Weg mit dem Tafelsilber

Die US-Boy-Scouts (BSA) sehen sich in Hinblick auf Entschädigungszahlungen an Betroffene sexualisierter Gewalt in finanzieller Schwierigkeit, weshalb sie in ein geregeltes Insolvenzverfahren gegangen sind. Damit wollen sie sich nicht vor den Entschädigungszahlungen drücken, so doch sicherstellen, danach nicht ausgelöscht zu sein. Der Plan sieht vor, einen (bis zu) 300-Millionen-Dollar- Fond anzulegen, aus dem die Entschädigungen geleistet werden. Wie der Insolvenzplan nun offenbarte, werden hierzu auch 60 Werke des bekannten Künstlers Norman Rockwell verkauft, welche dieser einst als Auftragsarbeiten für die BSA erstellt hatte. Nach Sichtung interner Dokumente kam die Organisation auf 12.254 Betroffene sexualisierter Gewalt ab 1944. Wenn man sich überlegt, dass 2010 bereits ein einzelner Fall vor Gericht mit einer Strafzahlung von 19,9 Millionen US-Dollar endete (unter Vorbehalt: Da verhielt es sich wohl so, dass die Strafzahlung auf mehrere verteilt wurde – auch die beteiligte Kirchengemeinde und die Kommune hatten versagt und mussten ihren Anteil tragen und die Summe ging nicht zu 100% an den Betroffenen, sondern zunächst einmal ein dicker Batzen gemäß Bundesstaatsgesetz an eine Organisation ähnlich des „Weißen Ring“ und dann wird der Anwalt einen weiteren Batzen kassiert haben) ist ein Gesamtfond von „gerade einmal“ 300-Million ausreichend für 15 Personen. Sofern überhaupt so viel Geld zusammenkommt. Das heißt, dass vor der Hintergrund der Insolvenz sämtliche gerichtliche Forderungen abgelehnt werden und stattdessen alle Betroffene eine pauschale Kopfentschädigung aus reiner Nettigkeit aus dem Fomd erhalten, dafür aber dann nicht vor Gericht ziehen müssen. Na, das sind ja fast 2500 Dollar für jeden, also um die 2000€. Zum Vergleich: Missbrauchsopfer der katholischen Kirche in Deutschland sollen jeweils bis zu 50.000€ bekommen und selbst da wird die Frage aufgeworfen, ob das ausreiche. Mit 2000€ braucht man sich die Frage wohl erst gar nicht zu stellen. Es ist schwierig, eine lebenslange Schädigung in Geld zu bemessen,...

Verlassener Taucher von Pfadfinder gerettet...

Eine Szene wie aus einem Gruselfilm: Bei einem Tauchausflug wurde ein Teilnehmer im Pazifik vor der Küste Kaliforniens  „vergessen“. Erst fünf Stunden später wurde er durch puren Zufall von einem 15-jährigen Pfadfinder entdeckt, der ihn von einem nahe vorbeifahrenden Boot aus sichtete. Nach der unverhofften Rettung verklagte der 45-jährige Hobbytaucher die Betreiber der Tauchexkursion und erstritt vor Gericht 1,7 Millionen Dollar als Entschädigung. Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass er einen Teil davon seinem Retter zukommen lassen wird. Quelle: scouting...