wort ,,Zwangslizenz“. Du beschreibst da einen Vorgang, wo ein Beauftragter (hier die GEMA) etwas tut, wozu er vom Inhaber eines Urheberrechtes beauftragt und berechtigt worden ist, nämlich an Stelle des Urhebers eine Lizenz zu erteilen. Das hat mit Zwang nichts zu tun, sondern ist einfaches Vertragsrecht. Dagegen gibt es den Begriffder Zwangslizenz durchaus im UrhG, nämlich im § 42 a (früher § 61). Der übt tatsächlich einen Zwang aus. Wenn nämlich irgendeinem Tonträgerhersteller das Nutzungsrecht zur gewerblichen Herstellung eines Werkes eingeräumt worden ist, muss es auch jedem anderen Hersteller eingeräumt werden (mit gewissen Beschränkungen). Wohlgemerkt: Nutzungsrecht an einem Werk, nicht an der Interpretation durch einen Interpreten. Diese Zwangslizenz wurde eingeführt, um eine Monopolisierung der Nutzung eines Werkes durch einen Tonträgerhersteller zu vermeiden. Aber das ist...

Leserbriefe der Ausgabe 01-12

Praxis Paragraphenreiterei für Pfadfinder scouting 04-11, Seite 41 Lieber Pauli, zunächst generell Dank für die scouting und für die immense Arbeit, die Du da hineinsteckst. Ein paar Bemerkungen: Über die GEMA (in 04/11) ist augenscheinlich nicht von einem Fachmann geschrieben worden und ist eher dazu geeignet, die generell bei Bündischen vorhandene Ur-Angst vor dieser Rechtsorganisation (und vor dem Urheberrecht allgemein) zu verstärken, als Verständnis für diesen ,,furchtbaren“ Laden zu wecken. Natürlich sind GEMA-Gebühren so unbeliebt wie Steuern, aber über die Mehrwertsteuer oder die Kraftwagensteuern redet kein Mensch, obwohl sie weit höher sind als GEMA-Gebühren. Aber vor allem schmeißt der Autor dieses Artikels Abdruckgebühren etwa für Lieder mit den GEMA-Gebühren durcheinander; das erstere aber sind dem freien Handel unterliegende Verlagsgebühren höchst unterschiedlicher Höhe (freier Handel), das zweite sind gesetzlich tarifgeregelte Gebühren für musikalische Aufführungen (also Konzerte) und mechanische Vervielfältigungen (also Schallplatten, Musikkassetten und CDs); bei Konzerten sind Veranstaltungen der Jugendpflege und der Schulen weitgehend ausgeklammert. Was neulich durch die Presse ging, dass nun auch Kindergärten GEMA-Gebühren zu zahlen hätten, war eine völlig verdrehte Notiz eines von jeglicher Fachkunde unbeleckten Journalisten und schlichtweg unwahr, aber die Richtigstellung druckte natürlich keine Gazette mehr ab. Und die GEMA hat mit Abdrucken schlichtweg nichts zu tun. Ein weiteres: Ich Iese eine Reihe hübscher Artikel in scouting bei denen aber kein Name des Schreibers steht. Das fiel mir natürlich als erstes auf (man ist ja eitel) bei der Rezension über das Vorwärts-Liederbuch, dann sah ich aber weitere (Rezension Oss Kröher z.B.). Wäre eigentlich schön, wenn man profunde Worte auch mit Namen verbinden könnte. Schließlich noch generell: Es fiel mir besonders bei den Berichten über die Singewettstreite auf, aber dann auch allgemein, dass viele Aufsätze generell übermäßig unkritisch sind, sozusagen Selbstbeweihräucherungen a Ia Friede, Freude, Eierkuchen. Dabei ist die Welt der...