Pfadfinder bei Gedenkfeier zur Schlacht von Verdun...

Die Schlacht von Verdun dauerte von Februar bis Dezember 1916. Durch sie verloren je nach Quelle bis zu 300.000 Menschen ihr Leben. Anlässlich der Gedenkfeier der hundertsten Jährung am 28. Mai legten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident François Hollande zusammen mit jungen Pfadfindern des Deutschen Pfadfinderbundes (DPB) auf dem deutschen Soldatenfriedhof in Consenvoye einen Kranz nieder. Die Fotos der Mitglieder der DPB-Horte Wesergreif / Gilde Weserraben aus Petershagen bei Minden an Seite der Staatsoberhäupter gingen um die Welt. An den Feierlichkeiten nahmen auch weitere Beteiligte aus dem Ring junger Bünde (RjB) teil. Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge gedachte seinerseits mit 400 Gästen auf der Deutschen Kriegsgräberstätte Romagne-sous-Montfaucon den Toten. Hier waren es erwachsene Pfadfinder der CP Saar, die den Ratzeburger Toten Hans Winkelmann, der erst vor zwei Jahren bei Forstarbeiten gefunden worden war, neben seinen gleichfalls gefallenen Bruder Karl beisetzten. Bildnachweis: Volksbund Quellen: Tagesschau, Volksbund 28.05.2016 Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Auch deutsche Pfadfinder können Fackeln halten – wenn der Zweck stimmt...

Anlässlich der Gedenkfeiern des Überfalls auf Polen, welcher den Start des zweiten Weltkrieges darstellte, war festzustellen, dass der Aufmarsch der polnischen Pfadfinder in voller Montur Seite an Seite mit Soldaten in Deutschland wohl eher weniger denkbar wäre. Doch wer dachte, dass deutsche Pfadfinder grundsätzlich ein geschlossenes Auftreten bei öffentlichen Anlässen und dies zudem mit Fackeln in den Händen, grundsätzlich vermeiden würden, sieht sich nun eines Besseren belehrt. Es kommt halt auf den Anlass an. Anlässlich des Gedenktages der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz waren es die Pfadfinder, welche bei der örtlichen Kranzniederlegung in Niederorschel „befackelt“ den stimmigen Rahmen abgaben. In Ausschwitz selbst entzündeten Pfadfinder aus Polen, Kanada und den USA eine Kerze zur Erinnerung an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 70 Jahren und eröffneten damit den Tag des Gedenkens. Beachtlich: Trotz Schneelage ohne Jacken. Die teilweise kurzärmeligen Klufthemden kamen voll zur Geltung. Bei der Gedenkfeier in Stuttgart beteiligte sich eine Gruppe der Royal Rangers. Und bei der DPSG lautet das Jahresmotto für 2015, passend in diesen Tagen,  Gastfreundschaft und ganz in diesem Sinne nahm dann auch ein Stamm, nämlich der aus Gmünd, vor einigen Tagen an der städtischen Demo für Toleranz teil. Sie, die deutschen Pfadfinder, können es also doch, nicht für staatliche Belange, aber für jene der Menschlichkeit. Bildnachweis: www.auschwitz.org | Auschwitz-Birkenau State Museum, Jarosław Praszkiewicz Thüringer Allgemeine...

Pfadfinder und Militär – hierzulande undenkbar...

Anlässlich der Gedenkfeiern zum Ausbruch des 2. Weltkrieges vor 75 Jahren wurde an vielen Orten in Polen und Deutschland der Opfer gedacht. In Polen nahezu immer dabei waren sowohl Vertreter von Pfadfindern, als auch des Militärs. In Polen gehört es zum Selbstverständnis der Pfadfinder, im Rahmen nationaler Anlässe Präsenz zu zeigen. Ähnlich bekannt ist das Engagement der amerikanischen Boy Scouts, bei Memorial Days  beispielsweise für die nächtliche Beleuchtung durch das Aufstellen unzähliger Kerzen auf den Gräbern gefallener Soldaten die Verantwortung zu übernehmen. So gingen denn dieser Tage unzählige Bilder von Pfadfindern auch durch unsere Zeitungen, oft auch auf den Titelblättern. Sie zeigten beispielsweise den deutschen Bundespräsidenten Joachim Gauck mit seinem polnischen Amtskollegen Bronislaw Komorowski bei der Kranzniederlegung am Denkmal für die Verteidiger der Westplatte. Daneben salutieren polnische Marinesoldaten und jeweils ein Vertreter der polnischen Pfadfinder und der Pfadfinderinnen nehmen Haltung an. Ohne Pfadfindergruß, aber die Aussage ist unmissverständlich. Diese Selbstverständlichkeit, für die Nation „Flagge“ zu zeigen, ist den Pfadfindern hierzulande mit dem zweiten Weltkrieg und ihrer Verbotszeit verloren gegangen. Es gibt wohl keinen deutschen Verband oder Bund, der auf die Idee käme, sich – zumal in Kluft oder Tracht – neben einem uniformierten Soldaten ablichten zu lassen. Auch das Selbstbild der deutschen Soldaten leidet ja darunter, von weiten Teilen der Bevölkerung nicht als verdienstvolle Verteidiger ihres Vaterlandes angesehen zu werden, sondern allenfalls als geduldetes Übel, personifiziertes Symbol eines jeden Krieges. Eine Position, zu der die deutschen Pfadfinder im Großen und Ganzen größtmöglichen Abstand wahren. Bildnachweis: Warszawa Powstaniec, wikipedia Quelle/Aufhänger: z.B. Der Tagesspiegel...