Leiter verzweifelt gesucht

Jetzt ist es pressetechnisch dokumentiert: Viele Pfadfindergruppen haben Schwierigkeiten, genügend Leiter zu finden, also Jugendliche, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen. Die Ruhrnachrichten sind der Frage nachgegangen, woran dies liegt, denn betroffen sind ja von diesem Phänomen nicht nur die Pfadfinder. „Die Angst, dass der Stamm irgendwann schließen muss, ist allgegenwärtig.“ Wie Christian Schnaubelt für die Ringe erklärte, seien die Gründe das Studium oder der Beruf, da fehle die Zeit, um nebenbei noch eine Gruppe zu übernehmen. Zwischen fünf und zehn Stunden pro Woche müsste man im Durchschnitt dafür einplanen. Kommentar der Scouting: Aber die Problematik setzt bei den Bünden, die auch Jugendliche als Leiter einsetzen würden, schon viel früher an: Verkürztes Abitur und schulischer Ganztag. Anschließend ab ins Ausland. Auch die Anwort darauf, wie man dennoch neue Leiter gewinnen wolle (nach Christian Schnaubelt nämlich: präsenter werden) löst die Grundprobleme nicht: Fehlende Zeit und dass sich die Verantwortung für eine Guppe nicht auf beliebig viele (sofern diese denn vorhanden wären) verteilen lässt, bis sie quasi nicht mehr wahrnehmbar ist. Dieser Herausforderung war das Jahrbuch 2013 der Scouting bereits nachgegangen, allerdings noch ausgehend vor der Problematik der sinkenden Kinderzahlen und des allgemeinen gesellschaftlichen Wandels. Dabei hat ein Leitermangel erheblich stärkere Auswirkungen, als schrumpfende Kinderzahlen. Es wurde im Jahrbuch die These entwickelt, dass es u.a. helfen könnte, würden die Bünde sich für Wiedereinsteiger (gehobenen) Alters (das kann durchaus Ü40 heißen) positiv aufstellen. Oder eine (symbolische) Entlohnung der Gruppenführer in Erwägung ziehen würden. Quelle: Ruhrnachrichten 20.10.2018 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Vom Ende eines Stammes

Hoch verschuldet und keine Leiter in Sicht: Für den Stamm St. Walburgis aus der DPSG in Menden sind die Tage gezählt. Bereits im vergangenen Herbst wurde der Stamm auf der Homepage der DPSG „gesperrt“ mit der Begründung, der frühere Vorstand des Stammes habe in vierstelliger Höhe Zeltmaterial gekauft, für das die DPSG nun aufkommen müsse.  Nun fehlen dem Stamm, der seine Arbeit unter Obhut seiner Kirchengemeinde fortführte, zusätzlich aber auch noch Leiter, nur noch drei stehen gemäß Zeitungsbericht für die 30 Mitglieder zur Verfügung. Im Rahmen eines Abschlussfestes nahmen nun alle voneinander Abschied. Das vorhandene Material soll veräußert werden, um zumindest noch einen Teil der Schulden bei der DPSG ablösen zu können. Quelle: WAZ...

Pfadfinder-AGs an Ganztagesschulen...

Der Landesverband Schleswig-Holstein/Hamburg des BdP geht mit der neuen Herausforderung der zunehmenden Ganztagesschulen offensiv um und startete ein dreijähriges Modellprojekt. Gruppenleiter bieten an ausgesuchten Schulen (ab dem Schuljahr 2011 werden es insgesamt zehn beteiligte Schulen sein) einmal pro Woche die sogenannte „Spurensucher – Abenteuer pfadfinden“-AG an. Finanziert wird das Projekt von der Aktion Mensch, die mit 105 000 Euro immerhin 70% der Gesamtkosten zur Verfügung stellt. Mit dem Projekt versucht der BdP, seinen Platz im Leben der Kinder und Jugendlichen zu finden, die anderenfalls keine Möglichkeit hätten, neben ihrer Ganztagesschule noch an Gruppentreffen teilzunehmen. Quelle: scouting...

Stamm Boddenkieker setzt auf Studenten...

Um dem Leitermangel zu begegnen, hat der Greifswalder Stamm Boddenkieker (DPSG) eine Studentengruppe ins Leben gerufen. Ziel der monatlichen Veranstaltung ist es, sowohl neuen Interessierten Informationen zu bieten, als auch ehemalige Pfadfinder wieder zur Rückkehr zu bewegen. Quelle: scouting...