Gedenktag: mac (Erik Martin)

Heute vor fünf Jahren, am 25. April 2017, verstarb im Alter von 81 Jahren „mac“ Erik Martin. Bekannt geworden war er – neben seinem literarischem Schaffen – durch die von ihm verfassten Lieder (darunter der Evergreen „Wenn der Abend naht“). Hier der Link zum Video der Original-Uraufführung der Waldjugend vom HaSiWe 1984 dieses Liedes. Geboren wurde er am 12. Januar 1936 in Neuss und verbrachte seine Kindheit in Kaldenkirchen. Nach Schuljahren in Bad Godesberg und in Kempen, jeweils an Internaten, studierte er in Aachen und war lange Zeit als Deutsch- und Biologielehrer in Viersen tätig. Als Liedermacher für seine eigenen, zunächst autonomen Horten und später für die Viersener Waldjugend verfasste er zahlreiche Fahrtenlieder, die weite Verbreitung erfuhren und weiterhin erfahren. Die Jahresschrift „Muschelhaufen“ für Literatur und Grafik (sie stellte ihr Erscheinen in 2007 ein) wurde von Mac seit 1969/70 mit einer zwölfjährigen Unterbrechung herausgegeben. Für seine Verdienste um den Naturschutz sowie sein Jugendbuch „Fjellwanderung“ erhielt Mac im Jahr 1997 den Klaus-Gundelach-Preis der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald. Bildnachweis: Sverrrir Mirdsson, Wikipedia creative commons Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Hanns Cornelissen

Heute vor 20 Jahren, am 08.04.2002, verstarb Hanns Cornelissen im Alter von 58 Jahren durch einen Unfall. Er war christlich geprägter Wandervogel und Autor zahlreicher Bücher. Geboren worden war Hanns Cornelissen am 10. September 1943 in Frankfurt am Main. Zur Wandervogelbewegung war er als „Spätberufener“ gekommen. Um 1969, also erst im Alter von etwa 26 Jahren, kam er in Kontakt zu Alexej Stachowitsch („Axi“) und über diesen zum Nerother Wandervogel. Er begann mit der Gruppenarbeit in Frankfurt, später kam Fulda hinzu. Die dort entstehende Gruppe nannte er „Autonome Jungenschaft Sokrates“. Hanns Cornelissen war mit seinen Gruppen zunächst Teil des Kosakenordens im Nerother Wandervogel, dann wurde sie selbständig, später wandte sie sich dem Wandervogel Hessen zu. Der Versuch, im Gruppenheim „Wiesenmühle“ auch eine Wohngemeinschaft zu leben, verstob in den Widrigkeiten des Alltags. Beruflich war Hanns bis zu seiner Frühpensionierung als Lehrer tätig. 1989, da hatte sich seine Jungenschaft gerade aufgelöst, erschien sein Erstlingswerk: „Die Funktion des Schönen“. 1999 folgte dann „Der Faktor Gott – Ernstfall oder Unfall des Denkens?“. Aber auch der Jugendbewegung blieb er literarisch verbunden. 1997  erschien im Spurbuch-Verlag das Abenteuerbuch „Der fünfzehnte Sommer„, 1999 seine Axi-Biographie „Erkenntnis und Erfüllung“; zudem „Dreiklang einer Freundschaft“ und der Bildband „Kleine Meister„. Ein Treppensturz beendete sein Leben am 08.04.2002 völlig unerwartet.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und...

Gedenktag: Peter Rohland

Peter Rohland, auch als „Pitter“ bekannt, verstarb heute vor 56 Jahren im Alter von 33 Jahren.  Er stammte aus der schwäbischen jungenschaft und war einer der wichtigen Neuerer und Anreger in der deutschen Lied- und Chanson-Szene der frühen 1960er-Jahre. Mit seinen Liedzyklen der Landstreicherballaden, der Lieder des Francois Villon, der jiddischen Lieder und vor allem der Lieder deutscher Demokraten des Vormärz und der Revolution von 1848 hat er dem schon verloren geglaubten deutschen Volkslied  eine neue Dimension hinzugefügt und auch im Rahmen der von ihm mitinitiierten Waldeck-Festivals zur Entwicklung eines neuen „unverstaubten“ Volksliedverständnisses beigetragen. Geboren worden war er am 22. Februar 1933 in Berlin. Er verstarb am 05. April 1966 in Freiburg im Breisgau an einer akuten Gehirnblutung. Seit 2000 findet jährlich der nach ihm genannte Peter-Rohland-Singewettstreit auf dem ABW-Gelände der Waldeck statt, im Jahr 2006 gründete sich zudem die Peter Rohland Stiftung zur Förderung des Liedes. Im Spurbuchverlag erschien in 2014 „Pitters Lieder„, eine von Helmut König herausgegebene vollständige Sammlung der nachgelassenen Lieder mit Text und Noten. Bildnachweis: (c) Jürgen Fehrmann Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....

Gedenktag Fredy Hirsch

Heute vor 78 Jahren, am 08. März 1944, verstarb Alfred (genannt Fredy) Hirsch im Alter von nur 28 Jahren im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau. Er war jüdischer Pfadfinder und setzte sich bis zu seinem Tode für die Verbesserung der Situation der deportierten Kinder ein. Fredy wurde am 11. Februar 1916 als Sohn jüdischer Eltern in Aachen geboren, wo er auch aufwuchs. Sein Vater verstarb bereits 1926 nach langer Krankheit, die Mutter war mit der Erziehung der zwei Söhne und dem Lebensmittelgroßhandel, den der Vater hinterlassen hatte, überfordert. Da seine schulischen Leistungen unzureichend waren, verließ er schon als 15-Jähriger die Schule und seine Heimatstadt und siedelte zunächst nach Düsseldorf und dann nach Frankfurt über. Halt gaben ihm sein Engagement bei den Pfadfindern, im Sport und in seinem jüdischen Glauben. Im November 1935 ging er in die Tschechoslowakei ins Exil. Als aber auch dort die Repressalien gegen die jüdische Bevölkerung immer erdrückender wurden und der jüdische Sportverein geschlossen wurde, übernahm Fredy Hirsch das Sportreferat und gründete den Spielplatz Hagibor, wo er zahlreiche Sportaktivitäten und Wettbewerbe organisierte. Fredy Hirsch versuchte noch, eine Massenevakuierung für Kinder und Jugendliche zu organisieren, doch am 4. Dezember 1941 wurde er gemeinsam mit anderen Mitarbeitern der jüdischen Gemeinde Prag nach Theresienstadt deportiert. Dort brachte er sich in die Jugendfürsorge und Kinderbetreuung ein, organisierte besseres Essen für die Kinder, organisierte sportliche Veranstaltungen und hielt sie zu Sauberkeit, Ordnung und Disziplin an, damit sie nicht mit den Transporten in den Osten nach Auschwitz geschickt wurden. Als jedoch im Sommer 1943 rund 1.200 verstörte Kinder aus Bialystok in Theresienstadt ankamen, versuchte Fredy trotz Verbotes, zu den Kindern zu gelangen. Zur Strafe wurde er am 6. September nach Auschwitz-Birkenau transportiert. In den Transporten waren auch 274 Kinder unter 15 Jahren. Wieder oblag es Fredy Hirsch, ein Familienlager zu...

Gedenktag: Jean-Claude Alain

Jean-Claude Alain, bürgerlich eigentlich Jean Lionel Léopold, verstarb heute vor 13 Jahren im Alter von 92 Jahren. Er war der Gründer des französischen Teils der Scouts d’Europe im Jahr 1958. Zudem schrieb er unter den Pseudonymen Alain Tersen, Jean-Marie Dooz, Bernhardt Walbach und anderen für den französischen „Signe de Piste“-Verlag. Seine „Pfadfinderkarriere“ begann in Paris, wo er eine Gruppe von russischen Exilpfadfindern (RSNA) gründete. Nachdem er 1954 in Österreich Europa-Scouts kennengelernt hatte, wendete er sich dieser Organisation zu und trug mit zur Gründung der Fédération du Scoutisme Européen bei. Alain war orthodoxer Christ und Anhänger des traditionellen Pfadfindertums und eine recht umstrittende Person. Hier geht es zum französischen Scoutopedia-Eintrag. Von Jean-Claude Alain ist im Spurbuchverlag erschienen: …und wurden doch Freunde.   Kostenfrei den SPURBUCH Newsletter bestellen. Spurbuchverlag: Die größte Auswahl an Büchern über die Pfadfinder- und Jugendbewegung....