Neuerscheinung Hans Scholl

Hintergründe zu Hans Scholl (Mitglied der NS-Widerstandsgruppe „Weiße Rose“) im Umfeld von dj.1.11 und sein verschlungener Weg in den Widerstand beleuchtet das Buch „Hans Scholl“ von Fritz Schmidt & Jürgen Reulecke. Es erscheint Ende September 2021 als Nr. 24 der Schriftenreihe des Mindener Kreises. Immer noch erscheinen Bücher über die Geschwister Hans und Sophie Scholl, doch vielfach unbekannt ist das Engagement Hans Scholls und seiner Freunde in den 1930er Jahren außerhalb der Hitlerjugend im Sinne von dj.1.11, dem von Eberhard Koebel gegründeten Jugendbund. Verfolgung durch Geheime Staatspolizei und NS-Justiz, und zwar nicht nur in Ulm, sondern darüber hinaus in Stuttgart und Berlin sowie anderen Orten, waren die Folge. Das betraf auch einen Freund der Familie Scholl, Ernst Reden aus Köln, der damals in Ulm seinen Wehrdienst ableistete, sowie am Rande auch Sophie Scholl, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Gerade bei der Beschreibung der Jugendjahre der Protagonisten haben oft Lücken und Fehlinterpretationen das Bild gemindert. Dem soll mit dieser Studie abgeholfen werden, der ein Geleitwort von Jürgen Reulecke vorangeht. Mit aller Vorsicht fließen daneben Gedanken ein, wie Hans Scholl zu seiner späteren Widerständigkeit gefunden haben könnte ‒ eine Frage, die trotz vielfältiger Ansätze bislang weitgehend ungeklärt ist. In diesem Zusammenhang wird insbesondere auf Hans und Sophie Scholls Mitverschworene Alex- ander Schmorell und Willi Graf hingewiesen. Der Autor dieser Studie beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Thema. So konnte er mit Inge Aicher-Scholl, der Verfasserin des aufsehenerregenden Buches „Die weiße Rose“, sprechen wie mit Max von Neubeck, der in der Jugendzeit Hans Scholls eine gewisse Rolle spielte und nach dem Krieg noch einmal einschlägig tätig wurde. Ferner konnte er Kontakt zu einem weiteren Überlebenden aufnehmen, der wertvolle Erinnerungen beisteuerte. Leseprobe Hier...

Biographie zu Hans Scholl

Die in diesem Jahr erschienene empfehlenswerte Biographie von Robert M. Zoske „Flamme sein!“ zu Hans Scholl und die Weiße Rose wurde im Scouting-Jahrbuch 2017 ausführlich dargestellt.  Gern nehmen wir die positive Rezension der Frankfurter Allgemeine zum Anlass, die entsprechenden Seiten des Jahrbuches hier online zur Verfügung zu stellen: Scouting_JB_Zoske. Robert M. Zoske: „Flamme sein!“ Hans Scholl und die Weiße Rose. Eine Biographie. C.H. Beck Verlag, München 2018. 368 S., geb., 26,95 [Euro]. Mehr Informationen zum Jahrbuch 2017 findet ihr hier. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Hans und Sophie Scholl: 75 Jahre Martyrium...

In diesen Tagen ist es genau 75 Jahre her, dass Hans und Sophie Scholl beim Verteilen des sechsten Flugblattes der WEIßEN ROSE von einem diensteifrigen Hausmeister der Münchener Universität angezeigt und vier Tage später nach einem „Prozess“ vor dem Volksgerichtshof am 22.02.1943 ermordet worden sind. Zur Erinnerung daran wurde vorgestern in der Sendereihe GLAUBENSSACHEN des Hörfunksenders NDR-Kultur der Beitrag des emeritierten Pastors Robert Zoske ausgestrahlt. Eine Morgenandacht findet sich hier. (Nach Informationen des Mindener Kreises erstellt- danke für den Hinweis) Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

„Sehnsucht nach dem Lichte“...

Beim Treffen des Mindener Kreis (Video vom Treffen) hat Herr Zoske einen sehr interessanten Vortrag gehalten. Hier ein kleiner Teaser zu seinem Buch „Sehnsucht nach dem Lichte“. Pastor Dr. phil. Robert M. Zoske, geboren 1952 in Schleswig-Holstein, schrieb dieses Buch, nachdem er im Nachlass der Scholls mehrere Gedichte von Hans Scholl fand, in denen er die Beziehung zu Gott schildert und seine Gefühlswelt offenlegt. „Warum widerstand Hans Scholl?“ steht auf dem Buchrücken. Laut Pastor Dr. phil. Robert M. Zoske sagte H. Scholl in einem Verhör, dass er mit seinem Tod gerechnet habe. Also „warum widerstand Hans Scholl?“ Diese Frage wird ausführlich unter neuen Gesichtspunkte aufgerollt und versucht mit der religiösen Entwicklung Scholls zu erklären. Auf der Sommertagung des Mindener Kreis 2017 stellte er in einem gut einstündigen Vortrag sein Buch vor und legte die seiner Meinung nach sechs Hauptargumente dar, warum Hans Scholl in den Widerstand ging. Bemerkenswert hierbei ist, dass Pastor Dr. phil Robert M. Zoske sein gut 800 Seiten umfassendes Werk so komprimieren konnte, dass es in den zeitlichen Rahmen passte, aber man dennoch gedankliche Verknüpfungen zwischen den Themen schlagen konnte, sodass man nicht das Gefühl hatte, dass der Autor etwas wichtiges auslässt. Während des Vortrags im Rittersaal der Burg Stahleck hörten alle Anwesenden gespannt zu. Auch wenn einige von ihnen vielleicht sogar noch Zeitzeugen waren, habe es bestimmt auch für sie neue Erkenntnisse über die Motivation von Hans Scholl. Jeder, der sich für den Widerstand gegen Hitler und die Zeit des Nationalsozialismus interessiert sollte sich einmal mit diesem Buch auseinandersetzen. „Sehnsucht nach dem Lichte“ von Robert M. Zoske ist erschienen im Herbert Utz Verlag, hier geht es zur Bestellung. Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...