Pfadilager auf den Spuren der Römer...

Alles ist ganz still. Nur vereinzelt hört man den Ruf eines Vogels aus dem nahe liegenden Wald. Der See schimmert silbern im Licht des Mondes. Langsam wird es heller über den Baumkronen und die Sonne blinzelt über den See direkt neben dem Lagerplatz. Es ist windstill, Nebel liegt über dem spiegelglatten Wasser. Die Ruhe vor dem Sturm?! Wir befinden uns in „Hammerschmiede“, einem Ort, der gerade mal aus zwei Bauernhöfen besteht und an dem der Limes vorbeiführt, dem auch das diesmaliges Lagerthema „Römer“ zu verdanken ist. Für die Pfadfinder des BPS-Stamm „Steinadler“ aus Stuttgart wird dieser Ort in den nächsten zehn Tagen ihr zu Hause sein.Das Abenteuer beginnt nach der Begrüßung durch Stammesführer Paul Blank wie gewohnt mit dem Lageraufbau: Zunächst werden die Kohten, Jurten und die Familienzelte aufgebaut und die sanitären Einrichtungen auf Vordermann gebracht, was bedeutet, eine anständige Dusch- und Waschvorrichtung zu erschaffen. Da das Grundstück aus zwei Wiesen besteht, die durch einen Bach getrennt sind, sind die Pfadfinder außerdem gezwungen, eine Brücke zu bauen. Das wichtigste und wohl fast größte Bauwerk ist aber wie immer die Küche, an der sich die Mädels gern verausgaben. Nach den Aufbautagen geht es mit Workshops weiter: Während sich die einen mit Honigmasken oder einem Körperpeeling aus Salz und Milch verwöhnen lassen und andere in der selbstgebauten Sauna schwitzen, betätigen sich andere handwerklich: So gibt es die Möglichkeit, zu tonen und die selbst gefertigten Gegenstände anschließend mit Mosaiken zu verzieren, Brötchen im selbst errichteten Steinofen zu backen, zu schmieden oder – und das ist für jeden Lagerteilnehmer Pflicht – römische Kleidung herzustellen. Der Samstagabend wird für ca. 20 Pfadis zu einem ganz feierlichen Erlebnis. Nach dem Abendessen werden die Fackeln ausgepackt und entfacht und die meisten der Pfadfinder wissen, dass das ein Zeichen für einen abendlichen...